Accor-Umsätze im dritten Quartal sinken um 68,7 Prozent 

| Hotellerie Hotellerie

Die Einnahmen von Europas größter Hotelgruppe beliefen sich im dritten Quartal 2020 auf 329 Millionen Euro, was einem Rückgang um 68,7 Prozent entspricht. Accor-Chef Basin spricht aber von einer deutlichen Erholung des Geschäfts während der Sommersaison.

Der RevPAR ging im dritten Quartal 2020 um 62,8 Prozent zurück. Im zweiten Quartal war der RevPar um 88,2 Prozent gesunken Diese Verbesserung spiegelt, laut Accor, eine Erholung des Geschäfts in allen Regionen wider, insbesondere in Europa während der Sommersaison. Der Rückgang der Freizeitkunden sowie die Einführung neuer Beschränkungen nach Ende August drückten jedoch die Erholung im September nach unten.

Accor eröffnete im dritten Quartal des Jahres 57 Hotels oder 7.800 Zimmer. Ende September 2020 betrieb die Gruppe 750.135 Zimmer (5.121 Hotels), mit einer Pipeline von 208.000 Zimmern (1.192 Hotels), die zu 75 Prozent in den Schwellenländern betrieben wurde. Ende September 2020 waren 90 Prozent der Hotels der Gruppe, d.h. über 4.600 Einheiten, für den Betrieb geöffnet.

Sébastien Bazin, Vorsitzender und Chief Executive Officer von Accor, sagte: "Unsere Ergebnisse im dritten Quartal deuten auf eine deutliche Erholung des Geschäfts während der Sommersaison hin. Das Schlimmste der Krise liegt nun hinter uns, aber unsere Hauptmärkte sind immer noch erheblich von den Maßnahmen betroffen, die zur Bekämpfung der Gesundheitskrise eingeführt wurden. Lediglich China meldet solide Leistungen und dürfte sein Aktivitätsniveau vor der Krise rasch wieder erreichen. 
Vor diesem nach wie vor unsicheren Hintergrund sind Disziplin, Anpassungsfähigkeit und Kostenkontrolle von entscheidender Bedeutung. Wir setzen die Umgestaltung unserer Organisationen fort, um die Gruppe noch effizienter und agiler zu machen und uns auf die rentabelsten und vielversprechendsten Märkte und Segmente zu konzentrieren. Wir setzen auch zusätzliche Einnahmequellen ein, in unseren Hotels und in unserem Treueprogramm. Diese Anstrengungen werden uns helfen, schneller vom Aufschwung zu profitieren und unsere ehrgeizige Entwicklung der Gruppe fortzusetzen".


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Urlaub an der Nordseeküste, auf den Ostfriesischen Inseln und in der Lüneburger Heide: Die Zahl der Gäste und Übernachtungen übertrifft erstmals das Vor-Corona-Niveau.

Die Schweizer Beherbergungsbranche erreicht 2025 mit fast 44 Millionen Übernachtungen einen neuen Rekord. Während Stadthotels und Fernmärkte wie China und die USA das Wachstum treiben, belasten steigende Kosten und sinkende Margen die Betriebe.

Das Bio Berghotel Ifenblick im Allgäuer Bergdorf Balderschwang hat nach umfangreichen Umbaumaßnahmen neu eröffnet. Zentraler Bestandteil ist das neu geschaffene Panorama-Spa mit Outdoor-Infinity-Pool und Hallenbad.

Das Conrad Hamburg erweitert sein Angebot im Levantehaus um ein 1.000 Quadratmeter großes Spa. Neben dem größten Hotelpool der Stadt setzt das Haus auf ein neuartiges Longevity-Konzept mit medizinisch orientierten Anwendungen.

Das Grand Hotel Central in Barcelona hat sein Wellness-Angebot erweitert. Auf der hoteleigenen Dachterrasse „La Terraza del Central“ wurde eine Panorama-Sauna in Betrieb genommen, die Gästen einen direkten Blick über die Stadt ermöglicht.

Limehome baut sein Angebot in München massiv aus. Durch die Übernahme des Hotel Miano in Pasing und einen geplanten Neubau nahe dem Hauptbahnhof kommen 174 neue Einheiten zum Portfolio hinzu. Der Fokus liegt dabei auf der digitalen Transformation bestehender Hotelstrukturen.

Die Region Hannover bleibt das Schlusslicht bei der deutschen Hotelzimmerauslastung. Während andere Großstädte deutlich höhere Werte erzielen, streitet die Branche in Hannover über die Verwendung der Beherbergungssteuer und fordert eine effektivere Vertriebsstrategie für den Tourismusstandort.

Hamburg festigt seine Rolle als Tourismusmagnet: Mit 16,5 Millionen Übernachtungen und der bundesweit höchsten Hotelauslastung blickt die Hansestadt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Für 2026 versprechen große Jubiläen, neue Musical-Premieren und Museumsprojekte weiteres Wachstum.

Mit der Eröffnung des Palazzo San Gottardo Lake Como bringt die Radisson Hotel Group ihre Radisson Collection erstmals nach Como. Das restaurierte Gebäude aus dem Jahr 1926 kombiniert historische Architektur mit drei Gastronomiekonzepten und einem Spa-Bereich.

Die Seminaris Hotels machen Zero Waste zum festen Grundprinzip in der Veranstaltungsgastronomie. Bis Ende 2026 soll der Anteil nachhaltiger Speisekonzepte in allen acht Häusern deutlich ausgebaut werden.