Finanzinvestor erwirbt Mehrheit an Motel One

| Hotellerie Hotellerie

Motel-One-Gründer Dieter Müller verkauft die Mehrheit an seinem Unternehmen. Der europäische Finanzinvestor PAI Partners übernimmt 80 Prozent am operativen Geschäft der Münchner Hotelkette, wie die beiden Unternehmen mitteilen. Müller bleibt Unternehmenschef - zudem verbleibt der zuletzt abgespaltene Immobilienarm der Gruppe bei ihm.

Zum Kaufpreis für den 80-Prozent-Anteil machten die Unternehmen keine Angaben. Der Finanzdienst Bloomberg berichtet, dass die Transaktion Motel One einen Wert von insgesamt 3,5 Milliarden Euro zuweise. Die Motel One Group wurde im Jahr 2000 in München gegründet und betreibt nach eigenen Angaben derzeit 99 Hotels mit knapp 28.000 Zimmern in 13 Ländern. 

Investor hat Erfahrung im Gastgewerbe

«Ich freue mich sehr, PAI mit seiner umfangreichen Erfahrung im Hospitality-Bereich als strategischen Partner willkommen zu heißen», sagte Müller. «Gemeinsam werden wir die internationale Expansion von Motel One weiter beschleunigen und das nächste spannende Kapitel unserer Geschichte schreiben.» PAI ist derzeit unter anderem an der European Camping Group beteiligt. Von 2016 bis 2019 hielt das Unternehmen die B&B Hotels. 

Von PAI hieß es: «Wir wollen das aktuelle Momentum des Unternehmens nutzen und die nächste Wachstumsphase begleiten.» Die Transaktion soll im zweiten Quartal abgeschlossen werden. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Radisson Hotel Group eröffnet in Danzig ihr erstes polnisches Haus der Marke Prize by Radisson. Das Hotel mit 125 Zimmern setzt auf ein funktionales Design im mittleren Preissegment und markiert den Beginn einer Expansion in polnischen Metropolen.

Wyndham meldet für das erste Quartal 2026 ein Wachstum der Systemgröße und der Pipeline auf Rekordniveau. Die laufende Insolvenz der Revo Hospitality Group belastet jedoch das operative Ergebnis durch Gebührenstundungen und führt zur Übernahme von zwei europäischen Hotels.

Whitbread erreicht mit Premier Inn erstmals einen Gewinn im Deutschlandgeschäft und kündigt einen umfassenden Umbau seines Gastronomieangebots an. Medien berichten zudem über einen geplanten Stellenabbau im Zuge der Neuausrichtung.

Bei einer Kontrolle in einem Hotel im Bezirk Landeck hat die Finanzpolizei mehrere nicht gemeldete Arbeitskräfte festgestellt. Die Behörden ermitteln zudem wegen möglicher Arbeitsausbeutung und Menschenhandels.

Zum Ende des ersten Quartals 2026 zeigt die globale Hotel-Pipeline laut CoStar-Daten ein Wachstum in fast allen Weltregionen. Lediglich auf dem amerikanischen Kontinent sind die Aktivitäten in sämtlichen Planungs- und Bauphasen rückläufig.

Hyatt verzeichnet im ersten Quartal ein deutliches Wachstum bei den Managementgebühren und den Zimmerkapazitäten. Trotz geopolitischer Herausforderungen und regionaler Einflüsse hebt der Konzern seine Prognosen für das Gesamtjahr teilweise an.

Mit der Eröffnung des W Sardinia – Poltu Quatu setzt die Marriott-Marke W Hotels ihren Expansionskurs in Italien fort. Das Resort an der sardischen Nordostküste umfasst 157 Zimmer und setzt auf ein Designkonzept mit regionalem Bezug.

Das Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg feiert im Mai 2026 sein 20-jähriges Bestehen und lädt zu einem Tag der offenen Tür ein. Das inhabergeführte Haus setzt weiterhin auf eine Kombination aus gehobener Gastronomie und Tagungsgeschäft.

Die Stiftung der Familie Zech kauft den Öschberghof. Das Luxushotel in Donaueschingen wird Teil der Severin*s Hotels & Resorts. Der Betrieb soll mit bestehender Ausrichtung weitergeführt werden. Michael Artner bleibt nach Angaben des Unternehmens weiterhin verantwortlich für die Leitung des Resorts.

Der Betreiber des Hotels auf Burg Schnellenberg in Nordrhein-Westfalen hat Insolvenz angemeldet. Während der vorläufige Insolvenzverwalter die Sanierungschancen prüft, wird der Betrieb in Attendorn vorerst fortgesetzt.