Marriott und Lefay vereinbaren Zusammenarbeit zur weltweiten Expansion

| Hotellerie Hotellerie

Marriott International und die italienische Unternehmerfamilie Leali planen die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens. Ziel ist es, die Hotelmarke Lefay in das Portfolio von Marriott aufzunehmen, wie das Unternehmen mitteilt.

Nach Angaben des Unternehmens soll Lefay damit die erste Marke innerhalb des Marriott-Portfolios werden, die sich ausschließlich dem Bereich Wellness im Luxussegment widmet. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt üblicher Genehmigungen und Abschlussbedingungen.

Zwei bestehende Resorts und weitere Projekte in Planung

Laut Mitteilung umfasst das bestehende Portfolio von Lefay derzeit zwei Resorts am Gardasee und in den Dolomiten. Beide Häuser befinden sich in naturgeprägten Freizeitdestinationen. Darüber hinaus befinden sich drei weitere Projekte in der Entwicklung, unter anderem in der Toskana, in Süditalien und in den Schweizer Alpen.

Wie Marriott weiter mitteilt, sollen die bestehenden und geplanten Hotels künftig im Rahmen langfristiger Managementverträge von dem neuen Gemeinschaftsunternehmen betrieben werden. Die Immobilien in Italien bleiben im Besitz der Gründerfamilie. Lefay bringt nach Unternehmensangaben Markenrechte und geistiges Eigentum in das Gemeinschaftsunternehmen ein.

Ausbau des Angebots im Wellness-Segment

Mit der Integration von Lefay will Marriott nach eigenen Angaben sein Angebot im Bereich Wellness ausbauen. „Marriott is thrilled to collaborate with the Leali family as we grow our luxury wellness portfolio“, wird Anthony Capuano, Präsident und Vorstandsvorsitzender von Marriott International, in der Mitteilung zitiert. Weiter heißt es in dem Zitat: „Luxury is increasingly defined by wellbeing, purpose and meaningful experiences.“

Auch die Gründer von Lefay äußern sich in der Mitteilung zu den Plänen. „Our family founded Lefay nearly twenty years ago with a clear vision: to create destinations where wellbeing, nature and health come together authentically“, erklärten Domenico Alcide und Liliana Leali. „We are deeply honored to begin this collaboration with Marriott.“

Marke mit Fokus auf Wellnesskonzepte

Lefay wurde im Jahr 2006 in Italien gegründet. Nach Angaben des Unternehmens basiert das Konzept auf einem eigenen Spa-Ansatz, der wissenschaftliche Erkenntnisse mit ganzheitlichen Methoden verbindet. Die Resorts werden als sogenannte Öko-Resorts konzipiert und setzen laut Mitteilung auf eine Bauweise im Einklang mit der Umgebung sowie auf Programme, die Bewegung, Ernährung und Prävention umfassen.

Tina Edmundson, Präsidentin des Luxussegments bei Marriott International, wird ebenfalls zitiert: „As guest expectations continue to evolve, our collaboration with Lefay will allow us to thoughtfully extend our luxury offerings.“

Auch Lefay-Geschäftsführer Alcide Leali äußert sich: „Lefay is proud to join Marriott’s Luxury Group, alongside some of the most prestigious hotel brands.“

Integration in bestehendes Luxusportfolio

Wie Marriott mitteilt, soll Lefay künftig Teil der bestehenden Luxusmarken-Gruppe des Unternehmens werden, zu der unter anderem The Ritz-Carlton, St. Regis, Edition und The Luxury Collection gehören.

Beide Partner betonen laut Mitteilung, dass die Marke Lefay ihre eigenständige Identität und ihren italienischen Ursprung beibehalten soll. Gleichzeitig soll die internationale Expansion der Marke vorangetrieben werden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Hotelkonzern Accor hat eine Absichtserklärung zum Verkauf seiner Beteiligung an Essendi (ehemals AccorInvest) unterzeichnet. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der Anteil von 30,56 Prozent an ein Konsortium aus Blackstone und Colony IM veräußert werden.

Das Vertrauen in den europäischen Hotelmarkt bleibt hoch: 86 Prozent der Investoren planen, ihre Kapitalallokation im Jahr 2026 beizubehalten oder zu erhöhen. Das geht aus dem „European Hotel Investor Compass 2026“ von Cushman & Wakefield hervor, wie das Unternehmen mitteilt.

Arcotel hat am 1. April 2026 ein neues Hotel in der Linzer Tabakfabrik eröffnet. Das Haus im Quadrill Tower umfasst 189 Zimmer und Konferenzflächen.

Kempinski Hotels plant die Übernahme des Augustine Hotels in Prag. Es ist die erste Akquisition der Gruppe seit mehr als 50 Jahren. Das Augustine Hotel liegt im Prager Stadtteil Malá Strana in unmittelbarer Nähe zum Waldstein-Garten.

Signo Hospitality senkt durch den Einsatz wassersparender Duscheinsätze in sechs Hotels den jährlichen Wasserverbrauch um 11,5 Millionen Liter und reduziert die Energiekosten um über 100.000 Euro.

Eine Analyse von Christie & Co zeigt für 2025 eine stabile Entwicklung der Stadthotellerie in Österreich. Gleichzeitig treten Unterschiede zwischen den wichtigsten Stadtmärkten deutlicher hervor.

Das Hamburger Hotel Louis C. Jacob identifiziert zum 235. Jubiläum das anonyme Mädchen auf Max Liebermanns berühmtem Terrassen-Gemälde als Irma Jacob. Die Klärung der Identität gelang durch Dokumente und Erzählungen eines Nachfahren in Zusammenarbeit mit der Hamburger Kunsthalle.

Living Hotels schließt die 20 Millionen Euro teure Modernisierung von 254 Maisonetten und Studios an vier Standorten ab. Im Fokus der Neugestaltung stehen veränderte Grundrisse, vergrößerte Badezimmer und in den Wohnraum integrierte Küchen.

Global Living übernimmt den Betrieb von 71 Serviced Apartments im Buchner Haus in Passau. Der Start des Testbetriebs ist für Mai 2026 vorgesehen, die vollständige Vermietung folgt schrittweise bis Juli.

Im Steigenberger Hotel in Bad Pyrmont ist ein neuer Investor vorgestellt worden. Wie auf einem Pressetermin mitgeteilt wurde, will der 85-jährige Hotelentwickler Gert Prantner mit bis zu fünf Millionen Euro in das Projekt einsteigen. Parallel läuft ein Insolvenzverfahren mit dem Ziel, die Sanierung des Hauses auch wirtschaftlich fortzuführen.