DEHOGA: Berliner Hotels über Weihnachten geschlossen oder leer

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Die Berliner Hotelbranche rechnet für die Zeit um Weihnachten mit weitgehend leeren Häusern. «Die Belegung wird bei fünf Prozent liegen, wenn überhaupt», sagte Thomas Lengfelder, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Berlin, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Ein Drittel der Berliner Hotels sei über Weihnachten ohnehin geschlossen.

Gäste, die auf Verwandtenbesuch nach Berlin kommen, erwartet der DEHOGA kaum: «Das werden eher ein paar Dutzend als einige Hundert sein», sagte Lengfelder. Grundsätzlich ist das in Berlin trotz des Lockdowns wegen der Corona-Pandemie aber weiter möglich.

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop erklärte die Regelung nach der Senatssitzung am Dienstag: «Bei den Übernachtungen ist es so, dass wir sehr klar appelliert haben, Reisen im Rahmen der Weihnachts- und Silvesterfeiertage zu unterlassen, wo nicht nötig», so die Grünen-Politikerin.

«Notwendige private Gründe», die Hotelübernachtungen in Berlin erlauben, könnten aber auch bei Familienbesuchen geltend gemacht werden, etwa wenn die 87-jährige Tante sonst ganz alleine wäre. Der DEHOGA sieht das kritisch: «Die Hotellerie hätte sich eine ganz klare Ansage gewünscht: Ist es erlaubt oder nicht? Halb schwanger gibt's nicht», sagte Lengfelder.

«Wenn jemand anruft und möchte was reservieren. Dann frage ich als Hotelier: "Warum kommen Sie denn?" Das ist doch praxisfremd», kritisierte Lengfelder. «Ein Reservierungsmitarbeiter kann nicht dokumentieren, ob das tatsächlich ein Verwandtschaftsbesuch ist und der darüber hinaus auch noch notwendig ist.» Das sei nicht praktikabel. «Wir gehen aber nicht davon aus, dass die Ordnungsämter am Heiligabend die Gästelisten durcharbeiten und bei jedem Gast versuchen herauszufinden, ob der seine Tante besucht. Und dann auch noch, ob die 87 ist.» (dpa)


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