Marina Bay Sands - Erweiterung für acht Milliarden US-Dollar geplant

| Hotellerie Hotellerie

Das Marina Bay Sands in Singapur hat im zweiten Quartal Ergebnisse vorgelegt, die die Erwartungen der Analysten übertrafen. Als wesentlicher Faktor für diese positive Entwicklung werden Seitenwetten im Casino-Bereich genannt.

Gleichzeitig rückt ein acht Milliarden US-Dollar teures Erweiterungsprojekt in den Fokus, das die Zukunft des Resorts maßgeblich prägen wird. Diese Erkenntnisse basieren auf Analysen von Seaport Research Partners und CBRE Equity Research, die nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen von Las Vegas Sands Corp. bekannt gegeben wurden.

8 Milliarden US-Dollar für die Zukunft

Das starke Ergebnis des Marina Bay Sands fällt in eine Phase umfangreicher Investitionen in die Immobilie. CBRE Equity Research hob hervor, dass das Resort bereits von einem Multimilliarden-Dollar-Reinvestitionsprogramm profitiert. Die Renovierungen der Suiten sind demnach abgeschlossen, und weitere Annehmlichkeiten sollen im Laufe des Jahres 2025 und 2026 folgen, darunter eine zusätzliche Lobby, ein überarbeiteter SkyPark sowie neue Gastronomie- und Wellness-Angebote.

Besondere Aufmerksamkeit gilt jedoch einem noch größeren Vorhaben: Analysten John DeCree und Max Marsh von CBRE wiesen darauf hin, dass Las Vegas Sands kürzlich den Spatenstich für ein 8 Milliarden US-Dollar teures Erweiterungsprojekt des Marina Bay Sands vorgenommen hat. Dieses ambitionierte Vorhaben soll voraussichtlich 2031 eröffnet werden und eine signifikante Erweiterung des Resorts darstellen.

Die geplante Erweiterung umfasst einen neuen Luxushotel-Turm mit 570 Suiten, eine Arena mit 15.000 Sitzplätzen, zusätzliche MICE- (Meetings, Incentives, Conferences, Exhibitions) und Unterhaltungsangebote sowie erweiterte Premium-Gaming-Bereiche. Diese Investition unterstreicht das Engagement von Las Vegas Sands in den Standort Singapur und die langfristige Strategie, das Marina Bay Sands als führendes Reiseziel weiter zu etablieren.

Herausforderungen im Macau-Geschäft

Während das Marina Bay Sands in Singapur starke Ergebnisse verzeichnet, zeigt sich das Geschäft von Las Vegas Sands in Macau durch Sands China Ltd. komplexer. Umansky von Seaport Research Partners stellte fest, dass Sands China auf dem Macau-Markt in Bezug auf Spieleranreize und Kundenbindungsmaßnahmen, bekannt als Spielerreinvestition, „ein wenig aufholen“ musste.

Die Wettbewerbsintensität in Macau hat zugenommen, wobei Seaport bemerkte, dass „die Reinvestitionen für Premium-Spieler in Macau auf einem Allzeithoch bleiben.“

CreditSights boten eine zusätzliche Perspektive zur Leistung von Sands China und stellten fest, dass die Tochtergesellschaft im zweiten Quartal ein „marginales Wachstum der gesamten Nettoeinnahmen und des EBITDA im Jahresvergleich erzielt hat, größtenteils dank des neu renovierten Londoner [Macao], wenn auch teilweise durch ihre anderen Casinos.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

BWH Hotels Central Europe erweitert sein Portfolio in Wilhelmshaven. Das bisherige SleepBEEONE gehört künftig zur Sure Hotel Collection by Best Western und wird schrittweise modernisiert. Das Haus trägt zukünftig den Namen Wilhelmshaven Ahoi – Sure Hotel Collection by Best Western.

IHG Hotels und Resorts expandiert in Spanien durch den Bau von drei neuen Holiday Inn Express-Hotels. Das Projekt erfolgt in Kooperation mit Tikehau Capital und umfasst insgesamt 653 Zimmer.

Die Meininger Hotels verzeichneten im Geschäftsjahr 2026 ein stabiles Umsatzwachstum von über 200 Millionen Euro. Mit geplanten Neueröffnungen und Investitionen in die digitale Infrastruktur strebt das Unternehmen bis 2030 den Ausbau auf 50 Standorte an.

Das Seehotel Niedernberg – Das Dorf am See hat sein Wellnessangebot erweitert und das neue Miranu Spa samt dem Spa Bistro Aikoi in Betrieb genommen. Für die Realisierung wurden acht Zimmer in sechs Behandlungsräume umgewandelt.

IHG Hotels und Resorts kehrt mit der Marke Crowne Plaza auf den österreichischen Markt zurück. Die Fertigstellung und Eröffnung des Hauses ist für das dritte Quartal 2026 geplant.

Der Vermögensverwalter PGIM erwartet für Europas Hotelmärkte trotz geopolitischer Risiken weiteres Umsatzwachstum. Als Gründe nennt das Unternehmen unter anderem eine stabile Inlandsnachfrage, hohe Auslastungen und ein begrenztes Angebot neuer Hotels.

Die Wiedereröffnung des Kölner Dom-Hotels verschiebt sich erneut. Nach Angaben des Eigentümers soll das traditionsreiche Luxushotel erst 2027 den Betrieb aufnehmen, wie der WDR berichtet.

Das Schweizer Bundesgericht hat der Stadt Zürich grünes Licht für eine strengere Regulierung von Kurzzeitvermietungen gegeben. Wohnungen, die kommerziell genutzt werden, zählen künftig nicht mehr zum Wohnanteil.

Accor und die GCH Hotel Group setzen ihre Expansionsstrategie in Deutschland fort und erweitern ihr gemeinsames Portfolio um drei weitere Hotelstandorte. Die neuen Projekte der Marken Greet und Handwritten Collection umfassen insgesamt rund 200 Zimmer.

Das Dorint Hotel Bonn hat eine umfassende Modernisierung abgeschlossen. Nach Unternehmensangaben wurden rund zehn Millionen Euro in Zimmer, Apartments, öffentliche Bereiche und den Konferenzbereich investiert.