Über den Erwartungen: Jeunes Restaurateurs ziehen erste Bilanz nach Wiedereröffnung

| Gastronomie Gastronomie

Im Mai gab es den Startschuss für die Wiedereröffnung der Gastronomie in Deutschland. Eine positive Bilanz der ersten Wochen kommt von den Jeunes Restaurateurs (JRE). Die Mitgliedsbetriebe haben mittlerweile alle wieder geöffnet und sind zufrieden mit der Entwicklung.

Nicht nur die Auslastung, auch die Höhe der Bons liegt bei vielen Mitgliedern deutlich über den Erwartungen. Zur wirtschaftlichen Erholung der Betriebe trägt nach Ansicht der Vereinigung auch die Senkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent für Speisen bei.

JRE Präsident Alexander Huber: „Unsere Forderung hat offensichtlich Sinn gemacht. Der reduzierte Satz sorgt bei steigenden Umsätzen für niedrigere Kosten. Dazu kommt: Betriebe der Jeunes Restaurateurs im ländlichen Raum merken momentan eine besonders starke Nachfrage.“ Dieser Trend zeichnete sich bereits im Lockdown bei den vielfältigen Takeaway-Angeboten ab. Die Nachfrage nach der Spitzenküche in der Box übertraf bei vielen Restaurants die Erwartungen. Auch nach dem Restart wurden diese Angebote daher in vielen Betrieben beibehalten. 

Beschleunigt hat Covid 19 auch bei den Jeunes Restaurateurs die Digitalisierung. Die Kommunikation in Whatsapp-Gruppen, über Skype- oder Zoom-Meetings sorgen dafür, dass die Vereinigung immer in Kontakt bleibt und der Zusammenhalt stärker wird. Mit einer regelmäßigen Video-Sprechstunde informiert der Vorstand die Mitglieder über die aktuelle Lage und neue Projekte. Dazu zählt auch die Überarbeitung des Ausbildungsangebots in der JRE Genussakademie. Hier soll zukünftig stärker auf digitale Konzepte und E-Learning gesetzt werden.

Ergänzend zu Informationen und Austausch gab‘s auch eine handfeste Starthilfe für jeden Mitgliedsbetrieb: Mit 30 Flaschen Schiefer Riesling des Weinguts Nik Weis (das Rieslingweingut in Leiwen an der Mosel ist Partner des JRE Genussnetzes) überraschte der Vorstand seine Mitglieder zum Restart.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Kneipe 80 expandiert mit neuen Standorten am Tegernsee und in Augsburg. Parallel führt das Unternehmen mit dem Format „Kiosk 80“ ein weiteres Konzept für kleinere Flächen ein.

Weissenhaus erweitert sein gastronomisches Angebot im Schloss um das Restaurant NAMI und die Bar 1896. Zuvor hatte das Zwei-Sterne-Restaurant Courtier nach dem Weggang seiner Leitung den Betrieb eingestellt.

Starbucks hat im zweiten Quartal 2026 Umsatz und Gewinn gesteigert. Das Unternehmen meldet höhere vergleichbare Umsätze und hebt seine Jahresprognose an.

Neue Daten des Bundes der Steuerzahler zeigen deutliche Unterschiede bei Terrassengebühren in deutschen Städten. Die Spannweite reicht von 0 bis 2.000 Euro für einen einheitlichen Musterbetrieb.

Kochroboter, kein Gastraum, alles für die Auslieferung: Wie eine Küche in Frankfurt den Gastronomie-Alltag verändern könnte – und warum menschliche Gastfreundschaft trotzdem unverzichtbar bleibt.

Im Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht erwägt der amerikanische Fast-Food-Anbieter Kentucky Fried Chicken einen Rückzieher. KFC Deutschland teilte auf Anfrage mit, dass die Gespräche mit dem Bielefelder Dönerunternehmen Krispy Kebab zwar noch liefen, diese seien aber «herausfordernd».

Die Münchner Giesinger Brauerei drängt auf die Wiesn - und bekommt dafür nun Rückenwind von jemandem, der in der Sache künftig was zu sagen hat.

Die Sonne scheint, die Menschen genießen den Kaffee wieder im Freien. Die Gastronomen werden von den Städten im Land jedoch ganz unterschiedlich stark zur Kasse gebeten. Der Steuerzahlerbund meint: Weg damit!

Das Restaurant Greta Oto im Hamburger Conrad Hotel wurde mit dem Genuss-Michel 2026 in der Kategorie „Weltweit“ ausgezeichnet. Die MHP Hotel Group wertet den Preis als Bestätigung für ihre Strategie international ausgerichteter Gastronomiekonzepte.

Eine aktuelle Studie des Bayerischen Zentrums für Tourismus zeigt, dass fast die Hälfte der Deutschen aufgrund gestiegener Preise seltener essen geht, während das Preis-Leistungs-Verhältnis zum entscheidenden Faktor bei der Wahl des Restaurants geworden ist.