Cyber-Angriff auf H-Hotels.com: Kommunikation teilweise lahmgelegt

| Hotellerie Hotellerie

Unbekannte haben am 11. Dezember 2022 einen Cyber-Angriff auf das IT-Netzwerk des Hotelunternehmens H-Hotels.com verübt, der zu Einschränkungen in der digitalen Kommunikation führt.

Der Cyberangriff war am Sonntag von den IT-Sicherheitssystemen der Hotelgesellschaft entdeckt worden. Nach ersten Erkenntnissen interner und externer IT-Spezialisten ist es Cyberkriminellen bei einem professionellen Angriff gelungen, die Schutzsysteme der IT zu durchbrechen. Nach Feststellung des Cyberangriffs wurden die IT-Systeme unverzüglich heruntergefahren und vom Internet getrennt, um weitere Ausbreitungen abzuwehren.

Der laufende Hotelbetrieb in den einzelnen Hotels der Gruppe ist sichergestellt und Buchungen werden in den Hotels wie gewohnt angenommen. Anfragen per E-Mail können aktuell nicht bzw. nicht zeitnah beantwortet werden. Kundinnen und Kunden wird empfohlen, das gewünschte oder bereits gebuchte Hotel im Falle eines Kontaktwunschs telefonisch zu kontaktieren.

 

H-Hotels.com hat unmittelbar die zuständigen Ermittlungsbehörden informiert und Strafanzeige erstattet. In enger Abstimmung mit den Ermittlungsbehörden untersuchen derzeit IT-Forensiker alle betroffenen IT-Systeme, um Spuren für weitere Ermittlungen zu sichern. Diese Arbeiten werden einige Tage dauern. Im Anschluss werden sämtliche Systeme bereinigt und alle Daten abschließend überprüft, um eine Fortsetzung des Cyberangriffs oder einen erneuten Cyberangriff ausschließen zu können.

Stand Montagabend liegen den beauftragten IT-Forensikern keine Hinweise darauf vor, dass relevante oder personenbezogene Daten durch den Cyber-Angriff entwendet werden konnten. Hierzu wird es in den kommenden Tagen in Abstimmung mit den Ermittlungsbehörden und der zuständigen Datenschutzbehörde weitere Untersuchungen geben. Sollte im Zuge dieser Untersuchungen ein Datenabfluss von personenbezogenen Daten festgestellt werden, wird H-Hotels.com die betroffenen Personen informieren.

Aus ermittlungstaktischen Gründen und aufgrund der laufenden Untersuchungen können derzeit keine weiteren Informationen gegeben werden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.