Hotel-Investmentmarkt verzeichnet mehr Transaktionen bei weniger Umsatz

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Auf dem deutschen Hotel-Investmentmarkt ist das Transaktionsvolumen nach den ersten drei Quartalen 2026 auf rund eine Milliarde Euro gesunken. Gleichzeitig stieg die Zahl der Transaktionen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 27 Prozent. Damit wurden bis Ende September so viele Hotelverkäufe registriert wie in keinem Dreivierteljahr seit 2022. 

Die Entwicklung unterscheidet sich deutlich nach der Größe der Transaktionen. Geschäfte bis 50 Millionen Euro legten jeweils um rund 30 Prozent zu. Bei Transaktionen über 50 Millionen Euro sank der Umsatz dagegen um knapp 65 Prozent. Zu den größeren Verkäufen gehörte die Veräußerung von elf Pentahotels in Deutschland, Belgien und Frankreich, darunter sechs Häuser in Deutschland. Hinzu kamen das Intercity Hotel und das Excelsior Hotel in unmittelbarer Nähe der Hauptbahnhöfe von Frankfurt und München. 

Alexander Trobitz, Geschäftsführer und Head of Hotel Services der BNP Paribas Real Estate GmbH, beschreibt den Markt als kleinteiliger strukturiert. „Dementsprechend ist festzuhalten, dass die Marktdynamik im Hotelsektor keineswegs nachgegeben hat, sondern momentan lediglich sehr kleinteilig strukturiert ist“, erklärt Trobitz. 

Ausländische Investoren erreichen fast die Hälfte des Umsatzes

Auch bei den internationalen Anlegern zeigt sich eine höhere Transaktionszahl bei geringerem Volumen. Ausländische Investoren kamen bis Ende September auf rund 500 Millionen Euro und damit auf einen Anteil von gut 48 Prozent am gesamten Umsatz.

In den deutschen Top-7-Städten wurden bis Ende September mehr als 20 Transaktionen abgeschlossen. Das Investmentvolumen summierte sich dort auf rund 508 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Rückgang von knapp 37 Prozent. BNP Paribas Real Estate führt dies auf die geringe Zahl von Transaktionen über 50 Millionen Euro zurück. 

Berlin führt die sieben Großstädte beim Investmentvolumen an

Berlin kam auf rund 186 Millionen Euro und lag damit beim Investmentvolumen an der Spitze der sieben betrachteten Städte. München folgte mit 131 Millionen Euro. Neben dem Excelsior Hotel entfiel dort ein größerer Teil des Volumens auf Verkäufe im Bereich Serviced Apartments.

Frankfurt erreichte 95 Millionen Euro, Hamburg und Düsseldorf jeweils 37 Millionen Euro. Köln kam auf 22 Millionen Euro. Bei den Gästeübernachtungen zeigten sich zugleich für fünf der sieben betrachteten Tourismusmetropolen konstante oder leicht steigende Halbjahreswerte gegenüber 2025. 

Im vierten Quartal weitere Großtransaktionen erwartet

Für die weitere Entwicklung verweist BNP Paribas Real Estate auf die Gästezahlen sowie auf die Entwicklung der Kennzahlen zu Auslastung, durchschnittlichem Zimmerpreis und Erlös je verfügbarem Zimmer. Gleichzeitig blieben Investoren bei ihren Ankaufsentscheidungen selektiv. 

Für das Gesamtjahr 2026 zeichnet sich nach Einschätzung von BNP Paribas Real Estate ein bundesweites Hotel-Investmentvolumen von rund 1,5 Milliarden Euro ab. Trobitz erwartet, dass bereits am Markt befindliche Transaktionen, darunter mehrere im Bereich der 100-Millionen-Euro-Schwelle, die Abschlussdynamik im vierten Quartal erhöhen und das Gesamtvolumen insbesondere durch größere Transaktionen anheben könnten.


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