Lateinamerikanische Hotelkette Selina will nach Deutschland

| Hotellerie Hotellerie

Die Hotelmarke Selina aus Lateinamerika will den deutschen Markt erobern. In mehreren großen Städten wie Berlin, Hamburg, München sowie an weiteren Destinationen sollen Hotels entstehen. Im kommenden Jahr soll das erste Haus der Marke hierzulande eröffnen. Zielgruppe des Lifestyle-Konzeptes sind Millennials. 

Selina ist derzeit vor allem in lateinamerikanischen Ländern wie Mexiko, Costa Rica und Panama präsent. Bislang gibt es 28 Selina Hotels an Stadt-, Strand-, Dschungel- und Bergstandorten in neun Ländern. Gegründet wurde die neue Hotelmarke 2014 von Rafael Museri und Daniel Rudasevski, die zuvor in Panama in der Immobilienbranche tätig waren. Im September letzten Jahres hat Selina in Porto ein erstes Hotel auf dem europäischen Kontinent eröffnet. 

In Deutschland sucht Selina nach bestehenden Hotels oder Immobilien in szenigen Lagen, die innerhalb von 90 bis 120 Tagen zu Selina-Hotels umgewandelt werden sollen. Geplant sind langjährige Mietverträge mit Laufzeiten von 20 Jahre und mehr. Bei den Selina-Hotels erfolgt die Einrichtungen in Zusammenarbeit mit lokalen Architekten, Designern, Handwerkern und Künstlern. 

Ferner, so das Unternehmen sei Selina daran interessiert, mit Investoren und lokalen Partnern ins Gespräch zu kommen, um die Hotelmarke in Deutschland schnell voranzubringen. Die letzte Finanzierungsrunde im April 2018 schloss Selina mit einem Volumen von 95 Millionen US-Dollar ab. Zu den größten Investoren gehörte Adam Neumann, Gründer von WeWork.

Magnus Busch, Selina Real Estate Director für Deutschland: „Klassische Hotelkonzepte sprechen junge, moderne Reisende nicht mehr an. Sie suchen nach alternativen Destinationen, wo sie sich wohlfühlen. Selina hat ein innovatives Konzept entwickelt, das sich von den gängigen Angeboten unterscheidet und Gäste anspricht, die sich als digitale Nomaden, Reisende oder Entdecker sehen.“

Zurück

Vielleicht auch interessant

Relais & Châteaux stellt seinen 580 Mitgliedern die Plattform MyImpact zur Verfügung. Sie erfasst CO₂-Bilanzen der Hotels und schätzt mögliche Emissionsminderungen; ab 2027 sollen betriebliche Praktiken auch in die Bewertung der Häuser einfließen.

May & Co. plant neben dem Kölner Dom ein Hotel mit rund 250 Zimmern. Die Untergeschosse des bestehenden Büro- und Geschäftshauses sollen erhalten bleiben; die Fertigstellung ist für Mitte 2030 vorgesehen.

Die So!Apart 2026 diskutiert das Verhältnis von Hotellerie und Apartmentsegment sowie Fragen zu Finanzierung und Buchungen über KI-Suche. Die Fachtagung findet am 18. und 19. November im Berliner Metropol statt.

 

Die Hotelstars Union sieht Fortschritte bei der Kennzeichnung der Hotelsterne in KI-Assistenten und auf Buchungsplattformen. Sterne sollten ausschließlich für offiziell klassifizierte Hotels verwendet und Bewertungen europaweit einheitlich dargestellt werden.

Firmen mieten bei Havens Living Wohnungen für ihre Beschäftigten: Seit September 2025 sind es nach Unternehmensangaben bereits 400 Apartments in Frankfurt, Berlin und Hamburg. International Campus will die Zusammenarbeit mit Arbeitgebern ausbauen.

Nach Datenlecks bei Buchungsdienstleistern nutzen Kriminelle echte Reservierungsdaten für betrügerische Nachrichten. Niedersachsens Datenschutzbehörde erläutert, welche Gäste Betriebe informieren müssen und welche technischen Maßnahmen vorgesehen sind.

Das Sheraton Fuerteventura Beach, Golf & Spa Resort schließt Ende September 2026 für eine umfassende Renovierung. Die Wiedereröffnung des Fünf-Sterne-Hotels auf den Kanaren ist für den 1. Mai 2027 geplant.

Das Hotelcamp Reinsehlen entwickelt sein Konzept weiter und tritt als Lodge Reinsehlen auf. Zur Neuausrichtung gehören eine überarbeitete Lobby, geplante Ruheplattformen und ein stärkerer regionaler Bezug in der Gastronomie.

Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC bereitet laut Reuters ein Vorgehen gegen Booking Holdings wegen möglicherweise irreführender Hotelwerbung vor. Nach Angaben einer dieser Personen könnten die möglichen Strafen mehr als 500 Millionen Dollar betragen.

Die Motorworld Group plant am Hockenheimring eine neue Erlebnis- und Veranstaltungswelt. Das Projekt soll Motorsport, Handel, Werkstätten, Hotellerie, Gastronomie, Veranstaltungen und Dienstleistungen an dem Rennsportstandort miteinander verbinden.