Baustart in Miami: Airbnb eröffnet zukünftig eigene Hotels

| Hotellerie Hotellerie

Viele Hoteliers betrachten Airbnb mit Argwohn. Doch nun wird aus dem ungeliebten Zimmervermittler ein Kollege. Airbnb entwickelt und eröffnet in Städten wie Miami, Austin, Orlando und Nashville Apartmenthäuser, die auch Hotelzimmer anbieten. Der Vorstoß in die Hotellerie markiert wohl nur den Anfang des Einstiegs von Airbnb in das klassische Beherbergungsgewerbe.

Mit der Aufnahme von Boutique-Hotels auf die Plattform und der Übernahme von HotelTonight(Tageskarte berichtete), einer App die Rabatte auf Hotelzimmer bei Last-Minute-Buchungen vermittelt, hat sich Airbnb bereits deutlich auf die Hotellerie zubewegt. Mit der Eröffnung der Apartmenthäuser und Hotelzimmer folgt nun der nächste Schritt in Richtung klassischer Hotelgesellschaft.

So arbeitet Airbnb in Florida mit der Newgard Development Group zusammen, um einen 48-stöckigen Wohnturm in der Innenstadt von Miami namens Natiivo zu eröffnen. Das Gebäude soll 412 Eigentumswohnungen und 192 Hotelzimmer bieten – alle Behausungen werden über Airbnb vermietet, berichtete Christopher Cameron von der New York Post. Demnach soll das Natiivo Miami, das im Frühjahr 2022 eröffnet, eines von mehreren Gebäuden der Marke Airbnb werden. Weitere Häuser sollen in Austin, Nashville und Orlando entstehen.

Airbnb wird nicht Inhaber der Immobilien, noch Betreiber des Hotelgeschäftes, sondern Marken- und Ratgeber in Sachen Innenarchitektur.

Schnäppchen sollen die Apartments beispielweise in Nashville nicht sein. Die Studio Apartments starten bei Mitpreisen von 2.392 Dollar pro Monat ein Einzelzimmer bei 2.612 Dollar. Apartments mit zwei Schlafzimmer kosten ab 4.195 Dollar. Und bei Natiivo Miami sind Eigentumswohnungen derzeit von 350.000 bis 1,2 Millionen Dollar gelistet.


 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.