Hacker greifen Motel One an

| Hotellerie Hotellerie

Motel One ist Ziel eines Hackerangriffs geworden. Dabei sollen Adressdaten von Kunden abgegriffen worden sein, darunter 150 Kreditkartendaten, wie Motel One auf der Plattform X berichtet. Ebenfalls auf der Webseite des Unternehmens schreibt Motel One, dass die Täter in die internen Systeme des Hotelbetreibers eingedrungen seien und vermutlich versucht hätten, eine sogenannte Ransomware-Attacke durchzuführen. Dank umfangreicher Maßnahmen hätten die Auswirkungen relativ geringgehalten werden können. Die Sofortmaßnahmen umfassten die Beauftragung eines zertifizierten IT-Sicherheitsdienstleisters sowie die Zusammenarbeit mit Ermittlungs- und Datenschutzbehörden. Weiter gibt Motel One an, dass die Betroffenen des Hacks informiert worden seien. Der Geschäftsbetrieb sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen. 

Wie verschiedene Medien berichten, habe sich die Cybercrime-Gang AlphV Zutritt zum Netzwerk der Hotelkette verschafft. Die Bande hat Motel One auf ihrer Tor-Leak-Seite in die Liste der Opfer aufgenommen. Die Gruppe gibt an, dass sie über sechs Terabyte Daten erbeutet hätte mit 24.449.137 Dateien. Als Beweis ihres Raubzugs zeigt AlphV Screenshots von Korrespondenz, aber auch interne Zugangsdaten. Die Echtheit der Informationen lässt sich allerdings nicht überprüfen. 

Die Gruppe berichtet weiter, dass die angeblich gestohlenen Daten Buchungsbestätigungen für die letzten drei Jahre enthalten würden. Zu den aufgedeckten Datensätzen gehören Namen, Adressen, Reservierungsdaten, Zahlungsarten und Kontaktinformationen der Kunden. Die ALPHV-Gruppe fügte hinzu, dass die gestohlenen Dateien auch Kreditkarten- und andere vertrauliche Daten der Kunden enthalten.

Die Erpresserbande weist darauf hin, dass das Management der Hotelkette bereits informiert sei und räumt MotelOne eine Frist von fünf Tagen ein, danach, so AlphV, geschehe eine Katastrophe.

 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Österreichs Hotels erwarten für die Wintersaison stabile Übernachtungszahlen, aber rückläufige Betriebsergebnisse. Hohe Beschäftigungskosten, zurückhaltende Gästeausgaben und erschwerte Finanzierungen belasten die Betriebe.

Six Senses plant für 2027 vier Neueröffnungen in Mailand, Spanien, Tel Aviv und Saudi-Arabien. Vorgesehen sind Stadthotels, ein Resort auf einem historischen Anwesen und eine Anlage in einer Wüstenlandschaft.

Das Designer Motel glockna in Fusch an der Großglocknerstraße hat fünf Chalets und einen Infinitypool fertiggestellt. Die Eröffnung des Hotels mit Zimmern, Suiten, Spa und Restaurant ist für den 19. Dezember 2026 geplant.

Hotels unter einer Marke stellen inzwischen 45,5 Prozent der Hotelzimmer in Deutschland. Der DACH-Bericht von Horwath HTL dokumentiert steigende Markenanteile in allen drei Ländern und die Expansion durch Marken- und Betreiberwechsel.

Charlotte Pauls ist in den Bremer Familienbetrieb rund um das Hotel Munte eingetreten. Sie und ihr Cousin Luca vertreten die fünfte Generation der Unternehmerfamilie und sollen Mitte 2027 gemeinsam die Betriebsleitung übernehmen.

Premier Inn meldet zehn Hoteleröffnungen und 19 Prozent mehr Halbjahresumsatz in Deutschland. Zugleich steigt der bereinigte Vorsteuerverlust auf acht Millionen Pfund. Für das Gesamtjahr hält Whitbread am Gewinnziel für Deutschland fest.

Relais & Châteaux stellt seinen 580 Mitgliedern die Plattform MyImpact zur Verfügung. Sie erfasst CO₂-Bilanzen der Hotels und schätzt mögliche Emissionsminderungen; ab 2027 sollen betriebliche Praktiken auch in die Bewertung der Häuser einfließen.

May & Co. plant neben dem Kölner Dom ein Hotel mit rund 250 Zimmern. Die Untergeschosse des bestehenden Büro- und Geschäftshauses sollen erhalten bleiben; die Fertigstellung ist für Mitte 2030 vorgesehen.

Die So!Apart 2026 diskutiert das Verhältnis von Hotellerie und Apartmentsegment sowie Fragen zu Finanzierung und Buchungen über KI-Suche. Die Fachtagung findet am 18. und 19. November im Berliner Metropol statt.

 

Die Hotelstars Union sieht Fortschritte bei der Kennzeichnung der Hotelsterne in KI-Assistenten und auf Buchungsplattformen. Sterne sollten ausschließlich für offiziell klassifizierte Hotels verwendet und Bewertungen europaweit einheitlich dargestellt werden.