Berlin rechnet mit vielen Gästen an Ostern

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An Ostern könnte Berlin wieder mehr Gäste anziehen. Die Tourismuswerber der Stadt und der Hotel- und Gaststättenverband rechnen mit einer vergleichsweise hohen Auslastung der Hotels.

«Die Vorbuchungsstände sehen sehr vielversprechend aus», sagte Verbands-Hauptgeschäftsführer Thomas Lengfelder der Deutschen Presse-Agentur. Bereits jetzt seien die Hotels über Ostern zwischen 60 und 75 Prozent ausgebucht, sagte der Geschäftsführer der Tourismusgesellschaft, Burkhard Kieker. «Wir rechnen aber mit mehr, weil die Menschen immer kurzfristiger buchen.»

Aktuell ist die Lage nach Angaben des Dehoga jedoch katastrophal. Der Umsatz pro verfügbarem Hotelzimmer im Zeitraum 1. Januar bis 21. März 2022 liege im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 bei minus 58,1 Prozent. «Aber ab Ende März, Anfang April hellt sich die Lage auf», sagte Lengfelder.

Kieker sieht eine große Reiselust der Menschen. «Aber wir sehen auch beim Kongress- und Tagungsgeschäft, also bei Firmentreffen, einen großen aufgestauten Nachholbedarf.» Die Tourismusgesellschaft sei deshalb sehr optimistisch.

Das Jahr 2021 sei laut Kieker insgesamt besser gelaufen als 2020, obwohl in Berlin bis zum 11. Juni 2021 ein Übernachtungsverbot galt. Nach Angaben des Amts für Statistik kamen im vergangenen Jahr 5,1 Millionen Gäste nach Berlin und sorgten für knapp 14 Millionen Übernachtungen. Das waren aber noch immer rund 59 Prozent weniger Übernachtungen als vor der Pandemie im Jahr 2019.

Die Rekordzahlen von 2019 hält Kieker dieses Jahr noch nicht für erreichbar. «Ich glaube damit können wir frühestens nächstes Jahr rechnen», sagte Kieker.

Es mangelt nach seien Angaben an Mitarbeitenden. «Die gesamte Branche hat weltweit damit zu kämpfen, dass noch nicht alle wieder da sind, die aufgehört haben», sagte Kieker. «Ich glaube aber, dass wir einen Besucheransturm zu Ostern in der Stadt auch gut bewältigen können.» Berlin habe auch viele ukrainische Flüchtlinge hier, die nach Arbeit suchten, sagte Kieker.

Auch am Flughafen BER stellen sich die Betreiber auf größeren Andrang ein. Bis zu 70 000 Fluggäste erwarten sie in der Osterzeit pro Tag. Eigentlich bietet der Flughafen Platz für deutlich mehr Passagiere. Die Corona-Bestimmungen verlängern jedoch die Abfertigung. In den Herbstferien kamen Personalengpässe bei der Kontrolle hinzu - was ins Chaos führte. Passagiere warteten stundenlang, verpassten teilweise ihre Flüge.

Damit sich das nicht wiederholt, ging am BER vor kurzem Terminal 2 in Betrieb. Dort können mehr als 10 000 Fluggäste einchecken. Mögliche Personalausfälle durch Corona sind damit aber nicht ausgeschlossen. Flughafenchefin Aletta von Massenbach sagte, dass auch in den nächsten Monaten punktuell immer wieder Geduld und Zeit erforderlich sein werden. (dpa)


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