BWH Hotels meldet stabilen Umsatz für 2025

| Hotellerie Hotellerie

BWH Hotels Central Europe hat ihre Bilanz für das vergangene Jahr vorgelegt und verzeichnet trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds eine konstante Entwicklung. Der Netto-Gesamtumsatz belief sich im Jahr 2025 auf 921,8 Millionen Euro, was einem minimalen Anstieg gegenüber den 921,5 Millionen Euro des Vorjahres entspricht. Da dieser Wert zu Beginn des Jahres mit einer geringeren Anzahl an Betrieben erwirtschaftet wurde, ergibt sich bereinigt ein moderates Wachstum. Besonders im Bereich der Logis konnte die Gruppe ein Plus von rund zwei Prozent erzielen.

Positive Kennzahlen bei Auslastung und Zimmerpreisen

Die betriebswirtschaftlichen Leistungsindikatoren der Gruppe, die zur Dehag Hospitality Group gehört, entwickelten sich im Berichtszeitraum positiv. Die Belegungsquote der angeschlossenen Häuser stieg von 58,1 Prozent auf 58,9 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich der durchschnittliche Zimmerpreis von 111,11 Euro auf 112,04 Euro. Daraus resultiert ein Anstieg des Erlöses pro verfügbarem Zimmer von 64,55 Euro auf 65,99 Euro.

Für den Januar 2026 meldet das Unternehmen bereits eine Fortsetzung dieser Tendenz mit einem Zuwachs von 1,6 Prozent beim Logisumsatz über alle Häuser hinweg. Geschäftsführerin Carmen Dücker kommentiert die Lage wie folgt: „Wie im vergangenen Jahr so sehen wir auch in diesem Jahr einer stabilen Geschäftsentwicklung entgegen, die sich bei weiterhin deutlich zu hohen Kosten und einer schwierigen weltpolitischen Lage behaupten kann.“

Expansion im Bereich der Langzeitaufenthalte

Das Portfolio der Gruppe vergrößerte sich im Verlauf des Jahres 2025 deutlich. Während im Januar noch 206 Hotels mit 22.662 Zimmern zum Verbund gehörten, stieg die Zahl bis zum Dezember auf 222 Hotels mit insgesamt 23.305 Zimmern. Damit hat das Wachstum wieder das Niveau aus der Zeit vor der Pandemie erreicht. Ein wesentlicher Bestandteil der Strategie ist die Kooperation mit Ipartment im Segment für Langzeitaufenthalte, die aktuell acht Häuser umfasst und weiter ausgebaut werden soll.

Für das laufende Jahr 2026 ist der Anschluss von insgesamt 17 neuen Hotels vorgesehen. Erste Verträge für Standorte in Bochum und Wilhelmshaven wurden bereits unterzeichnet. Laut Marcus Smola, Geschäftsführer der BWH Hotels Central Europe, zeigten jüngste Marktverwerfungen und Insolvenzen die Verwundbarkeit der Branche. Er betont die Bedeutung der Markenidentität: „Es ist uns wichtig, dass wir nicht nur eine Markenwelt nach außen aufbauen, sondern diese durch und durch leben und so zusammen mit unseren individuellen Mitgliedshotels eine Authentizität generieren, die sich in herausfordernden Wettbewerbszeiten behauptet.“

Steigende Relevanz der zentralen Vermarktung

Ein zentraler Pfeiler für die Mitgliedsbetriebe bleibt die Unterstützung durch die Dachorganisation. Die sogenannte Marken-Beitrag erhöhte sich von 60 Prozent im Vorjahr auf nun 62 Prozent. Dies bedeutet, dass die Gruppe inzwischen einen Großteil des Zimmerumsatzes der angeschlossenen Hotels zentral steuert.

Angesichts steigender Vertriebskosten und einer zunehmenden Komplexität in der Distribution setzt das Unternehmen auf ein neues Beratungskonzept. „BWH Hotels managet heute zwei Drittel des Logisumsatzes seiner angeschlossenen Hotels – Tendenz eindeutig steigend“, so Dücker. Smola ergänzt, dass Hoteliers verstärkt Unterstützung in der Vermarktung suchen, weshalb das neue Programm die Rolle der Gruppe als operativer und strategischer Partner im Markt festigen soll. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Spanien und die Kanaren dominieren die aktuelle Gunst der Urlauber für den Sommer 2026. Der HolidayCheck Award bestätigt zahlreichen Hotels in diesen Regionen eine über Jahre hinweg konstant hohe Gästezufriedenheit.

Die MHP Hotel AG hat ihren Umsatz im ersten Quartal 2026 deutlich gesteigert. Treiber waren laut Unternehmen unter anderem neue Hotels im Portfolio sowie veränderte internationale Reiseflüsse.

 

WorldHotels erweitert sein Portfolio um eine neue Glamping-Marke. Zum Start gehören drei Standorte in den USA und Honduras, weitere Projekte werden geprüft.

Ein LinkedIn-Beitrag von Marco Nussbaum hat eine Debatte über steigende Frühstückspreise in Hotels ausgelöst. In den Kommentaren schildern Hoteliers und Branchenvertreter unterschiedliche Beobachtungen zu Preis, Angebot und Nachfrage.

In Travemünde (Lübeck) soll ein neues Hotelprojekt realisiert werden. Die DSR-Gruppe stellte jetzt das geplante Henri-Hotel vor. Das Haus soll nach Angaben der Beteiligten im Jahr 2027 eröffnet werden.

Die MHP Hotel AG hat die Neupositionierung des Andaz Vienna am Belvedere zum Hyatt Regency Vienna erfolgreich abgeschlossen. Das Haus mit 303 Zimmern setzt künftig verstärkt auf internationale Geschäftskunden und das Tagungssegment.

Die Leonardo Hotels arbeiten künftig mit der SRH Fernhochschule zusammen, um ihren Mitarbeitern vergünstigte Fernstudiengänge und Zertifikate anzubieten. Bei entsprechender Karriereplanung unterstützt der Arbeitgeber die akademische Weiterbildung zudem finanziell.

Die Althoff Hotels bringen ihre Marke Urban Loft nach Zürich und planen für 2028 die Eröffnung eines Hauses mit 173 Zimmern im ehemaligen Löwenbräu-Areal. In Zusammenarbeit mit PSP Swiss Property wird dazu ein bestehendes Bürogebäude umgenutzt.

Die irische Staycity Group expandiert in Berlin und hat einen Pachtvertrag über 20 Jahre für das Projekt Brooks on East unterzeichnet. In den zwei Türmen des Quartiers Media Spree entstehen bis 2027 insgesamt 222 Apartments der Marke Wilde.

Nach einem Großbrand im Luxushotel Klosterbräu in Seefeld ist das Feuer gelöscht. Rund 400 Einsatzkräfte waren beteiligt, sieben Personen wurden leicht verletzt, die Ursache ist noch unklar.