Hyatt kauft Lifestyle-Hotelgruppe Standard International für bis zu 335 Millionen Dollar

| Hotellerie Hotellerie

Hyatt Hotels teilte am Dienstag mit, dass es die Marken von Standard International kaufen will. Standard International ist Eigentümer von 21 Hotels, die sich auf fünf Hotelmarken verteilen, darunter die Luxus-Lifestyle-Marke The Standard. Hyatt erwirbt keine Häuser sondern die Management-, Franchise- und Lizenzverträge für Hotels mit rund 2.000 Zimmern. Das Unternehmen übernimmt die Marken The Standard, The Peri Hotel, Bunkhouse, The StandardX und The Manner.

Hyatt wird einen Grundkaufpreis von 150 Millionen Dollar zahlen, der im Laufe der Zeit um bis zu 185 Millionen Dollar erhöht werden kann, wenn weitere Hotels in das Portfolio aufgenommen werden. Standard International verfügt über mehr als 30 Projekte, für die ein Vertrag oder eine Absichtserklärung unterzeichnet wurde.

Die Unternehmen gehen davon aus, dass die Transaktion noch in diesem Jahr abgeschlossen werden kann, vorbehaltlich der Genehmigungen.

Auch Hyatt setzt mit dem Schritt, wie andere Hotelgesellschaften auch, weiter auf den Ausbau des Lifestyle-Segmentes, in dem zuweilen höhreren Raten als bei Luxushotels erzielt werden. Die Anzahl der Lifestyle-Hotelzimmer von Hyatt hat sich zwischen 2017 und 2023 bereits verfünffacht. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr die Buchungsplattform für Luxus- und Lifestyle-Hotels Mr & Mrs Smith übernommen. (Tageskarte berichtete)

„Das Team hinter Standard International hat ein einzigartiges und preisgekröntes Portfolio von Marken und Häusern geschaffen, die den Status quo auf den Kopf stellen und in den letzten 25 Jahren eine treue Anhängerschaft unter den anspruchsvollsten Lifestyle-Gästen gewonnen haben“, sagte Mark Hoplamazian, President und Chief Executive Officer von Hyatt. „Diese Hotels treffen den Zeitgeist und sind mit ihren gefeierten und viel besprochenen Programmen und Veranstaltungen, wie der Met Gala Afterparty, selbst ein Reiseziel. Wir freuen uns sehr, die Häuser und das Team von Standard International in der Hyatt-Familie mit der neu geschaffenen Lifestyle-Gruppe willkommen zu heißen und von ihrer Brillanz, Kreativität, Kultur und Innovation zu profitieren.“

Die Akquisition umfasst mehr als 30 Projekte mit einer unterzeichneten Vereinbarung oder Absichtserklärung, einschließlich neuer Objekte, die in den nächsten 12 Monaten eröffnet werden sollen: The Standard, Pattaya Na Jomtien, The StandardX, Bangkok Phra Arthit, sowie die Bunkhouse Hotels Saint Augustine und Hotel Daphne. Standard International hat auch ein robustes Wohngeschäft mit Standard Residences in Miami, Lissabon, Phuket, Hua Hin und Mexiko-Stadt sowie mit den fertiggestellten Bunkhouse Residences im Hotel Saint Cecilia in Austin entwickelt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

BWH Hotels führt seine 18 Hotelmarken unter der internationalen Dachmarke WorldHotels zusammen. Best Western bleibt bestehen. Ab Januar 2027 startet zudem ein gemeinsames Bonusprogramm mit rund 70 Millionen Mitgliedern.

Hyatt hat mit dem Thompson Rome das erste Hotel seiner Marke Thompson Hotels in Italien eröffnet. Das Haus in der römischen Innenstadt verfügt über 69 Zimmer und Suiten sowie drei Gastronomiekonzepte.

Hilton steigerte den Nettogewinn im dritten Quartal 2026 auf 536 Millionen US-Dollar. Zugleich nahm der Hotelkonzern netto 23.000 Zimmer in sein System auf und erhöhte seine Entwicklungspipeline auf 543.100 Zimmer.

Eine Accor-Studie prognostiziert bis 2036 ein Wachstum der touristischen Übernachtungen in Europa um 32 Prozent. Besonders stark soll die internationale Nachfrage in Teilen Osteuropas sowie aus Asien und dem Nahen Osten steigen.

Das Hessnery Hotel in Tallinn wird ab Dezember unter der Marke Adagio Access betrieben. Grundlage ist ein Franchisevertrag mit Accor. Für die Aparthotelmarke ist es der erste Standort in Estland und zugleich das erste Haus in Osteuropa.

Sunday PropTech hat die vollständige Übernahme von Fletcher Hotels mit 170 Häusern vereinbart. Die Investmentgesellschaft wird von Prism unterstützt. Die OYO-Muttergesellschaft ist über Sunday Hotels und Belvilla bereits im deutschen Hotelmarkt vertreten.

Wyndham erwartet, rund 5.000 bis 6.000 Revo-Zimmer im eigenen System zu behalten. Rund 9.100 Zimmer seien bereits ausgeschieden. Bei der ursprünglichen Bestandsgröße nennt die Mitschrift einer Telefonkonferenz unterschiedliche Zahlen. Es kann jedoch von mehr als 20.000 Zimmern ausgegangen werden.

Wyndham meldet vollständige Direktbuchungen samt Bezahlung über Google AI Mode sowie Anwendungen in ChatGPT und Claude. Der Verkehr über die neuen Kanäle sei bislang gering; konkrete Kostenvorteile gegenüber Buchungsportalen bezifferte die Hotelgruppe nicht.

Während die Umsätze der Stadthotellerie in ganz Österreich steigen, verzeichnet Wien das dritte Monat in Folge rückläufige Erlöse pro verfügbarem Zimmer. Vertreter der Branchenverbände warnen vor weiteren Belastungen durch die geplante Erhöhung der Ortstaxe.

Wyndham meldet für das dritte Quartal 2026 mehr Umsatz und einen niedrigeren Nettogewinn. Bei den Wachstumsangaben zum Zimmerbestand und zu geplanten Hotelprojekten bleibt die insolvente Revo Hospitality Group ausgeklammert.