Die nordrhein-westfälische Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Bettina Gayk, warnt vor Betrugsversuchen nach Cyberangriffen auf Hotelbuchungsportale. In ihrer Mitteilung vom 7. Oktober 2026 verweist sie auf Meldungen der Datenschutzbehörde Mecklenburg-Vorpommern. Dort seien in den vorangegangenen Wochen ungewöhnlich viele solcher Fälle gemeldet worden.
Kriminelle hätten aus Buchungsportalen Gästedaten von Hotels, Campingplätzen und Ferienwohnungen erbeutet. Offenbar seien Stamm- und Buchungsdaten abgeflossen, in einzelnen Fällen auch Bank- und Zahlungsdaten. Mit diesen Informationen versuchten die Täter nun, an Geld zu gelangen.
Die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern habe sowohl betroffene Gäste als auch Hotels, Campingplätze und Vermieter von Ferienwohnungen zur Vorsicht aufgerufen.
Kriminelle fordern Gäste zur Verifizierung ihrer Kreditkartendaten auf
Die NRW-Datenschutzbeauftragte beschreibt Nachrichten, die Gäste über Nachrichtendienste oder per E-Mail erhielten und die vermeintlich von Hotels, Campingplätzen oder Ferienwohnungsvermietern stammten. Darin würden die Empfänger beispielsweise aufgefordert, ihre Kreditkartendaten zu verifizieren.
Solche Nachrichten könnten den Mitteilungen tatsächlicher Unterkunftsanbieter zum Verwechseln ähnlich sehen. Regelmäßig forderten die Täter zu schnellem Handeln auf und bauten damit zeitlichen Druck auf. Bei Aufforderungen zur Verifizierung ihrer Kreditkartendaten sollten Verbraucher misstrauisch werden.
Gayk empfiehlt, Zweifel durch direkten Kontakt mit der Unterkunft zu klären: „Wer Zweifel hat, sollte der Sache auf den Grund gehen und lieber einmal zu viel als zu wenig bei der Unterkunft anrufen.“
Gayk verweist auf wiederkehrende Betrugswellen in der Tourismusbranche
Auch in Nordrhein-Westfalen habe es wiederholt solche Betrugswellen gegeben, erklärt Gayk. Einige Cyberkriminelle hätten sich auf die Tourismusbranche spezialisiert und suchten aktiv nach Möglichkeiten, Buchungsdaten zu erlangen.
Die Betrugsmaschen seien auch den Aufsichtsbehörden weiterer Bundesländer bekannt. Die Fälle in Mecklenburg-Vorpommern zeigten nach Einschätzung der Datenschutzbeauftragten, dass Urlauber überall und jederzeit wachsam sein sollten, auch wenn zwischen den Betrugswellen zeitweise Ruhe einkehre.
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