Hotelinvestmentmarkt verzeichnet deutlichen Rückgang im ersten Halbjahr

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Der deutsche Hotelinvestmentmarkt verzeichnete im ersten Halbjahr des Jahres 2026 einen deutlichen Umsatzrückgang. Nach Angaben des Immobiliendienstleisters Savills belief sich das Transaktionsvolumen mit Hotel- und Beherbergungsimmobilien in den ersten sechs Monaten auf knapp 572 Millionen Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Das zweite Quartal zeigte sich mit einem Umsatz von 360 Millionen Euro deutlich stärker als das Auftaktviertel. Damit lag dieser Wert nur knapp unter dem durchschnittlichen Quartalsergebnis der vergangenen drei Jahre von 376 Millionen Euro. Verkäufe von Hotels als Teil gemischt genutzter Quartiere in Düsseldorf, Rosenheim oder Mannheim wurden von dem Unternehmen hierbei nicht dem Hoteltransaktionsvolumen zugerechnet, sondern der Kategorie Mischobjekte zugeordnet.

Klassische Hotelobjekte dominieren 

Die Verkäufe von klassischen Hotelobjekten bestimmten das Marktgeschehen in den ersten sechs Monaten des Jahres maßgeblich. Auf dieses Segment entfielen gut 469 Millionen Euro, was einem Anteil von 82 Prozent des gesamten Volumens entspricht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank das Ergebnis bei den klassischen Hotelbauten um 49 Prozent und blieb 51 Prozent unter dem langfristigen Zehnjahresdurchschnitt.

Tina Haller von Savills verwies auf ein weiterhin verhaltenes Marktumfeld aufgrund bestehender Sorgen vor Betreiberinsolvenzen. Gleichzeitig ortete sie eine hohe Dynamik auf Betreiberebene durch Restrukturierungen und neue Marktteilnehmer. Als zentrales Signal im Markt hob die Direktorin hervor, dass für mehr als 120 Hotels der Revo-Gruppe bereits neue Betreiber gefunden worden seien.

Serviced Apartments verzeichnen deutliches Wachstum

Ein starkes Wachstum verzeichnete hingegen das Segment der Serviced Apartments im ersten Halbjahr. Dieses erreichte ein Transaktionsvolumen von nahezu 100 Millionen Euro, was einer Steigerung von 384 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Damit übertraf diese Sparte bereits zur Jahresmitte die jeweiligen Ganzjahresergebnisse aus den Jahren 2023 bis 2025.

Das verbleibende Volumen entfiel mit vier Millionen Euro auf sonstige Beherbergungsimmobilien wie Ferienhausparks oder Hostels, was einem Rückgang von 95 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Laut dem Dienstleistungsunternehmen prüfen derzeit insbesondere internationale Eigennutzer verstärkt Akquisitionsmöglichkeiten auf dem deutschen Markt. Zudem rückten bei Investoren aus dem Langzeit-Segment vermehrt klassische Hotels und Konversionsprojekte in den Fokus von Kernstandorten.

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