Mercure-Hotel in Köln stellt Betrieb wegen technischer Mängel ein

| Hotellerie Hotellerie

Das Mercure City in der Kölner Friesenstraße hat seinen Betrieb eingestellt. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger am 6. Oktober 2026 berichtet, nennt der Interimsgeschäftsführer der insolventen Revo-Hotelgruppe, Gordon Geiser, technische Mängel als Grund. Für die Immobilie werde ein Käufer gesucht. Notwendige hohe Investitionen in den Brandschutz machten einen Weiterbetrieb unrentabel.

Das Vier-Sterne-Hotel rund um die Sartory-Säle verfüge über 103 Zimmer und vier Tagungsräume für bis zu 200 Personen. An der Tür informiere ein Aushang über die Schließung: „Der Betrieb wurde eingestellt.“

„Das Hotel mussten wir wegen technischer Mängel schließen“, zitiert der Kölner Stadt-Anzeiger Geiser. „Für die Immobilie wird ein Käufer gesucht. Notwendige hohe Investitionen in den Brandschutz machen einen Weiterbetrieb unrentabel.“

Auch die bisherige Hotelseite auf dem Accor-Buchungsportal ist am 8. Oktober 2026 nicht mehr erreichbar. Beim direkten Aufruf der deutschen und englischen Seite wird der Statuscode „410 Gone“ ausgegeben. In der Accor-Buchungssuche für Köln für die Nacht vom 8. auf den 9. Oktober 2026 wird das Hotel ebenfalls nicht angezeigt. Das Hotel wurde von der insolventen Revo-Hotelgruppe betrieben.

Pullman stellt seinen Hotelbetrieb Anfang Dezember 2026 vorerst ein

Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet außerdem über die angekündigte Schließung des Pullman-Hotels an der Helenenstraße. Dort sei die Nacht vom 30. November auf den 1. Dezember 2026 die letzte im Haus. Das Hotel verfüge über 275 Zimmer, große Veranstaltungssäle sowie Bars im Erdgeschoss und in der zwölften Etage.

Tageskarte hatte bereits am 20. Januar 2026 über die geplante vorläufige Betriebseinstellung Anfang Dezember berichtet. Nach den damals angeführten Berichten mehrerer Kölner Medien habe das Management Partner und Karnevalsgesellschaften Mitte Januar per E-Mail informiert. Der Pachtvertrag für die Immobilie ende am 31. Dezember 2026; der bisherige Betreiber AccorInvest ziehe sich zum Jahresende zurück.

Der schwedische Investor Pandox habe die Immobilie im April 2025 erworben, berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger. Der Tageskarte-Bericht vom Januar beziffert den Kaufpreis auf rund 66 Millionen Euro und nennt Art-Invest Real Estate als Verkäufer.

Welche Nutzung Pandox künftig plane, sei nach dem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers vom 6. Oktober weiterhin offen. Der Eigentümer habe auf die Anfragen der Zeitung nicht reagiert.

Das Pullman habe 47 Jahre lang als Hofburg für die Kölner Dreigestirne gedient. Der Tageskarte-Bericht vom Januar nennt unter Berufung auf Kölner Medien bis zu 30 Karnevalsveranstaltungen pro Session. Für den 11. November 2026 führt der aktuelle Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers noch den „Ball Raderdoll“ der Grosse Braunsfelder KG an.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Hotelverband Deutschland sieht in den neuen Booking.com-Zusagen einen Fortschritt, will ihre Wirkung aber in der Praxis prüfen. IHA-Präsident Otto Lindner stellt insbesondere Fragen zum Genius-Programm.

Die EPH Group plant im Mittelburgenland ein Fünf-Sterne-Resort mit rund 300 Betten. Der Grundstückserwerb setzt insbesondere eine rechtskräftige Baubewilligung voraus.

Das neue Roomers ParkView im Frankfurter Westend ist ab sofort für Aufenthalte ab Dezember 2026 buchbar. Das Haus verbindet die Marke Roomers mit The Luxury Collection von Marriott.

People Inc. hat das Übernahmeangebot für den Casino- und Hotelbetreiber MGM Resorts zurückgezogen. Dabei spielte offenbar auch die anhaltende Skepsis von Investoren hinsichtlich eines milliardenschweren Großprojekts eine entscheidende Rolle.

Das Messegelände Hannover entfaltet laut einer aktuellen Studie eine erhebliche ökonomische Wirkung auf das regionale Gastgewerbe. Allein in Hannover werden in einem durchschnittlichen Messejahr mehr als 120 Millionen Euro im Gastgewerbe umgesetzt.

Praemia widerspricht Novum nach der Schließung des Crowne Plaza Frankfurt. Die Eigentümerseite verweist auf geplante Sanierungsgespräche und erklärt, nach ihrer Kenntnis habe keine behördliche Entscheidung die Schließung erforderlich gemacht.

Nach der Wiedereröffnung im Juni hat das Taj Hessischer Hof Frankfurt seine offizielle Eröffnung gefeiert. Die Bombay Brasserie und Jimmy’s Bar belegen in einem regionalen Restaurantführer bereits erste Plätze.

Frasers Hospitality führt mit Fraser Suites Reserve eine neue Luxusmarke für Serviced Living ein. Das erste Haus mit 255 Zimmern soll ab Dezember 2026 in Bangkok schrittweise Gäste empfangen.

Nach dem Fund eines Schadcodes hat Atlantic Hotels seine Websites vorübergehend abgeschaltet. Besucher seien zuvor aufgefordert worden, schädliche Tastenkombinationen einzugeben. Ob jemand der Aufforderung folgte, ist nach Angaben der Hotelgruppe unbekannt.

Citygrove will nach drei Hotelprojekten in Deutschland weiter wachsen und die Zusammenarbeit mit Premier Inn fortsetzen. Die bisherigen Immobilien in Hannover, Lübeck und Düsseldorf wurden nach Unternehmensangaben mit einem Kredit über 83 Millionen Euro langfristig umfinanziert.