Die Revo Hospitality Group äußert sich nach Medienberichten zu dem Sanierungsprozess der Gesellschaft: Während rund 175 Hotels in Eigenverwaltung nach eigenen Angaben stabilisiert wurden, bestätigt das Unternehmen das Aus für Standorte in Frankfurt und Hannover.
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 stützt die Umsatzentwicklung der US-Hotellerie. Während der Gesamtmarkt nur moderat wächst, rechnen Analysten in den Austragungsstädten mit zweistelligen RevPAR-Zuwächsen in den Sommermonaten.
Airbnb führt in Deutschland die neue Funktion „Jetzt buchen, später bezahlen“ ein. Damit können Gäste Unterkünfte mit flexiblen Stornierungsbedingungen reservieren und erst kurz vor Ablauf der Frist bezahlen, was insbesondere die Planung von Gruppenreisen erleichtern soll.
Die Insolvenz der Revo Hospitality Group hat die deutsche Hotellerie in Mark und Bein erschüttert. Dirk Iserlohe, Aufsichtsratsvorsitzender der Dorint-Hotelgruppe, hat sich in zwei öffentlichen Statements zu Wort gemeldet. Doch beim Vergleich seiner Analysen zeigt sich ein bemerkenswerter kommunikativer Spagat zwischen interner Manöverkritik und politischem Lobbyismus.
Die Rezidor-Gruppe, die Hotelmarken wie Radisson Blu, Park Inn und Missoni betreibt, hat einen neuen Vorstandsvorsitzenden benannt. Der international erfahrene Manager Wolfgang Neumann führt die Gruppe ab Januar nächsten Jahres. Der fünfzigjährige Österreicher kann auf verschiedene Führungspositionen in der internationalen Konzernhotellerie verweisen. So war er Europa- und Afrika-Chef bei Hilton sowie Vorstandsvorsitzender der Arabella-Gruppe in München. Neumann folgt bei Rezidor auf Kurt Ritter, der das Unternehmen seit 1989 leitete. Das Portfolio der Gruppe umfasst 430 Hotels mit 95.000 Zimmern in 70 Ländern.
Starker Tobak aus dem Norden: Ingo Schlüter, Vize-Vorsitzende des DGB Nord, scheint mit der Reduzierung der Mehrwertsteuer für Beherbergungsbetriebe so gar nicht einverstanden zu sein. Er warf den Hoteliers vor, „den Extraprofit einfach eingesackt“ zu haben. Der Dehoga Mecklenburg-Vorpommern hatte am Dienstag Zahlen vorgelegt, die die Investitionsbereitschaft der Branche beweisen sollten. 200 Millionen Euro seien nach Verbandsangaben in Neuanschaffungen und Umbauten sowie in Renovierungen geflossen. Zudem konnten 600.000 Euro in Weiterbildungen und Qualifizierungen investiert, und über 220 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Den DGB-Vize interessierte das wenig: Die erbärmlichen Löhne im Hotel- und Gaststättengewerbe würden zeigen, dass die Angestellten davon gar nichts hätten. Zumindest bei den Gaststätten hatte er Recht, denn die zahlen noch immer 19 Prozent.
Soho-House expandiert, und das weltweit. Wie das Nachrichtenmagazin Bloomberg Businessweek berichtete, plant das 1995 in London gegründete Privatclubkonzept fünf neue Clubs in den nächsten zwei Jahren. Nach Häusern in den Vereinigten Staaten und in Berlin stehen Toronto, Barcelona, Chicago, Istanbul und Mumbai auf der Wunschliste der Briten. Für das nötige Kleingeld sorgt derweil der US-Milliardär Ronald Burkle. Der Supermarktmogul, der unter anderem im Verwaltungsrat der Morgans Hotels Group sitzt, hatte zu Beginn des Jahres über 300 Millionen Euro in die Soho-Häuser investiert und wurde mit 60 Prozent zum Hauptanteilseigner.
Deutschlands größter Bettenvermittler führt eine neue Kennzeichnung für Hotels ein: Das „Top Quality Hotel“-Siegel soll ab November Hotels mit exzellenter Kundenorientierung auszeichnen. Darüber hinaus unterstützt HRS mit einer Checkliste seine Hotelpartner dabei, ihr Angebot und ihre Darstellung bei HRS weiter zu verbessern und optimal zu gestalten. Nach Aussage von HRS wird das Siegel an Hotels verliehen, die sich durch eine hohe Kundenzufriedenheit, flexible Buchungsbedingungen und kostenfreie Zusatzleistungen auszeichnen. Das Siegel erhalten allerdings nur Hotels, die sich an die von HRS gewünschte Ratenparität halten. Dies bedeutet, dass ein Hotelzimmer über HRS mindestens für den gleich günstigen Zimmerpreis angeboten werden muss, wie über alle anderen Distributionskanäle am Markt. Wer das will, kann ein „Top Quality Hotel“ werden.
Markus Luthe, Chef des Hotelverbandes IHA, bloggt für die Branche. Sein aktuelles Thema: die Gebühren für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Slowenien macht vor, dass es bei den Kosten nicht immer nur aufwärts, sondern auch in die andere Richtung gehen kann. Daran denken ARD und ZDF nicht im Traum. Die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland verleibten sich im Jahr 2011 Rundfunkgebühren in Höhe von 7,5 Milliarden Euro ein und schonen dabei auch die Hoteliers und Gastronomen nicht.
Das hätte böse enden können! In einem Hotel in der baden-württembergischen Gemeinde Feldberg haben, laut einem Bericht der Badischen Zeitung, unbekannte Täter Stolperfallen in einem Treppenhaus installiert und anschließend den Feueralarm ausgelöst. Der Nachtportier konnte die Fallen glücklicherweise rechtzeitig entdecken, verletzt wurde niemand. Die Polizei ermittelt wegen des Missbrauchs einer Notrufeinrichtung und versuchter, gefährlicher Körperverletzung.
Steigenberger hat mal wieder einen neuen Chef: Puneet Chhatwal führt künftig als Vorstandssprecher die Geschicke der Frankfurter Hotelgruppe. Der 48-jährige sammelte weltweit Erfahrung in der internationalen Top-Hotellerie. Chhatwal, der über mehrere Studienabschlüsse verfügt, verantwortet seit 2002 den Bereich Corporate Development bei der Rezidor Hotel Group in Brüssel. 2007 wurde er als Executive Vice President und Chief Development Officer in den Vorstand der der Gruppe berufen. Binnen fünf Jahren ist Chhatwal nun schon der vierte Chef bei Steigenberger.
Ein Hotel in dem Eifeldörfchen Bekond (2010: 797 Einwohner) ist Gegenstand heftiger politischer Diskussionen im russischen Parlament, wie der Trierische Volksfreund berichtet. Der Grund: Abgeordneten der Duma ist es verboten, unternehmerisch tätig zu sein. Hierzu zählt auch der Besitz von Immobilien im Ausland. Das Bekonder Hotel soll der Ehefrau eines Duma-Abgeordneten der Putin-Partei "Geeintes Russland" gehören. Da einem Oppositionspolitiker in dem Parlament kürzlich wegen ausländischen Immobilienbesitzes das Mandat entzogen wurde und der Kreml eine Verschärfung der Regeln plant, schlagen die Wellen jetzt hoch. Da jetzt sogar eine russische Demonstration in der Eifel in Planung sein soll, kann man sich den Namen Bekond schon mal merken.