DEHOGA Hamburg erwartet keinen Gästeansturm nach Öffnung der Hotels

| Hotellerie Hotellerie

Nach dem Ende des Verbots touristischer Übernachtungen erwartet der Hotel- und Gaststättenverband keinen Ansturm auf die Hamburger Hotels. Es fehlten die Gründe für eine Reise nach Hamburg, sagte DEHOGA-Vizepräsident Niklaus Kaiser von Rosenburg.

«Es gibt kein Musical, keine Events, keinen Hafengeburtstag, nur staatliche Kultur und auch die mit starken Einschränkungen.» Wer in diesen Tagen Bekannte oder Verwandte in Hamburg besuchen wolle, habe sich bereits eine Unterkunft im angrenzenden Schleswig-Holstein oder Niedersachsen reserviert.

Die Hotels durften seit dem 2. November nur Geschäftsleute oder Menschen mit dringenden familiären Angelegenheiten aufnehmen. Lediglich zu Weihnachten waren Ausnahmen erlaubt. Für die Häuser, die Geschäftsreisende beherbergten, sei es jetzt nur eine Kapazitätserweiterung, sagte Kaiser von Rosenburg.

Andere Hotels würden aber aus dem Tiefschlaf geweckt. Es müsse Personal organisiert werden, Lieferanten müssten die Getränke- und Kühllager auffüllen. Der Betrieb werde voraussichtlich erst Ende Juni normal laufen. Wegen des Vorlaufs sei es aber gut, dass die Öffnung jetzt gekommen sei, sagte der Dehoga-Vize. Sonst wären weitere Buchungen für den Sommer verloren gegangen.

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte am Freitag erklärt, dass die Hotels ab Dienstag wieder öffnen dürfen, vorerst allerdings nur mit 60 Prozent ihrer Kapazität. Hamburg hat nach Dehoga-Angaben rund 350 Hotels mit 70 000 Betten. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Investorenprozess der insolventen Revo Hospitality Group nennen die Sanierer erstmals mehrere Unternehmen, die Hotels aus dem Portfolio übernehmen sollen. Neben bereits bekannten Transaktionen werden unter anderem Prism, Israel Canada Hotels, Leonardo Hotels und B&B Hotels genannt. Ein weiterer Investor bleibt vorerst ungenannt.

Accor plant einen deutlichen Ausbau seines Hotelgeschäfts in China. Der Konzern will die Zahl seiner Häuser in den kommenden fünf bis sechs Jahren auf 1.600 erhöhen und setzt dabei auf neue Luxusprojekte sowie den Ausbau bestehender Partnerschaften.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 nach Angaben von Colliers ein Transaktionsvolumen von rund 625 Millionen Euro erreicht. Investoren richten ihren Blick dabei zunehmend auf die Qualität der Betreiber und die Ausgestaltung der Vertragsstrukturen.

Townscape hat die Baugenehmigung für ein Serviced-Apartment-Projekt in Berlin-Kreuzberg erhalten. Die numa group steht bereits als Mieter fest. Geplant sind 114 Serviced Apartments sowie Gewerbe- und Co-Working-Flächen. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.

Die geplante Übernahme der britisch-niederländischen Hotelgruppe PPHE Hotel Group durch die israelische Fattal Hotel Group ist gescheitert. Grund ist der Widerstand des größten PPHE-Aktionärs Euro Plaza Holdings. Das teilte PPHE im Rahmen seines laufenden strategischen Prüfprozesses mit.

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.