Bundeskartellamt prüft Betreiberwechsel von Revo-Herbergen zu B&B-Hotels

| Hotellerie Hotellerie

Das Bundeskartellamt befasst sich mit einem weiteren Betreiberwechsel im Zuge der Insolvenz der Revo Hospitality Group. In der aktuellen Liste der angemeldeten Zusammenschlussvorhaben führt die Behörde den Vorgang „B&B-Hotels Holding GmbH (D), Erwerb mehrerer Hotelbetriebe der Revo Hospitality Group in Deutschland“ auf.

Nach den bislang bekannten Informationen geht es dabei nicht um den Erwerb der Hotelimmobilien, sondern um die Übernahme des Hotelbetriebs beziehungsweise der Betreiberverträge für mehrere Standorte. Das Bundeskartellamt verwendet in seiner Veröffentlichung den Begriff „Erwerb“, wie er im Rahmen von Zusammenschlussverfahren üblich ist.

Nach Motel One erreicht weiterer Betreiberwechsel das Bundeskartellamt

Mit der Anmeldung wird ein weiterer Schritt im laufenden Investorenprozess der insolventen Revo Hospitality Group sichtbar. Bereits zuvor hatte das Bundeskartellamt den geplanten Betreiberwechsel mehrerer Revo-Hotels zu Motel One veröffentlicht.

Auch die von den Sanierungsgeschäftsführern Gordon Geiser und Benedikt de Bruyn im Juli bekanntgegebenen Pläne hatten einen Einstieg von B&B Hotels vorgesehen. Damals hatten die Sanierer erklärt, man stehe kurz vor einer Vereinbarung über einen hohen einstelligen Bestand an Hotels.

Betroffene Standorte gehen aus Anmeldung bislang nicht hervor

Welche Hotels von dem nun beim Bundeskartellamt veröffentlichten Verfahren konkret betroffen sind, geht aus der Veröffentlichung der Behörde bislang nicht hervor.

Im Zuge der Insolvenz der Revo Hospitality Group waren bereits mehrere künftige Betreiber für Teile des Portfolios genannt worden. Neben B&B Hotels zählen dazu unter anderem Sunday Hotels beziehungsweise Prism, Leonardo Hotels, Motel One sowie Israel Canada Hotels. Der Investorenprozess für das Portfolio der Revo Hospitality Group dauert nach bisherigen Angaben weiter an. (Tageskarte berichtete)

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Wilmina, das Hotel Schani City, das Biohotel Bühelwirt und Franz-Josef Perauer haben die Independent Hotel Show Munich Awards 2026 gewonnen. Die Auszeichnungen wurden am 16. September im MOC München verliehen.

Leonardo Hotels Central Europe übernimmt vier ehemalige Revo-Häuser in Berlin, Düsseldorf und Dortmund. Die Hotels verfügen zusammen über 1.040 Zimmer.

BWH Hotels Central Europe erweitert das Portfolio in der Rhein-Main-Region um das Main Plaza Suite Hotel in Frankfurt am Main. Das von Michael Schramm geführte Haus im Stadtteil Sachsenhausen wechselt in die WorldHotels Elite Collection.

Das Rosewood Hong Kong steht im weltweiten Ranking 50 Best Hotels auf dem ersten Platz. Die vierte Ausgabe des Branchenrankings wurde in Paris im Rahmen einer Live-Zeremonie vorgestellt. Aus Deutschland schaffte es kein Hotel auf die Liste.

nhow Hotels & Resorts bietet im nhow Frankfurt sechs Gaming Rooms und zwei mobile Gaming Suitcases an. Für 2027 kündigt Minor Hotels weitere Gaming Rooms in Belgien und den Niederlanden an.

Das Biohotel Eggensberger am Hopfensee bleibt bis voraussichtlich Ende März 2027 geschlossen. Bei dem nach Angaben der Allgäuer Zeitung millionenschweren Umbau sollen unter anderem ein Zwischenbau, zusätzliche Zimmer und neue Wellness-Einrichtungen entstehen.

Bis Anfang Oktober sollen nach Angaben der Sanierungsgeschäftsführer 154 der 178 insolventen Revo-Hotels an neue Betreiber übergeben werden. 15 Häuser seien geschlossen worden, für neun weitere würden noch neue Betreiber gesucht.

Das Europäische Unterkunftsbarometer 2026 von Booking.com weist für deutsche Beherbergungsbetriebe zurückhaltendere Einschätzungen als im europäischen Durchschnitt aus. Unterschiede zeigen sich bei Auslastung, Tagessätzen und Cybersicherheit.

Auf Booking Holdings entfielen 2025 insgesamt 70,5 Prozent der deutschen OTA-Buchungen. Die HOTREC-Distributionsstudie zeigt zudem Unterschiede zwischen Individual- und Kettenhotels sowie abweichende Stornoquoten der Vertriebskanäle.

Einer der größten Insolvenzfälle der europäischen Hotellerie steht vor dem Abschluss: Bis Anfang Oktober übernehmen fünf internationale Hotelgruppen sowie weitere Investoren 154 insolvente Hotels der Revo Hospitality Group und sichern damit den Großteil der Arbeitsplätze.