Die Dresscodes in der Sterne-Hotellerie

| Hotellerie Hotellerie

Im Luxussegment der Hotellerie herrschen oft starre Kleiderregeln. So wird im Londoner Ritz Hotel beispielsweise schon vor dem Check-In auf der Homepage bekannt gegeben, zu welchen Anlässen im Haus welche Kleidung zu tragen ist. Andere 5-Sterne-Häuser dagegen lösen diese starre Etikette allmählich auf.

Die Capella Hotel Group, zu der auch der Breidenbacher Hof in Düsseldorf gehört, hat laut Frankfurter Allgemeinen bereits mit seiner Wiedereröffnung 2008 mit den Konventionen gebrochen und möchte Gäste nicht mehr länger nach den Stoffen von Kostümen und Anzügen bewerten. Auch sportliche Kleidung mit Jeans und Turnschuhen ist hier erlaubt. 

Dieser Trend entspricht den gesellschaftlichen Entwicklungen. Auch hochdotierte Manager tragen in der Öffentlichkeit verwaschene Jeans mit Löchern und Chucks und verstecken sich nicht mehr hinter Stehkragen und Krawatten. Im Breidenbacher Hof dürfen die Gäste sowohl im Sakko in der Lounge sitzen, als auch im Jeanshemd mit Leggins. 

Auch in anderen Sterne-Häusern wird zunehmend auf den Dresscode zugunsten des Wohlgefühls der Gäste verzichtet. Dabei ist das Personal ein wichtiger Teil der neuen Lässigkeit. Sie tragen in diesen Hotels keine steifen Uniformen mehr, sondern eher stylische Outfits. Eine solche Arbeitskleidung stärkt das Selbstbewusstsein am Arbeitsplatz und die Identifikation mit dem Unternehmen, was sich wiederum durch eine geringere Fluktuation im Haus bemerkbar macht. Dem Vorbild der Mitarbeiter folgen dann auch die Gäste, die bislang noch in den strengen Kleidervorschriften verwurzelt waren.    


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt verzeichnete im ersten Quartal 2026 einen deutlichen Rückgang. Trotz steigender Betreiberinsolvenzen und hoher Betriebskosten bleibt das Interesse institutioneller Investoren aufgrund geringer Neubauaktivitäten laut Savills aber stabil.

Das Frankfurter Hotel The Florentin stellt seinen neuen, 1.000 Quadratmeter großen Wellnessbereich vor. Das Angebot umfasst neben einem Innenpool und Fitnessbereichen auch spezielle Mitgliedschaften für die Gäste.

BWH Hotels Central Europe hat im Jahr 2025 insgesamt 18 neue Hotels in ihre Gruppe aufgenommen und damit das Ergebnis des Vorjahres um 38 Prozent gesteigert. Für das laufende Jahr strebt BWH ein Wachstum in einer vergleichbaren Größenordnung an.

Das Sporthotel Zoll in Sterzing eröffnet nach Umbau im Juni 2026 neu. Laut Unternehmensangaben liegt der Fokus künftig auf strukturierten Sport- und Trainingsprogrammen. Das Haus hat ein Performance- und Recovery-Center mit 700 Quadratmetern Fläche eingerichtet.

Die TUI Group eröffnet im Mai 2026 mit dem TUI Blue Paro Taktsang ihr erstes Hotel in Bhutan. Das Projekt ist Teil einer Expansionsstrategie, die mehr als 30 neue Hotelvorhaben in Asien umfasst.

Das europäische Hoteltransaktionsvolumen verzeichnet für 2025 ein moderates Wachstum auf 23,6 Milliarden Euro. Während der deutsche Markt mit steigenden Kosten und Pächterinsolvenzen kämpft, gewinnen partnerschaftliche Investmentmodelle und das Luxussegment international an Bedeutung.

Petra Hedorfer hat im Podcast „Zukunft Hotel“ die Aufgaben der Deutschen Zentrale für Tourismus und die Bedeutung internationaler Gäste für Deutschland erläutert. Dabei nannte sie Kennzahlen zu Übernachtungen, Herkunftsmärkten und aktuellen Entwicklungen im Inbound-Tourismus.

Das ehemalige Mercure Hotel am Bielefelder Johannisberg firmiert seit März 2026 als Sunday Hotel unter der Leitung der Prism Group. Während das Personal übernommen wird, plant der Eigentümer Aroundtown Investitionen in die Modernisierung des Hauses.

Der niederländische Hotelbetreiber Fletcher Hotels hat zum 1. April 2026 das Parkhotel Olsberg-Winterberg in Deutschland übernommen. Das teilte das Unternehmen mit. Mit der Übernahme stieg die Zahl der Häuser in Deutschland auf 25 Hotels.

Das Leonardo Köln hat seine dreimonatige Modernisierung abgeschlossen und bietet nun 165 renovierte Zimmer sowie erweiterte Tagungskapazitäten an. Die Investition am Standort Köln umfasst zudem die Neugestaltung der Gastronomie- und Fitnessbereiche.