Marriott wächst im zweiten Quartal

| Hotellerie Hotellerie

Marriott International hat die Geschäftsergebnisse für das zweite Quartal 2026 vorgelegt und dabei weltweit ein Umsatzwachstum je verfügbarem Zimmer verzeichnet. Nach Angaben des Unternehmens sei der weltweite RevPAR im zweiten Quartal um 3,4 Prozent gestiegen, während das bereinigte Ergebnis je Aktie 3,19 US-Dollar erreicht habe.

Finanzielle Eckdaten und Ertragslage im Detail

Das Nettoergebnis des Unternehmens habe im Berichtszeitraum 766 Millionen US-Dollar betragen, während sich das bereinigte Nettoergebnis auf 844 Millionen US-Dollar belaufen habe. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen habe bei 1.592 Millionen US-Dollar gelegen. Franchise- und Basismanagementgebühren hätten sich auf 1.366 Millionen US-Dollar belaufen, was einem Anstieg von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspreche.

Regionale Unterschiede der touristischen Kennzahlen

In den USA und Kanada sei der RevPAR um 5,0 Prozent gestiegen, getragen von breiten Zuwächsen über verschiedene Preiskategorien und Kundensegmente hinweg. Internationale Märkte hätten dagegen einen Rückgang des RevPAR um 0,5 Prozent verzeichnet, was der Konzern auf Belastungen durch den Konflikt im Nahen Osten zurückführt. In der Region Europa, Naher Osten und Afrika sei das RevPAR um über 5 Prozent gesunken, wobei ein Anstieg in Europa durch einen Rückgang von 43 Prozent im Nahen Osten überkompensiert worden sei.

Entwicklung in Asien und dem pazifischen Raum

In der Region Asien-Pazifik sei der RevPAR um über 5 Prozent gestiegen, unterstützt durch eine solide Freizeitsuche und robuste innerregionale Reisen. Im Markt Greater China habe der RevPAR ebenfalls um über 3 Prozent zugelegt, angetrieben durch starke Leistungen im Luxusportfolio sowie in Schlüsselmärkten wie Hongkong, Taiwan und Hainan.

Globale Zimmerpipeline und strategisches Wachstum

Im Bereich der globalen Entwicklung verweist Marriott International auf eine Pipeline von 4.186 Immobilien und rund 629.000 Zimmern zum Quartalsende. Der Konzern teilt mit, dass im Laufe des Quartals weltweit etwa 17.900 Nettozimmer hinzugefügt worden seien und das weltweite System zum Stichtag mehr als 10.000 Immobilien mit nahezu 1.814.000 Zimmern umfasst habe.

Kapitalmaßnahmen und Prognose

Das Unternehmen habe im abgelaufenen Quartal 3,0 Millionen Stammaktien für 1,1 Milliarden US-Dollar zurückgekauft und im Jahresverlauf bis zum 29. Juli insgesamt 6,2 Millionen Aktien für 2,2 Milliarden US-Dollar erworben. Angesichts der starken Entwicklung hebt Marriott International die Erwartungen an und rechnet für das gesamte Jahr 2026 mit einem weltweiten RevPAR-Wachstum von 3 bis 3,5 Prozent.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Wilmina, das Hotel Schani City, das Biohotel Bühelwirt und Franz-Josef Perauer haben die Independent Hotel Show Munich Awards 2026 gewonnen. Die Auszeichnungen wurden am 16. September im MOC München verliehen.

Leonardo Hotels Central Europe übernimmt vier ehemalige Revo-Häuser in Berlin, Düsseldorf und Dortmund. Die Hotels verfügen zusammen über 1.040 Zimmer.

BWH Hotels Central Europe erweitert das Portfolio in der Rhein-Main-Region um das Main Plaza Suite Hotel in Frankfurt am Main. Das von Michael Schramm geführte Haus im Stadtteil Sachsenhausen wechselt in die WorldHotels Elite Collection.

Das Rosewood Hong Kong steht im weltweiten Ranking 50 Best Hotels auf dem ersten Platz. Die vierte Ausgabe des Branchenrankings wurde in Paris im Rahmen einer Live-Zeremonie vorgestellt. Aus Deutschland schaffte es kein Hotel auf die Liste.

nhow Hotels & Resorts bietet im nhow Frankfurt sechs Gaming Rooms und zwei mobile Gaming Suitcases an. Für 2027 kündigt Minor Hotels weitere Gaming Rooms in Belgien und den Niederlanden an.

Das Biohotel Eggensberger am Hopfensee bleibt bis voraussichtlich Ende März 2027 geschlossen. Bei dem nach Angaben der Allgäuer Zeitung millionenschweren Umbau sollen unter anderem ein Zwischenbau, zusätzliche Zimmer und neue Wellness-Einrichtungen entstehen.

Bis Anfang Oktober sollen nach Angaben der Sanierungsgeschäftsführer 154 der 178 insolventen Revo-Hotels an neue Betreiber übergeben werden. 15 Häuser seien geschlossen worden, für neun weitere würden noch neue Betreiber gesucht.

Das Europäische Unterkunftsbarometer 2026 von Booking.com weist für deutsche Beherbergungsbetriebe zurückhaltendere Einschätzungen als im europäischen Durchschnitt aus. Unterschiede zeigen sich bei Auslastung, Tagessätzen und Cybersicherheit.

Auf Booking Holdings entfielen 2025 insgesamt 70,5 Prozent der deutschen OTA-Buchungen. Die HOTREC-Distributionsstudie zeigt zudem Unterschiede zwischen Individual- und Kettenhotels sowie abweichende Stornoquoten der Vertriebskanäle.

Einer der größten Insolvenzfälle der europäischen Hotellerie steht vor dem Abschluss: Bis Anfang Oktober übernehmen fünf internationale Hotelgruppen sowie weitere Investoren 154 insolvente Hotels der Revo Hospitality Group und sichern damit den Großteil der Arbeitsplätze.