mrp-Videocast: Ende des Zinsanstiegs in Sicht

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Im neuesten Videocast von mrp hotels erläutert Monika Rosen, Börsenexpertin der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft, im Gespräch mit Martin Schaffer, Geschäftsführender Partner von mrp hotels, die neuesten wirtschaftlichen Entwicklungen angesichts des nach wie vor zu erwartenden Leitzinsanstiegs durch die EZB bei sich weiter aufhellenden Aussichten auf den Hotel- und Tourismusmärkten.

Nach Einschätzung von Monika Rosen gehen Marktteilnehmer weitestgehend davon aus, dass die EZB Mitte Juni den Leitzins um weitere 25 Basispunkte erhöhen wird. Für Juli wird von einem ähnlichen Zinsschritt ausgegangen. „Danach sehen viele Beobachter voraussichtlich das Ende der Fahnenstange erreicht“, so Monika Rosen. Auch wenn die Zinsen nicht sofort fallen würden, könnte sich der Markt dann bei stabilen Werten besser auf das Zinsniveau einstellen. „Für die Börse und die Märkte ist es insgesamt immer gut, wenn das Ausmaß auch eines negativen Faktors bekannt ist. Die Akteure können sich besser auf eine bekannte Größe einstellen und planen.“

Eine Prognose zur weiteren Dauer der Hochzinsphase angesichts der langen davor liegenden Phase niedriger Zinsen sei schwierig. Monika Rosen geht aber aus der historischen Erfahrung heraus davon aus, dass die Verweildauer in einer Hochzinsphase kurz vor Beginn von Senkungen durch die Notenbanken kürzer sei als die Verweildauer in der Niedrigzinsphase. Daraus folgt, dass in einem vergleichsweise kürzeren Zeitrahmen mit einer Senkung begonnen werden könnte.

Im Weiteren betonte Martin Schaffer die durch statistische Werte und auch durch Kundenrückmeldungen nachzuweisende rasche Erholung der touristischen Nachfrage nach der Pandemie, die sich nahezu wieder auf dem hohen Niveau von 2019 bewegt. Laut Monika Rosen hätten vor allem Fluglinien-Aktien davon besonders profitiert. Sie verzeichneten einen Anstieg ihres Aktienkurses von 40 Prozent und mehr seit dem Jahresbeginn. Monika Rosen: „Hier spielen der Energiefaktor und dabei insbesondere die – nach der ersten Phase des Ukrainekriegs – sich wieder rückläufig entwickelnden Ölpreise eine wichtige Rolle.“ Aktien von börsennotierten Hotelketten entwickelten sich im Großen und Ganzen indexkonform oder leicht darüber.

„Grundsätzlich ist zu betonen“, so Monika Rosen abschließend, „dass der Konsument wieder bereit ist, mehr für Reisen ausgeben als für der Sachkonsum, der während der Pandemie im Vordergrund stand. Allerdings belasten die steigenden Zinsen auch die Konsumenten. Man wird darauf achten müssen, wie nachhaltig dieser Effekt im weiteren Verlauf sein wird.“


 

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