Systemgastronomie fordert Reformen und verleiht Branchenpreis

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Beim traditionellen Mittagsempfang des Bundesverbands der Systemgastronomie trafen sich in Münchenzweihundert Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Medien. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Verleihung des Preises der Deutschen Systemgastronomie sowie die Forderung nach politischen Reformen für mehr unternehmerischen Freiraum.

Die Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, Michaela Kaniber, und der tourismuspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Stefan Schmidt, sprachen auf der Veranstaltung und stellten sich im Anschluss den Fragen des Verbandes.

Bürokratieabbau und flexiblere Arbeitszeiten

Hauptgeschäftsführer Markus Suchert betonte die Bedeutung des direkten Austauschs in fragilen Zeiten. Matthias Kutzer, Präsident des BdS, warb trotz hoher Kosten, Arbeitskräftemangel und schwieriger Investitionsbedingungen für Zuversicht und verwies auf die Bereitschaft der Unternehmen zu weiteren Investitionen.

Der Verband sieht dringenden Handlungsbedarf beim Bürokratieabbau und fordert, dass bestehende Pflichten vor neuen Vorgaben auf den Prüfstand gestellt werden. Zudem verlangt der Verband den Erhalt von Minijobs sowie die Umsetzung der Umstellung von der täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit ohne Tarifvorbehalt.

Wirtschaftliche Bedeutung der Branche

Michaela Kaniber betonte als bayerische Staatsministerin die Bedeutung der Gastronomie als Wirtschaftsfaktor und verwies auf das Ziel, die Betriebe durch weniger Bürokratie, verlässliche Regeln und mehr unternehmerischen Freiraum zu entlasten. Stefan Schmidt hob als Bundestagsabgeordneter hervor, dass die Gastronomie ein wichtiger Teil der Innenstädte sowie ein Ort der Begegnung auf dem Land sei, weshalb es für den zukünftigen Erfolg gute Arbeitsbedingungen für das Personal und stabile Rahmenbedingungen für die Unternehmen brauche.

Koreanisches Konzept gewinnt den Preis der Deutschen Systemgastronomie

Ein weiterer Höhepunkt war die Verleihung des Preises der Deutschen Systemgastronomie 2026. Ingo Gugisch würdigte als Vizepräsident und Laudator die Finalisten 60 seconds to napoli, Goldies und Mmaah! als Unternehmen, die die Systemgastronomie mitgestalten. Am Ende setzte sich Mmaah! durch, nachdem das von Sebastian Lechle und Andreas Lechle entwickelte Konzept für koreanische Küche seine Wachstums- und Franchisestrategie in den vergangenen Jahren konsequent weiterentwickelt hatte und bereits im Jahr 2025 unter den Finalisten war.

Zusätzlich zeichnete der Verband Ingrid Hartges mit dem Ehrenpreis aus. Die Preisträgerin prägte den DEHOGA Bundesverband 36 Jahre lang, davon zwanzig Jahre als Hauptgeschäftsführerin, und wurde für ihren langjährigen Einsatz für die steuerliche Gleichbehandlung von Speisen sowie für die engere Zusammenarbeit zwischen dem Verband und dem DEHOGA geehrt.
 

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