Erhebliche Mängel am Gebäude - Novum schließt Crowne Plaza Frankfurt

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Novum Hospitality hat die Schließung des Crowne Plaza Frankfurt im Stadtteil Niederrad bestätigt. Das Unternehmen begründet die Entscheidung mit erheblichen Mängeln am Gebäude. Ein sicherer und verantwortbarer Weiterbetrieb sei deshalb nicht mehr gewährleistet gewesen.

Das Hotel hatte seinen Betrieb am 21. September 2026 kurzfristig eingestellt. Gäste mussten das Gebäude verlassen und wurden in anderen Hotels untergebracht. Die „Frankfurter Rundschau“ berichtet, der Betrieb sei gegen 11 Uhr beendet worden.

Novum nennt mehrere Gebäudemängel als Grund für die Schließung

Novum Hospitality führt in seiner Mitteilung Mängel beim Brandschutz, bei der Befestigung von Fassadenelementen und bei der Betriebssicherheit der Aufzüge an. Zudem gehe es um den sicheren Umgang mit vorhandenen asbesthaltigen Baustoffen.

Das Unternehmen erklärt, trotz intensiver Bemühungen sei mit dem nach seiner Darstellung verantwortlichen Eigentümer keine Einigung über notwendige Sanierungsmaßnahmen erzielt worden. Novum nennt weder den Eigentümer noch nähere Einzelheiten zu den Gesprächen.

Nach Unternehmensangaben habe auch der Versicherungsschutz eine Rolle bei der Entscheidung gespielt. Dieser habe aufgrund der Gebäudemängel ab dem Tag der Mitteilung nicht mehr ausgereicht. Ohne ausreichenden Versicherungsschutz lasse sich der Hotelbetrieb aus Sicht von Novum nicht verlässlich fortsetzen.

Samira Etmenan erklärte: „Die Entscheidung zur Schließung ist uns außerordentlich schwergefallen.“ Unter den gegebenen Umständen sei nach Darstellung des Unternehmens keine andere verantwortbare Entscheidung möglich gewesen.

Medien berichteten zuvor über Brandschutzprobleme in dem Hotel

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte zuvor berichtet, der Brandschutz in dem Gebäude sei nicht mehr gewährleistet gewesen. T-online gab unter Berufung auf die Zeitung an, dass es unter anderem Probleme mit der Sprinkleranlage gebe. Teile des Hotels seien wegen Brandschutz- und Wasserschäden nicht nutzbar. Zudem sei Asbest in dem Gebäude festgestellt worden.

Der Hessische Rundfunk nannte mögliche bauliche Schäden als Grund für die Betriebseinstellung. Die nun veröffentlichte Mitteilung von Novum Hospitality bestätigt Gebäudemängel als Hintergrund der Schließung und benennt mehrere betroffene Bereiche.

Das Crowne Plaza Frankfurt Congress Hotel verfügt nach Angaben von t-online über 395 Zimmer und nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ über 14 Geschosse. Auf dem abgesperrten Gelände habe ein Schild mit der Aufschrift „Betreten verboten – Lebensgefahr!“ gehangen.

Gäste wechseln nach der Schließung in andere Hotels

Ein Gast erklärte gegenüber der „Frankfurter Rundschau“, er sei am Morgen darüber informiert worden, dass er seinen Aufenthalt wegen eines Sicherheitsproblems nicht fortsetzen könne. Er sei anschließend in ein anderes Hotel in Eschborn umquartiert worden.

Wie t-online unter Berufung auf die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten berichtet, seien weitere Gäste mit Bussen in andere Hotels gebracht worden. Nach Darstellung der Gewerkschaft seien die Beschäftigten am Morgen mündlich darüber informiert worden, dass der Hotelbetrieb noch am selben Tag beendet werde. Sie sollten demnach widerruflich freigestellt werden.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, 50 Mitarbeiter verlören ihren Arbeitsplatz. Novum Hospitality erklärt in seiner Mitteilung, das Unternehmen befinde sich mit der zuständigen Beschäftigtenvertretung im Austausch über die Zukunft der tarifbeschäftigten Mitarbeiter.

NGG berichtet über Kündigungen vor der Hotelschließung in Frankfurt

Laut NGG seien der Betriebsratsvorsitzende und seine Stellvertreterin bereits am 18. September 2026 fristlos entlassen und mit Hausverbot belegt worden.

Der Hessische Rundfunk berichtet von einer Betriebsversammlung der Belegschaft. Der Betriebsratsvorsitzende erklärte gegenüber dem Sender, er habe seine Kündigung am Freitag in der Post vorgefunden.

T-online zitiert NGG-Gewerkschaftssekretärin Anna Langensiepen mit den Worten: „Das Vorgehen der Unternehmensleitung ist ein beispielloser Vorgang und wirft erhebliche arbeits- und betriebsverfassungsrechtliche Fragen auf.“

Nach dem Bericht von t-online habe die Gewerkschaft angekündigt, die Vorgänge rechtlich zu prüfen und die Beschäftigten sowie die Betriebsratsmitglieder zu unterstützen. Welche Gründe Novum Hospitality für die Kündigungen anführt und ob diese mit der Schließung des Hotels zusammenhängen, sei zunächst unklar geblieben. Die Mitteilung von Novum Hospitality enthält keine Angaben zu den Kündigungen und Hausverboten.

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