Nachfolgelösung für IntercityHotel Herford im Insolvenzverfahren vereinbart

| Hotellerie Hotellerie

Im Insolvenzverfahren der Scoop Herford Hotelbetriebs GmbH ist eine Nachfolgelösung für das IntercityHotel Herford erzielt worden. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, haben das PLUTA-Team und der Eigentümer der Hotelimmobilie eine Vereinbarung getroffen, um den Hotelbetrieb langfristig fortzuführen. Das Hotel wird seit seiner Eröffnung im Oktober 2022 von der Scoop Herford Hotelbetriebs GmbH betrieben.

HMV Betriebs GmbH übernimmt Betrieb und alle 26 Mitarbeiter

Mit Wirkung zum 1. Mai 2026 übernimmt die HMV Betriebs GmbH, Herford, den Geschäftsbetrieb des Hotels sowie alle 26 Mitarbeiter, wie mitgeteilt wird. Hinter der neu gegründeten Betreibergesellschaft stehen nach Angaben des Unternehmens die Eigentümer der Hotelimmobilie.

Der Kauf- und Übertragungsvertrag wurde Ende März 2026 von Insolvenzverwalter Georg Jakob Stemshorn von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH und der HMV Betriebs GmbH unterzeichnet. Die Mitarbeiter wurden im Rahmen einer Versammlung über den bevorstehenden Betriebsübergang informiert. Die zuständige Gläubigerversammlung beim Insolvenzgericht Augsburg hat der Investorenlösung am vergangenen Freitag einstimmig zugestimmt, wie es weiter heißt.

Gläubigerversammlung stimmt Investorenlösung einstimmig zu

Das Amtsgericht Augsburg – Insolvenzgericht hatte das Verfahren am 1. Februar 2026 eröffnet und Stemshorn zum Insolvenzverwalter bestellt. Bereits zuvor war er als vorläufiger Insolvenzverwalter tätig. Laut Mitteilung wurde der Hotelbetrieb seit der Verfahrenseinleitung am 3. Dezember 2025 uneingeschränkt fortgeführt.

Stemshorn erklärte: „In den vergangenen fünf Monaten haben wir den Hotelbetrieb fortgeführt. Es freut mich, dass uns nun eine langfristige Lösung gelungen ist. Damit erreichen wir auch für die Gläubiger die bestmögliche Lösung.“

Eigentümer gründen eigene Betreibergesellschaft für Hotelbetrieb

Marco Lorenz, Geschäftsführer der HMV Betriebs GmbH, erklärte: „Mit der HMV Betriebs GmbH haben die Hoteleigentümer eine eigene Gesellschaft gegründet, die ab dem 01.05.2026 formell den Betrieb des IntercityHotel Herford übernehmen wird. Als Hoteleigentümer und künftiger Hotelbetreiber sind wir froh, dass nach Eintritt der Insolvenz des Betreibers Scoop im Dezember 2025 der Betrieb des IntercityHotel Herford unter Führung des Insolvenzverwalters Georg Jakob Stemshorn und seinem Team bis zur Übernahme durch unsere eigene Betriebsgesellschaft unterbrechungs- und störungsfrei fortgesetzt werden konnte.“

Weiter führte er aus: „Künftig können wir nun nicht nur als Eigentümer, sondern auch als Betreiber das neueste und größte Hotel in Herford erfolgreich weiterentwickeln. Mein besonderer Dank gilt dem gesamten Team des IntercityHotel Herford, das in der Übergangsphase mit großem persönlichem Einsatz und Motivation den Hotelbetrieb auf dem hohen Service- und Qualitätsniveau in der 5-monatigen Übergangsphase fortgeführt hat. Umso mehr freut es uns, dass wir auch künftig in der neuen HMV Betriebs GmbH mit dem gesamten Team unter der Leitung der Hoteldirektorin Alexandra Meierhans unseren Gästen Übernachtungen und Veranstaltungsmöglichkeiten im modernen und hochwertigen Ambiente der Marke IntercityHotel anbieten können.“

PLUTA-Teams aus Augsburg und Herford arbeiten im Verfahren zusammen

Der Sitz der Scoop Herford Hotelbetriebs GmbH befindet sich in Augsburg, während das Hotel in Herford liegt. Nach Angaben der Beteiligten arbeiteten daher Sanierungsexperten aus Augsburg und Herford eng zusammen. Zu den Beteiligten zählen neben Stemshorn auch Rechtsanwalt Dr. André Wehner sowie Rechtsanwältin Aina Karlström und Wirtschaftsjuristin Marina Weber.

Hoteldirektorin Alexandra Meierhans erklärte: „Ich bin meinem Team und allen Beteiligten dankbar, dass wir aus dieser sehr schwierigen und belastenden Situation mit einem guten Ergebnis herausgekommen sind und damit eine Perspektive für das Intercity Hotel Herford bilden konnten.“


Zurück

Vielleicht auch interessant

Mit der Eröffnung des Conrad Athens The Ilisian bringt Hilton seine Luxusmarke Conrad erstmals nach Griechenland. Das ehemalige Hilton Athens wurde dafür vollständig umgestaltet und bietet nun neben 278 Zimmern umfangreiche Wellness- und Gastronomieangebote.

Die italienische Wettbewerbsbehörde untersucht Booking.com wegen des Verdachts auf irreführende Geschäftspraktiken bei Partnerprogrammen. Im Zentrum stehen Vorwürfe, nach denen Sichtbarkeit auf der Plattform gegen höhere Provisionen statt echter Qualität gewährt wird.

Condé Nast Traveller präsentiert zum 30. Mal seine Auswahl der weltweit besten neuen Hotels. In Europa überzeugen vor allem Projekte in historischen Gebäuden und nachhaltige Konzepte in Metropolen wie Frankfurt, Wien und Rom.

Der Scheelehof in Stralsund soll nach der Insolvenz im Verbund der Lieblingsplatz Hotels weitergeführt werden. Laut Pressemitteilung übernimmt Lieblingsplatz Hotels dabei die Rolle des System- und Konzeptgebers, während der operative Betrieb durch einen Betreiber aus dem Umfeld der Gruppe erfolgen soll.

Pressemitteilung

DIRS21 und ibelsa laden zur dritten Auflage des Branchenevents Hotelrizon am 18. Juni 2026 an den Blackfoot Beach nach Köln ein. Die Veranstaltung richtet sich gezielt an Hoteliers und Entscheider in der Privathotellerie und bietet einen praxisnahen Überblick über die neuesten Technologien und Strategien im modernen Hotelbetrieb.

Die Falkensteiner Michaeler Tourism Group hat das Falkensteiner Resort Capo Boi auf Sardinien übernommen. Nach zehn Jahren als Betreiber geht die Anlage nun vollständig in den Besitz des Unternehmens über.

Mit der Eröffnung von Terminal 3 am Flughafen Frankfurt hat das IntercityHotel einen neuen Standort direkt am Terminal in Betrieb genommen. Das Unternehmen verweist auf kurze Wege und ein Eröffnungsangebot für Gäste.

Mainz plant die Einführung einer Beherbergungsabgabe ab Juli 2026. Der Stadtrat entscheidet Anfang Mai über die Maßnahme, mit der zusätzliche Einnahmen für touristische Ausgaben erzielt werden sollen.

IHG Hotels & Resorts übernimmt elf europäische Standorte der Marke Pentahotels und wandelt diese bis 2027 in eigene Marken um. Das Projekt umfasst über 1.800 Zimmer in Deutschland, Belgien und Frankreich.

Accor erweitert die Präsenz in der Schweiz durch die Vertragsunterzeichnung für das Hotel Aeschi Interlaken. Das Haus im Berner Oberland soll nach einer Renovierung im Sommer 2026 als Teil der Handwritten Collection eröffnen.