Wie Kaninchen: Londoner Restaurants servieren Grauhörnchenfleisch

| Gastronomie Gastronomie

Die Eichhörnchen dieser Welt haben seit Jahren einen Konkurrenten: das nordamerikanische Grauhörnchen. Diese verdrängen besonders in England immer stärker die roten Eichhörnchen, die auch in Deutschland häufig zu beobachten sind. Da die grauen Vertreter in der Natur aber kaum Feinde haben, und zudem sehr anpassungsfähig sind, verbreiten sie sich schneller als ihre rötlichen Verwandten. 

Wie nun unter anderem der britische Telegraph berichtet, sind die grauen Nager auf der Insel zum Abschuss freigegeben und landen seit einiger Zeit auch auf den Tellern der Restaurantgäste. So zum Beispiel in Londoner Restaurant Native. Küchenchef Ivan Tisdall-Downes verarbeitet die Tiere laut Telegraph am liebsten zu Grauhörnchen-Ragout. Das soll demnach nicht nur lecker sein, sondern auch besonders nachhaltig. Schließlich würden die kleinen Nager ja ohnehin getötet, also könnten sie auch als Nahrungsmittel verwendet werden. 

Das Nagerfleisch kommt bei den Gästen offenbar sehr gut an, da es nicht aus der Massentierhaltung stamme. Der ökologische Fußabdruck sei ein weiteres Argument für den Verzehr der Grauhörnchen. Wie der Koch erklärte, schmecke es fast wie Kaninchen. 

In Schottland registrierten Umweltwissenschaftler den Vormarsch des Grauhörnchens bereits vor einigen Jahren. Das Grauhörnchen stammt ursprünglich aus den USA und wurde im späten 19. Jahrhundert in Europa eingeschleppt.
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wenn Kneipen schließen, fehlen nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Oliviero Angeli wichtige Orte für Austausch und Verständnis. Das hat auch Auswirkungen auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die Supreme Sports Hospitality GmbH übernimmt künftig die gastronomische Versorgung des Musikfestivals World Club Dome in Frankfurt am Main. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde mit der World Club Dome GmbH ein Vertrag über fünf Jahre geschlossen.

Thomas Bühner sucht Mitarbeiter für ein neues Gastronomieprojekt im Münsterland. Der ehemalige Drei-Sterne-Koch kündigt damit eine Rückkehr zu seinen westfälischen Wurzeln an und macht zugleich ein bislang unbekanntes Restaurantvorhaben öffentlich.

Wie erwartet: Das Bier auf dem Oktoberfest wird teurer. Dreieinhalb Monate vor dem Anstich hat die Stadt München die Preise bekanntgegeben. Ist der Anstieg moderat?

Die Deutsche Bahn aktualisiert ihr Angebot an Weinen in ICE- und Intercity-Zügen. Unterstützt durch das Deutsche Weininstitut wurden vier neue Produkte in die Bordgastronomie aufgenommen.

Die Berliner Gastronomin Marie-Anne Wild hat zum achten Mal den MAW Ladies Lunch im Restaurant Tim Raue ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Austausches stand die Sichtbarkeit von Frauen in verschiedenen Berufsfeldern.

Zum zehnjährigen Jubiläum feiern die HeimWerk Restaurants ihr Bestehen mit einer Aktionswoche und plant für den Sommer 2026 die Eröffnung eines weiteren Standorts in Leipzig.

Eine neue Umfrage zeigt, wie viel Gäste für Kaffee in Restaurants und Cafés ausgeben würden. Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse, dass steigende Preise das Kaufverhalten vieler Verbraucher zunehmend beeinflussen.

Nach vielen Jahren hat die bekannte «Mokka-Milch-Eisbar» wieder geöffnet und Hunderte Gäste angezogen. Warum das Kult-Lokal schon kurz darauf wieder schließt – und wann die Rückkehr geplant ist.

Mit dem Joseph’s eröffnet Anfang Juni ein neues Restaurant im Titlis Tower auf mehr als 3.000 Metern Höhe. Das gastronomische Angebot ist Teil eines Investitionsprojekts der Titlis Bergbahnen, das bis 2029 umgesetzt werden soll.