Expedia hebt nach starkem zweiten Quartal Jahresprognose an

| Hotellerie Hotellerie

Die Expedia Group hat ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2026 nach einem starken zweiten Quartal angehoben. Das Unternehmen teilte am 5. August 2026 mit, die Bruttobuchungen, der Umsatz und der Gewinn hätten gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich zugelegt. Vor allem das B2B-Geschäft habe sich dynamisch entwickelt.

Expedia meldet zweistelliges Wachstum bei Buchungen und Umsatz

Nach Angaben der Expedia Group stiegen die Bruttobuchungen im zweiten Quartal um zwölf Prozent auf 33,9 Milliarden US-Dollar. Die Zahl der gebuchten Übernachtungen erhöhte sich um sechs Prozent auf 111,5 Millionen. Der Umsatz legte um 14 Prozent auf 4,3 Milliarden US-Dollar zu. Das auf die Aktionäre entfallende Nettoergebnis sei von 330 Millionen US-Dollar auf 878 Millionen US-Dollar gestiegen. Das bereinigte EBITDA habe mit 1,12 Milliarden US-Dollar um 23 Prozent über dem Vorjahreswert gelegen.

Innerhalb des Geschäfts entwickelte sich insbesondere der Unternehmenskundenbereich. Die B2B-Bruttobuchungen seien um 21 Prozent gewachsen, während die B2C-Bruttobuchungen um acht Prozent zulegten. Im Unterkunftsgeschäft habe Expedia ein Wachstum der Bruttobuchungen von elf Prozent ausgewiesen.

Vorstand führt Ergebnis auf mehrere Wachstumsfaktoren zurück

Vorstandschefin Ariane Gorin erklärte, das Unternehmen habe das obere Ende seiner eigenen Prognose übertroffen. Als Gründe nannte sie das Wachstum der Verbrauchermarken, die anhaltende Entwicklung des B2B-Geschäfts sowie die Umsetzung der Unternehmensstrategie. Zudem verwies sie darauf, dass Künstliche Intelligenz eingesetzt werde, um Innovationen schneller voranzutreiben und Abläufe effizienter zu gestalten.

Regional verzeichnete Expedia nach eigenen Angaben außerhalb der USA ein stärkeres Wachstum als im Heimatmarkt. Die Umsätze über internationale Vertriebskanäle seien um 18 Prozent gestiegen, die Erlöse über Vertriebskanäle in den USA um zwölf Prozent.

Unternehmen erhöht Erwartungen für das Geschäftsjahr 2026

Auf Grundlage der Geschäftsentwicklung hob die Expedia Group ihren Ausblick für das Gesamtjahr an. Das Unternehmen erwartet nun Bruttobuchungen zwischen 129,5 und 130,8 Milliarden US-Dollar. Zuvor hatte die Prognose bei 127 bis 129 Milliarden US-Dollar gelegen. Für den Umsatz rechnet Expedia nun mit 16,05 bis 16,22 Milliarden US-Dollar, nachdem bislang 15,6 bis 16,0 Milliarden US-Dollar erwartet worden waren. Auch bei der Entwicklung der bereinigten EBITDA-Marge stellte das Unternehmen einen höheren Wert als bislang in Aussicht.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Auf Booking Holdings entfielen 2025 insgesamt 70,5 Prozent der deutschen OTA-Buchungen. Die HOTREC-Distributionsstudie zeigt zudem Unterschiede zwischen Individual- und Kettenhotels sowie abweichende Stornoquoten der Vertriebskanäle.

Einer der größten Insolvenzfälle der europäischen Hotellerie steht vor dem Abschluss: Bis Anfang Oktober übernehmen fünf internationale Hotelgruppen sowie weitere Investoren 154 insolvente Hotels der Revo Hospitality Group und sichern damit den Großteil der Arbeitsplätze.

Eine aktuelle Studie von HOTREC zeigt eine anhaltend hohe Konzentration im europäischen Hotelvertrieb, bei der zwei Plattformkonzerne den Markt für Online-Reiseagenturen dominieren.

Steigende Zimmerpreise reichen bei einem erheblichen Teil der Hotelbetreiber nicht aus, um den wirtschaftlichen Druck auf die Betriebe auszugleichen. Das zeigt der SELECT Hotel Operator Monitor 2026.

Das ehemalige Frauengefängnis in Berlin-Lichterfelde öffnet ab sofort seine Zellen als Boutique-Hotel für Übernachtungsgäste. Das Angebot umfasst individuell gestaltete Zimmer, Kunstausstellungen und gastronomische Bereiche.

Wenige Tage vor dem Oktoberfest sind viele Münchner Hotels noch nicht ausgebucht. Eine Tageskarte-Stichprobe bei Booking.com zeigt zudem 167 Unterkünfte, die am 15. September noch für die komplette Wiesn vom 19. September bis 4. Oktober durchgängig buchbar waren.

Das erst im Juni eröffnete Hotel Gołębiewski im polnischen Pobierowo hat im Juli und August 88.162 Übernachtungen registriert. Unter den ausländischen Gästen stellten Deutsche mit rund 1.300 Besuchern die größte Gruppe.

Wyndham erweitert Dolce Hotels & Resorts um die neue Marke Dolce Nova. Das Konzept sei von der italienischen Lebensart "il dolce far niente" inspiriert, dem „süßen Nichtstun“, und zielt auf eine bewusstere Art des Reisens ab.

Das Salzburger Hotel Goldener Hirsch hat sein mit einer Haube prämiertes Restaurant Herzl nach einem Umbau in vergrößerte Räumlichkeiten verlegt und bietet nun mehr Sitzplätze bei unveränderter Speisekarte.

Bob W hat seinen ersten österreichischen Standort mit 67 Studio-Apartments in Wien-Döbling eröffnet und setzt dabei auf lokale Partnerschaften und Nachhaltigkeit.