Hotelier Manfred Gangnus verstorben 

| Hotellerie Hotellerie

Mit großer Betroffenheit haben Vorstand und Geschäftsführung des Hotelverbandes Deutschland (IHA) die Nachricht vom Tode des ehemaligen Schatzmeisters Manfred Gangnus (73) vernommen. Manfred Gangnus ist am Montagmorgen in seiner Wahlheimat Bad Neuenahr durch Herzversagen aus dem Leben gerissen worden. „Wir verlieren in Manfred Gangnus einen langjährigen Wegbegleiter und Freund. Mit seinem fundierten Fachwissen und bewundernswertem Einsatz hat er sich große Verdienste um die Hotellerie erworben. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie. Wir werden ihm ein ehrendes Ansehen bewahren“, erklärt IHA-Vorsitzender Otto Lindner. 

Manfred Gangnus wurde im Jahr 2000 erstmals in den Beirat des Hotelverbandes Deutschland (IHA) gewählt. Im Jahr 2006 rückte er in den Vorstand auf und übernahm von seinem Vorgänger Helmuth Mahnkopf das besonders verantwortungsvolle Amt des Schatzmeisters. Die finanziellen Geschicke des Fachverbands der Hotellerie in Deutschland prägte Manfred Gangnus 14 Jahre lang bis zu seinem Rückzug aus dem Vorstand im Jahr 2020. Von 2016 bis 2020 gehörte Manfred Gangnus zudem dem Präsidium des DEHOGA Bundesverbandes an. 

Nach Studium des Maschinenbaus, der Industriewerbung und der Betriebspsychologie an der Fachhochschule Hamburg entdeckte Manfred Gangnus sein Herz für die Hotellerie bei einem Praktikum im Holiday Inn Hannover, wo er dann auch seine Ausbildung zum Hotelfachmann absolvierte. Nach Stationen in den Holiday Inns in Wolfsburg und München wechselte Gangnus für zwei Jahre in das Maritim Hotel Travemünde. Nach weiteren Stationen im Ramada Düsseldorf und im Crest Hotel Köln holte ihn 1983 Herbert Rütten, ehemaliger IHA-Vorsitzender, Kurdirektor und Vorstand der Kur-AG, als Direktor des SETA Hotels nach Bad Neuenahr. 1997 übernahmen Ellen und Manfred Gangnus das Haus als Eigentümer und bauten den einst schlichten Klinikbau zu einem modernen 4 Sterne Superior Tagungshotel mit persönlicher Handschrift als ihr Lebenswerk aus. Bei der Hochwasserkatastrophe vor zwei Jahren wurde das idyllisch direkt an der Ahr gelegene SETA Hotel komplett zerstört. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.