Hyatt steigert Umsatzkennzahlen und bestätigt Jahresprognose

| Hotellerie Hotellerie

Die Hyatt Hotels Corporation hat am 30. Juli 2026 ihre Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 veröffentlicht. Das Unternehmen meldet ein Wachstum des vergleichbaren systemweiten RevPAR um 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und bestätigt zugleich seine Prognose für das Gesamtjahr. Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn belief sich auf 110 Millionen US-Dollar, das bereinigte EBITDA stieg auf 297 Millionen US-Dollar.

Hyatt meldet Wachstum bei Gebühren, Pipeline und Zimmerbestand

Nach Angaben von Hyatt legten die Bruttogebühren im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,8 Prozent auf 324 Millionen US-Dollar zu. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich um 3,4 Prozent, bereinigt um im Vorjahr veräußerte Vermögenswerte um 8,8 Prozent.

Der Konzern verweist zudem auf eine Pipeline von rund 154.000 Zimmern aus bereits unterzeichneten Management- oder Franchiseverträgen. Das entspreche einem Plus von zehn Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2025. Das Nettowachstum des Zimmerbestands der vergangenen zwölf Monate habe 3,9 Prozent betragen. Ohne den Effekt von im Zuge der Playa-Hotels-Übernahme aus dem Bestand herausgenommenen Zimmern habe das Wachstum 4,4 Prozent erreicht.

Konflikte und Nachfrageentwicklung beeinflussen einzelne Geschäftsbereiche unterschiedlich

Hyatt berichtet, dass insbesondere Hotels der Kategorien Luxury und Upper Upscale das RevPAR-Wachstum getragen hätten. Sowohl das Freizeit- als auch das Gruppengeschäft hätten zugelegt, während das Geschäftsreisegeschäft ein Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich verzeichnet habe.

Gleichzeitig habe der geopolitische Konflikt im Nahen Osten das RevPAR-Wachstum nach Unternehmensangaben um rund 110 Basispunkte belastet. Im Bereich der All-inclusive-Resorts sank der vergleichbare Net Package RevPAR um 1,2 Prozent. Hyatt führt dies unter anderem auf eine schwächere Nachfrage, Sicherheitsbedenken in Mexiko sowie eine geringere Zahl an Flugverbindungen in einzelne Destinationen zurück. Auch das Distributionsgeschäft sei durch Hotelschließungen infolge des Hurrikans Melissa auf Jamaika und die schwächere Nachfrage in Mexiko belastet worden.

Neue Hotels eröffnet und Franchisevereinbarung in China abgeschlossen

Im zweiten Quartal eröffnete Hyatt nach eigenen Angaben 3.585 Zimmer. Zu den genannten Projekten gehören Miraval The Red Sea, das erste Miraval-Haus außerhalb der USA, sowie The Barai Hua Hin, mit dem die Marke The Unbound Collection by Hyatt erstmals in Thailand vertreten ist.

Darüber hinaus gab Hyatt eine strategische Master-Franchisevereinbarung mit der Dossen Group bekannt. Ziel sei die Entwicklung und der Betrieb von Hotels der Marke Hyatt Select auf dem chinesischen Festland.

Unternehmen bestätigt Ausblick für das Gesamtjahr 2026

Für das Gesamtjahr erwartet Hyatt weiterhin ein Wachstum des vergleichbaren systemweiten RevPAR zwischen 3,5 und 4,5 Prozent sowie ein Nettowachstum des Zimmerbestands von rund sechs Prozent. Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn soll zwischen 250 und 335 Millionen US-Dollar liegen. Das bereinigte EBITDA prognostiziert das Unternehmen in einer Spanne von 1,155 bis 1,205 Milliarden US-Dollar.

Hyatt begründet die bestätigte Jahresprognose unter anderem mit der starken Entwicklung in den USA im zweiten Quartal. Gleichzeitig verweist das Unternehmen auf weiterhin belastende Faktoren wie die Nachfrageentwicklung in Mexiko, den Konflikt im Nahen Osten sowie mögliche Verschiebungen geplanter Hoteleröffnungen in das Jahr 2027.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Riva Hotel Konstanz erweitert sein Angebot zum 1. September um zwei neue Penthouse-Suiten mit Blick auf den Bodensee. Damit erhöht sich die Gesamtkapazität des Fünf-Sterne-Superior-Haus auf insgesamt 73 Zimmer und Suiten.

Das legendäre Hotel Adlon soll verkauft werden - doch dafür braucht es die Zustimmung der bisherigen Gesellschafter. Nun kommt aus deren Kreisen Kritik an dem Vorhaben.

Die Accor-Marke Mercure Hotels & Resorts eröffnet mit dem Mercure Gothenburg ihr erstes Hotel in Schweden. Zugleich ist es das zweite Accor-Hotel im Land. Das Haus wird von CIC Hospitality im Rahmen eines Franchisevertrags betrieben. 

Motel One folgt im Wiener Vio Plaza auf H2 und übernimmt das Haus mit 265 Zimmern im kommenden Jahr langfristig. Der Gebäudekomplex in Wien-Meidling kombiniert Hotelnutzung mit großflächigem Einzelhandel, Büroflächen und Wohnungen.

Das Seehotel Niedernberg führt seine neu eröffnete Wellnessanlage Miranu Spa ab August mit einer Doppelspitze aus Lisa Hört und dem ehemaligen Kampfjetpiloten Frank Rosnizeck. Die Anlage erweitert das bestehende Angebot unter anderem um sechs neue Behandlungsräume und mehrere Saunen.

Seminaris erprobt im SeeHotel Potsdam einen humanoiden Serviceroboter für die Kontrolle frisch gereinigter Hotelzimmer. Bis Ende 2026 sollen auch die sieben weiteren Häuser der Gruppe mindestens einen „Billie“ einsetzen.

Vor fast 120 Jahren gründete Lorenz Adlon das berühmte Adlon in Berlin – nun hadert sein Ururenkel mit der Namensgebung. Am liebsten würde er das Adlon und seinen Namen zurückkaufen, verriet Felix Adlon der Süddeutschen Zeitung.

Das Hotel Adlon soll verkauft werden.Für Unmut bei Gesellschaftern sorgt dabei vor allem die Erfolgsbeteiligung für die Immobiliengesellschaft Jagdfeld. Das Unternehmen erhält nach übereinstimmenden Angaben 20 Prozent des Kaufpreises, sollte dieser höher als 310 Millionen Euro ausfallen.

Unternehmen und Agenturen setzen bei der Organisation ihrer geschäftlichen Veranstaltungen auch im Jahr 2026 auf klassische Tagungshotels. Das geht aus einer Befragung der BWH Hotels Central Europe hervor.

Die Übernachtungen erreichten im ersten Halbjahr 2026 einen neuen Höchststand, mehrtägige Geschäftsreisen lagen 2025 fast wieder auf Vor-Corona-Niveau. Marco Nussbaum berichtet zugleich von Belegungsproblemen in der Business Hotellerie und fordert eine Diskussion über „investorengetriebene Überkapazitäten“.