Leipzig: Investor will Bauarbeiten an Luxushotel Astoria fortsetzen

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Nach der Aufhebung des Baustopps am geplanten Luxushotel «Astoria» in Leipzig will der Investor die Arbeiten zeitnah wieder aufnehmen. Die Stadt Leipzig habe jüngst eine neue Baugenehmigung erteilt, teilte ein Sprecher von Investor Vivion mit. Derzeit würden die dort enthaltenen neuen Details geprüft. Um eine zügige Fortsetzung der Bauarbeiten gewährleisten zu können, führe Vivion parallel Gespräche mit den beteiligten Bauunternehmen. Aufgrund des jüngsten und früherer Baustopps sei der geplante Eröffnungstermin in diesem Jahr nicht zu halten. Einen neuen Termin nannte der Sprecher nicht.

Die Stadt Leipzig hatte den Baustopp am 12. Juni aufgehoben, der im Februar auf Antrag eines benachbarten Hotels vom Sächsischen Oberverwaltungsgericht (OVG) erlassen worden war. Der Betreiber des Nachbarhotels hatte angeführt, dass es im «Astoria» voraussichtlich mehr Lärm durch Lieferverkehr geben werde als in einer Prognose vorgesehen. Daher sei die Baugenehmigung nicht rechtens gewesen. Die neue Baugenehmigung soll nach Angaben der Stadt nun allen Nachbarn zugestellt werden.

Geplant ist ein Tagungs- und Konferenzhotel mit mindestens fünf Konferenzräumen, einem 800 Quadratmeter großen Bankettbereich und einem kleinen Spa-Bereich. Die historische Fassade mit ihren Holzfenstern und die Dachkonstruktion sollen erhalten bleiben.

Das «Astoria», das nach der Wende zwei Jahrzehnte leer stand, war 1915 mit mehr als 300 Zimmern als damals modernster und luxuriösester Bau der deutschen Hotellerie mit viel Pomp eröffnet worden. Nach Plänen von Architekt William Lossow (1852-1914), der auch geistiger Vater der Hauptbahnhöfe in Leipzig und Frankfurt/Main war, entstand es in einer Bauzeit von nur zwei Jahren.

Stars wie Adele Sandrock, Enrico Caruso oder Hans Albers logierten hier. Zu DDR-Zeiten wohnten dort während der Frühjahrs- und Herbstmessen SED-Größen wie Walter Ulbricht und Alexander Schalck-Golodkowski. Auch Louis Armstrong, Johannes Heesters oder Herbert von Karajan waren hier zu Gast.


 

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