Covivio will drei Millionen Euro in sechs deutschen Hotels einsparen

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Der Immobilienkonzern Covivio erwartet bei sechs deutschen Hotels jährliche Einsparungen von drei Millionen Euro. Das teilte die Hotelimmobiliengesellschaft am 21. Oktober 2026 mit. Die Einsparungen sollen durch eine neue Betreiberstruktur erreicht werden; konkrete Sparmaßnahmen nennt das Unternehmen nicht.

Nach vollständiger Umsetzung entsprächen die erwarteten Einsparungen einer Erhöhung des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen des betreffenden Portfolios um etwa acht Prozent. Covivio Hotels verbinde damit ein Wertsteigerungsziel von rund 40 Millionen Euro.

Im dritten Quartal 2026 habe Covivio Hotels das Management der sechs deutschen Hotels an die Radisson Hotel Group und die Odyssey Hotel Group übertragen. Von der neuen Struktur erwarte die Gesellschaft ein effizienteres Betriebsmodell, eine verbesserte operative Kontrolle und eine Angleichung der Interessen der Beteiligten.

Odyssey unterzeichnete Managementverträge für vier deutsche Hotels von Covivio

Tageskarte hatte bereits über langfristige Hotelmanagementverträge zwischen Covivio und der Odyssey Hotel Group für vier Häuser in Berlin, Leipzig und Potsdam berichtet.

Diese Vereinbarungen betreffen The Westin Grand Berlin, The Westin Leipzig, Radisson Blu Hotel Leipzig und Mercure Hotel Potsdam City. Die vier Hotels gehören Covivio und verfügen zusammen über 1.260 Zimmer sowie mehr als 6.500 Quadratmeter Tagungs- und Veranstaltungsfläche.

Radisson übernahm im August das Management am Berliner Alexanderplatz

Über eine weitere Managementvereinbarung berichtete Tageskarte am 3. September: Die Radisson Hotel Group übernahm zum 1. August 2026 das Management des Park Inn by Radisson Berlin Alexanderplatz. Eigentümer der Immobilie blieb Covivio. Zuvor war das Hotel unter derselben Marke im Rahmen eines Franchisevertrags geführt worden.

Nach damaligen Angaben von Radisson solle das Haus enger an die Technologieplattform, Vertriebsstrukturen und operativen Systeme der Gruppe angebunden werden. Vorgesehen seien der Wechsel auf eine cloudbasierte Hotelverwaltungsplattform und die Modernisierung weiterer operativer Anwendungen, um Abläufe zu vereinfachen. Jürgen Gangl leite das Hotel mit seinen 1.029 Zimmern weiterhin als General Manager.

Covivio steigert seine Hotelerlöse bis September auf 270 Millionen Euro

Für die ersten neun Monate 2026 meldet Covivio Hotels außerdem einen Anstieg der Hotelerlöse auf Konzeranteilsbasis um 4,7 Prozent auf 270 Millionen Euro. Auf vergleichbarer Basis habe das Wachstum zwei Prozent betragen. Zum Erlösanstieg hätten jüngste Zukäufe in Mailand und Spanien beigetragen.

Feste Mieterträge machten nach Unternehmensangaben 55 Prozent der Hotelerlöse aus. Sie seien auf vergleichbarer Basis um 1,6 Prozent gestiegen. Inflationsabhängige Mietanpassungen hätten bislang nur begrenzt beigetragen; ab 2027 erwarte die Gesellschaft daraus einen stärkeren Wachstumsbeitrag.

Die variablen Erlöse mit einem Anteil von 45 Prozent hätten auf vergleichbarer Basis um 2,4 Prozent zugelegt. Für Deutschland nennt Covivio Hotels einen Anstieg um 5,8 Prozent, für Spanien um 21 Prozent, für Großbritannien um elf Prozent und für Frankreich um 1,5 Prozent. Belgien sei als einziger Standort von der positiven Entwicklung ausgenommen gewesen. Als Belastung nennt die Gesellschaft die dortige Mehrwertsteuererhöhung.

Parallel habe Covivio Hotels ein neues Hotelumbauprojekt im Stadtzentrum von Toulouse begonnen. Das laufende Renovierungsprogramm umfasse zwölf Projekte mit noch ausstehenden Investitionen von 138 Millionen Euro. Davon entfielen 97 Millionen Euro auf den Konzernanteil. Die durchschnittliche erwartete Rendite auf die Investitionen beziffere die Gesellschaft auf 13 Prozent.

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