Medienbericht sieht Brown Hotels vor Einstieg in deutschen Hotelmarkt / Auch Revo-Hotels genannt

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Brown Hotels steigt in den deutschen Hotelmarkt ein und übernimmt den Betrieb von sechs Hotels mit insgesamt rund 1.500 Zimmern. Das berichtet Passport News. Das israelische Branchenportal ist die einzige veröffentlichte Quelle, die bislang über die Transaktion berichtet. Dem am 24. Juni 2026 veröffentlichten Bericht zufolge umfasst die Vereinbarung ein Hotelprojekt in Berlin sowie fünf bestehende Hotels in Berlin, Hamburg, Leipzig und München.

Brown Hotels übernimmt Traditionshotel Excelsior Berlin und plant umfassende Sanierung

Im Mittelpunkt der Transaktion steht nach Angaben von Passport News das Excelsior Berlin im Stadtteil Charlottenburg. Das Hotel sei in den vergangenen Jahren nicht in Betrieb gewesen und solle umfassend saniert sowie neu entwickelt werden. Vorgesehen seien 316 Zimmer und Suiten, Arbeitsbereiche, Gastronomieflächen, Restaurants, Bars sowie eine Dachterrasse. Die Investitionssumme für dieses Projekt werde mit rund 50 Millionen Euro angegeben. Nach Abschluss der Arbeiten werde Brown Hotels den Hotelbetrieb übernehmen.

Weitere Hotels stammen aus dem Bestand der Revo-Hotelgruppe

Parallel dazu habe Brown Hotels Vereinbarungen über den Erwerb des Betriebs von fünf weiteren Hotels mit insgesamt 1.179 Zimmern geschlossen. Der Vollzug der Transaktion stehe allerdings noch unter bestimmten Voraussetzungen. Der Kaufpreis wird mit 15,8 Millionen Euro beziffert. Nach Angaben des Unternehmens erfolge die Transaktion im Rahmen eines Insolvenzverfahrens in Deutschland. Damit dürfte das Verfahren rund um die ehemaligen Hotels der Revo-Hotels gemeint sein.

Zu den übernommenen Hotels zählen das H4 Hotel München Messe mit 331 Zimmern, das H2 Hotel München Messe mit 205 Zimmern, das H4 Hotel Leipzig mit 291 Zimmern, das H4 Hotel Hamburg Bergedorf. Die Hotels finden sich aktuell auf der Unternehmenswebseite von Revo-Hospitality. Zusammen mit dem Berliner Excelsior-Projekt umfasst die Transaktion damit knapp 1.500 Zimmer. Eingefügter Text.txt

Unternehmensführung bezeichnet Deutschland als wichtigen Wachstumsmarkt

Der Vorstandsvorsitzende von Brown Hotels, Reuven Elkes, bezeichnete den Markteintritt in Deutschland als einen wichtigen Schritt der internationalen Entwicklung des Unternehmens. Wörtlich erklärte er in dem Medium: „Today marks a major milestone in Brown Hotels’ international development. Our entry into the German market is a key part of the long-term growth strategy we have outlined in recent years. The acquisition of the iconic Excelsior Hotel in Berlin, in partnership with Kibbutz Kfar Giladi, a strategic partner that shares and believes in our vision, represents a significant leap forward for the brand.“

Nach Angaben von Passport News betreibt Brown Hotels derzeit 41 Hotels mit 4.752 Zimmern in Israel, Griechenland, Zypern und Kroatien. Mit dem Einstieg in Deutschland erweitert die Hotelgruppe ihre Präsenz in Westeuropa.

Branchenvertreter kommentieren den angekündigten Markteintritt

Eine offizielle Bestätigung der Transaktion durch Brown Hotels, Israel Canada Hotels oder die Verkäufer lag bis zum Redaktionsschluss nicht vor. Die derzeit bekannten Informationen stützen sich auf den Bericht des israelischen Branchenportals Passport News, das bislang als einzige veröffentlichte Quelle über die Übernahme berichtet hat.

In der Branche wird der angekündigte Markteintritt bereits diskutiert. Der Berliner Hotelmanager Zeev Rosenberg bezeichnete in einem Beitrag auf LinkedIn insbesondere die geplante Wiederbelebung des Excelsior Berlin als bemerkenswert. Er verwies darauf, dass Brown Hotels mit sechs Hotels und rund 1.500 Zimmern in den deutschen Markt eintrete und das Berliner Traditionshaus umfassend renovieren sowie neu positionieren wolle.

Zugleich äußerte Rosenberg die Einschätzung, der Einstieg zeige, dass internationale Investoren den deutschen Hotelmarkt weiterhin im Blick hätten. Entscheidend werde aus seiner Sicht sein, ob es Brown Hotels gelinge, den Häusern eigenständige Konzepte, eine klare Führung und einen unverwechselbaren Charakter zu geben. Gerade Berlin könne von einer erfolgreichen Neupositionierung des Excelsior profitieren.

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