Hannover: Aus Ghotel wird Four Points Flex by Sheraton

| Hotellerie Hotellerie

The Chocolate on the Pillow Group hat die Umwandlung ihres Standorts in Hannover abgeschlossen. Nach einer umfassenden Modernisierungsphase wurde das ehemalige Ghotel hotel & living offiziell als Four Points Flex by Sheraton Hannover neu eröffnet. Dieser Schritt ist Teil einer groß angelegten Rebranding-Strategie, mit der das Unternehmen seine verbliebenen Eigenmarken-Standorte in internationale Franchisemarken überführt.

Investitionen in Höhe von 4 Millionen Euro

Für die bauliche, gestalterische und technische Neuausrichtung des Hotels wurden rund 4 Millionen Euro aufgewendet. Die Modernisierungsmaßnahmen umfassten alle 329 Gästezimmer, die nun über zeitgemäße Arbeitsbereiche und kostenfreies WLAN verfügen. Auch die öffentlichen Bereiche, darunter die Flure und das Restaurant, erhielten ein neues Design. In der Lobby und im Empfangsbereich wurden gestalterische Akzente mit Abbildern der Nana-Skulpturen von Niki de Saint Phalle gesetzt, um einen regionalen Bezug zum Standort Hannover herzustellen.

Parallel zu den optischen Veränderungen wurde die technische Infrastruktur vollständig erneuert. Die Einführung eines neuen Property-Management-Systems, eines neuen Kassensystems sowie einer modernisierten IT-Architektur soll die Betriebsprozesse effizienter gestalten und digitale Angebote für die Gäste verbessern.

Fokus auf den Tagungsmarkt und Geschäftsreisende

Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts am Standort Hannover bleibt das Veranstaltungsgeschäft. Das Hotel verfügt über 14 modernisierte Tagungsräume, die mit Tageslicht und aktueller Präsentationstechnik ausgestattet sind. Die Räumlichkeiten bieten Platz für bis zu 120 Personen und richten sich an Organisatoren von Seminaren, Workshops und Meetings.

Der Standort profitiert laut Betreiber von der zentralen Verkehrslage Hannovers und einer konstanten Nachfrage aus dem Messe- und Kongresswesen. Die wirtschaftliche Struktur der Region und die internationale Anbindung schaffen stabile Rahmenbedingungen für den Hotelbetrieb.

Ende der Eigenmarke Ghotel hotel & living

Die Umwandlung in Hannover ist Teil einer Kooperation mit Marriott International. Die Marke Four Points Flex by Sheraton ist speziell auf die Bedürfnisse von Geschäftsreisenden zugeschnitten, wobei der Fokus auf einem klaren Design und einem stabilen Preis-Leistungs-Verhältnis liegt.

Erik Florvaag, Geschäftsführer und geschäftsführender Gesellschafter der The Chocolate on the Pillow Group, kommentiert die Neuausrichtung: „Mit der Eröffnung des Four Points Flex by Sheraton Hannover setzen wir unsere Rebranding-Strategie mit Überführung in eine aufstrebende Franchisemarke weiter fort. Wir schaffen attraktive, marktfähige Produkte für Gäste und stärken die Zusammenarbeit mit Marriott International. Wir setzen auf den Erfolg internationaler Marken und alle daraus resultierenden Mehrwerte für unsere Gäste.“

Im Jahr 2025 wurden bereits vier Häuser der ehemaligen Eigenmarke erfolgreich umgestellt. Mit dem Abschluss des letzten Projekts in Kiel im März 2026 wird die Phase der Eigenmarke Ghotel hotel & living endgültig beendet sein. Das Portfolio der Gruppe ist damit vollständig auf international etablierte Marken ausgerichtet.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Österreichs Hotels erwarten für die Wintersaison stabile Übernachtungszahlen, aber rückläufige Betriebsergebnisse. Hohe Beschäftigungskosten, zurückhaltende Gästeausgaben und erschwerte Finanzierungen belasten die Betriebe.

Six Senses plant für 2027 vier Neueröffnungen in Mailand, Spanien, Tel Aviv und Saudi-Arabien. Vorgesehen sind Stadthotels, ein Resort auf einem historischen Anwesen und eine Anlage in einer Wüstenlandschaft.

Das Designer Motel glockna in Fusch an der Großglocknerstraße hat fünf Chalets und einen Infinitypool fertiggestellt. Die Eröffnung des Hotels mit Zimmern, Suiten, Spa und Restaurant ist für den 19. Dezember 2026 geplant.

Hotels unter einer Marke stellen inzwischen 45,5 Prozent der Hotelzimmer in Deutschland. Der DACH-Bericht von Horwath HTL dokumentiert steigende Markenanteile in allen drei Ländern und die Expansion durch Marken- und Betreiberwechsel.

Charlotte Pauls ist in den Bremer Familienbetrieb rund um das Hotel Munte eingetreten. Sie und ihr Cousin Luca vertreten die fünfte Generation der Unternehmerfamilie und sollen Mitte 2027 gemeinsam die Betriebsleitung übernehmen.

Premier Inn meldet zehn Hoteleröffnungen und 19 Prozent mehr Halbjahresumsatz in Deutschland. Zugleich steigt der bereinigte Vorsteuerverlust auf acht Millionen Pfund. Für das Gesamtjahr hält Whitbread am Gewinnziel für Deutschland fest.

Relais & Châteaux stellt seinen 580 Mitgliedern die Plattform MyImpact zur Verfügung. Sie erfasst CO₂-Bilanzen der Hotels und schätzt mögliche Emissionsminderungen; ab 2027 sollen betriebliche Praktiken auch in die Bewertung der Häuser einfließen.

May & Co. plant neben dem Kölner Dom ein Hotel mit rund 250 Zimmern. Die Untergeschosse des bestehenden Büro- und Geschäftshauses sollen erhalten bleiben; die Fertigstellung ist für Mitte 2030 vorgesehen.

Die So!Apart 2026 diskutiert das Verhältnis von Hotellerie und Apartmentsegment sowie Fragen zu Finanzierung und Buchungen über KI-Suche. Die Fachtagung findet am 18. und 19. November im Berliner Metropol statt.

 

Die Hotelstars Union sieht Fortschritte bei der Kennzeichnung der Hotelsterne in KI-Assistenten und auf Buchungsplattformen. Sterne sollten ausschließlich für offiziell klassifizierte Hotels verwendet und Bewertungen europaweit einheitlich dargestellt werden.