Main Plaza Frankfurt - Hybrid-Konzept statt Lindner-Hotel

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Das markante Hochhaus Main Plaza am Sachsenhäuser Mainufer in Frankfurt wechselt den Besitzer und startet in eine neue Ära. Unternehmer Michael Schramm, Gründer und Inhaber der Apartmentresidenz-Gruppe, hat das Gebäude von der Lindner Hotel Gruppe übernommen. Das als Frankfurter Wahrzeichen geltende Hochhaus soll unter dem neuen Namen „Main Plaza Suite Tower“ umfassend renoviert und mit einem zukunftsweisenden Hybridmodell neu ausgerichtet werden.

Neuausrichtung mit Hybridmodell

Herzstück des neuen Konzepts ist die Kombination aus luxuriösem Hotel und Boardinghouse. Das Haus, das ausschließlich aus Suiten besteht, richtet sich an Geschäftsreisende, Familien, und Relocation-Gäste, die längere Zeit in der Stadt verbringen. Das Gebäude umfasst 120 Einheiten, die alle als Suiten oder Juniorsuiten mit einer Mindestfläche von 50 Quadratmetern konzipiert sind. Damit biete das Haus laut Betreiber das größte Hotelzimmerangebot Deutschlands. Alle Suiten werden mit einer eigenen Pantryküche sowie einem leistungsstarken Glasfasernetz ausgestattet. Dieses Portfolio wird durch 18 exklusive, möblierte Luxuswohnungen sowie ein Penthouse in der Turmspitze ergänzt, die ebenfalls unter Schramms Management fallen. Schramm, der mit seiner Apartmentresidenz-Gruppe und der Marke StarApart bereits rund 800 Apartments im Rhein-Main-Gebiet betreibt, sieht das hybride Modell als „konsequente Antwort auf die sich wandelnden Bedürfnisse unserer Gäste“.

Architektonische Hommage an New York

Das 2001 nach den Plänen des Berliner Architekten Professor Hans Kollhoff eröffnete Main Plaza gilt als eines der markantesten Bauwerke der Frankfurter Skyline und ist eine Hommage an die frühe Hochhausarchitektur New Yorks, insbesondere an die Art-Deco-Ära der 1920er-Jahre. Michael Schramm will die ursprüngliche Vision des Architekten wieder in den Mittelpunkt rücken und die Renovierung behutsam modernisieren und im Sinne des ursprünglichen Designs neu interpretieren. Dies soll sich als Leitmotiv durch das gesamte Haus ziehen – von der Lobby über die Bar bis in jede Suite. „Architektur in Kombination mit Menschen gibt immer die tollsten Geschichten“, so Schramm zu seinem Credo.

Digitale Services und Nachhaltigkeit

Der Service im Main Plaza Suite Tower wird umfassend digitalisiert, um maximale Unabhängigkeit und Flexibilität zu gewährleisten. Gäste erhalten ein Tablet als persönlichen Concierge für Anfragen wie Wäschereinigung, Restaurantreservierungen oder Taxibestellungen. Zukünftig sollen Serviceleistungen mithilfe KI-gesteuerter Tools individuell abgestimmt werden. Der Check-in erfolgt vollständig digital, physische Schlüssel werden abgeschafft, und die Rezeptionisten sollen zu persönlichen Hosts werden. Durch die papierlose Abwicklung von Meldebescheinigungen und Rechnungen werden laut Unternehmensangaben jährlich 17 ausgewachsene Bäume eingespart, was den nachhaltigen Anspruch des Hauses unterstreicht.

Umfangreiches Angebot und Wiederbelebung der Bar-Ikone

Neben dem Wohn- und Hotelangebot wird das Haus weitere umfangreiche Annehmlichkeiten bieten. Dazu gehören ein vollautomatischer 24/7-Kiosk, ein Businesscenter mit Besprechungsräumen und Office-Fazilitäten, sowie eine Tiefgarage mit 195 Stellplätzen inklusive E-Ladesäulen. Den Gästen stehen zudem ein Fitnesscenter und ein Spa auf 450 Quadratmetern mit vier Saunen und einem Pool mit Mainblick zur Verfügung. Ein besonderes Highlight ist die Wiedereröffnung der einst legendären Bar, früher bekannt als „Harry’s New York Bar“. Diese wird nun um eine Zigarren-Lounge ergänzt und mit der Lobby verschmolzen. Mit regelmäßiger Livemusik soll hier ein Treffpunkt für Frankfurter und Hotelgäste entstehen.

Umbau startet im laufenden Betrieb

Der Umbau der Suiten und öffentlichen Bereiche soll bereits ab Januar im laufenden Betrieb starten, wobei die Renovierung der Etagen ab 2026 geplant ist. Der Hotelbetrieb soll für die Gäste nahtlos weitergehen. Michael Schramm, der auch Schatzmeister des Frankfurter Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga ist, sieht in der Übernahme des 88 Meter hohen Gebäudes mehr als nur einen Business-Deal: „Dieses Bauwerk wird uns alle überleben. In dieser Periode einen Akzent zu setzen – das ist eine einmalige Chance.“


 

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