Hyatt mit Wachstum bei Geschäftsreisen – Kulturelle Erlebnisse als Erfolgsfaktor

| Hotellerie Hotellerie

Hyatt hat im Jahr 2024 europaweit mehr als 147.000 Anfragen für Geschäftsreisen und Veranstaltungen erhalten – ein Anstieg von knapp zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders deutlich fiel das Wachstum in Deutschland aus: Mit rund 25.000 sogenannten MICE-Anfragen verzeichneten die deutschen Hyatt-Häuser ein Plus von zwölf Prozent. Das geht aus einer aktuellen Mitteilung des Unternehmens hervor.

Ursache für das Wachstum sei die zunehmende Nachfrage nach Reisen, die über das klassische Geschäftstreffen hinausgehen. Geschäftsreisende verlängerten ihre Aufenthalte, um die lokale Kultur kennenzulernen, heißt es bei Hyatt. "Mehr denn je geht es darum, aus einer Geschäftsreise den größtmöglichen Nutzen zu ziehen", sagt Paul Dalgleish, Vice President Sales für Europa, Afrika und den Nahen Osten. Unternehmen legten demnach verstärkt Wert auf qualitativ hochwertige Veranstaltungen mit individuellem Charakter, lokalem Bezug und nachhaltiger Ausrichtung.

Plattform „Together by Hyatt“

Dabei hilft Hyatt die eigene Plattform „Together by Hyatt“, die Veranstaltungsplanern standardisierte und gleichzeitig personalisierbare Werkzeuge zur Verfügung stellt. Angebote wie Yoga-Sessions, regionale Teambuilding-Aktivitäten oder Workshops rund um Themen wie Imkerei oder Kulinarik sollen nicht nur für Erholung sorgen, sondern auch die Verbindung zur jeweiligen Destination stärken.

Der Trend zur Individualisierung betrifft nicht nur das Eventprogramm, sondern auch den Ort selbst. Laut Hyatt steigt die Nachfrage nach exklusiven Komplettbuchungen ganzer Hotels für Firmenevents. Damit reagieren Unternehmen auf ein verändertes Verständnis von Arbeitskultur, bei dem Rückzugsmöglichkeiten, kreative Impulse und gemeinsame Erlebnisse einen immer höheren Stellenwert einnehmen.

Auf Wachstumskurs

Auch global bleibt das Segment Geschäftsreisen auf Wachstumskurs: Laut der Global Business Travel Association könnten die weltweiten Ausgaben 2025 auf rund 1,64 Billionen US-Dollar steigen – ein deutlicher Zuwachs gegenüber 2024. Bis 2028 wird sogar mit einem Volumen von über zwei Billionen US-Dollar gerechnet.

Hyatt will diesen Markt mit seinem breit gefächerten Markenportfolio weiter bedienen – von klassischen Businesshotels wie Grand Hyatt bis hin zu Lifestyle-Marken wie Andaz. "Reisende suchen nach echten Erfahrungen, die ihren Business-Trip zu einer unvergesslichen Reise machen", sagt Gareth Cummings, Regional Vice President bei Hyatt. Der Konzern sieht sich dafür gut aufgestellt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Leonardo Hotels Central Europe übernimmt vier ehemalige Revo-Häuser in Berlin, Düsseldorf und Dortmund. Die Hotels verfügen zusammen über 1.040 Zimmer.

BWH Hotels Central Europe erweitert das Portfolio in der Rhein-Main-Region um das Main Plaza Suite Hotel in Frankfurt am Main. Das von Michael Schramm geführte Haus im Stadtteil Sachsenhausen wechselt in die WorldHotels Elite Collection.

Das Rosewood Hong Kong steht im weltweiten Ranking 50 Best Hotels auf dem ersten Platz. Die vierte Ausgabe des Branchenrankings wurde in Paris im Rahmen einer Live-Zeremonie vorgestellt. Aus Deutschland schaffte es kein Hotel auf die Liste.

nhow Hotels & Resorts bietet im nhow Frankfurt sechs Gaming Rooms und zwei mobile Gaming Suitcases an. Für 2027 kündigt Minor Hotels weitere Gaming Rooms in Belgien und den Niederlanden an.

Das Biohotel Eggensberger am Hopfensee bleibt bis voraussichtlich Ende März 2027 geschlossen. Bei dem nach Angaben der Allgäuer Zeitung millionenschweren Umbau sollen unter anderem ein Zwischenbau, zusätzliche Zimmer und neue Wellness-Einrichtungen entstehen.

Bis Anfang Oktober sollen nach Angaben der Sanierungsgeschäftsführer 154 der 178 insolventen Revo-Hotels an neue Betreiber übergeben werden. 15 Häuser seien geschlossen worden, für neun weitere würden noch neue Betreiber gesucht.

Das Europäische Unterkunftsbarometer 2026 von Booking.com weist für deutsche Beherbergungsbetriebe zurückhaltendere Einschätzungen als im europäischen Durchschnitt aus. Unterschiede zeigen sich bei Auslastung, Tagessätzen und Cybersicherheit.

Auf Booking Holdings entfielen 2025 insgesamt 70,5 Prozent der deutschen OTA-Buchungen. Die HOTREC-Distributionsstudie zeigt zudem Unterschiede zwischen Individual- und Kettenhotels sowie abweichende Stornoquoten der Vertriebskanäle.

Einer der größten Insolvenzfälle der europäischen Hotellerie steht vor dem Abschluss: Bis Anfang Oktober übernehmen fünf internationale Hotelgruppen sowie weitere Investoren 154 insolvente Hotels der Revo Hospitality Group und sichern damit den Großteil der Arbeitsplätze.

Eine aktuelle Studie von HOTREC zeigt eine anhaltend hohe Konzentration im europäischen Hotelvertrieb, bei der zwei Plattformkonzerne den Markt für Online-Reiseagenturen dominieren.