NOVUM Hospitality meldet solides Wachstum

| Hotellerie Hotellerie

NOVUM Hospitality hat das Geschäftsjahr 2024 mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung abgeschlossen. Die Gesamterlöse beliefen sich auf 471,2 Millionen Euro. Damit schreibt das Unternehmen seine Wachstumsbilanz fort, nachdem bereits das Jahr 2023 starke Ergebnisse geliefert hatte.

Im Jahresvergleich konnte NOVUM Hospitality eine Steigerung der Gesamterlöse von rund 13 Prozent verzeichnen. Auch andere betriebswirtschaftliche Kennzahlen entwickelten sich positiv: Das EBITDA erreichte 82,2 Millionen Euro, der GOP (Gross Operating Profit) lag bei 204,1 Millionen Euro und der erzielte RevPAR (Revenue per available room) betrug 60,5 Euro.

David Etmenan, Chief Executive Officer & Owner der NOVUM Hospitality, kommentierte die Zahlen: „Die Ergebnisse für 2024 demonstrieren eindrucksvoll, dass unsere strategischen Maßnahmen Wirkung zeigen. Wir haben nicht nur ehrgeizige Wachstumsziele erreicht, sondern auch unsere Marktposition weiter gefestigt. Dies ist auch der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit IHG Hotels & Resorts sowie den erfolgreichen Hotelkonversionen bzw. der Etablierung neuer Marken zu verdanken.“

Als beitragende Faktoren für die Bilanz nannte die Gruppe eine erhöhte Übernachtungsnachfrage, unter anderem durch die Fußball-Europameisterschaft 2024 und zahlreiche Messeveranstaltungen an Kernstandorten. Zusätzlich hätten die Eröffnung neuer und modernisierter Hotels, ein konsequentes Kosten- und Ertragsmanagement sowie anpassungsfähige Preisstrategien die Ergebnisse gestützt. Durch die Franchisepartnerschaft mit IHG profitiert die Gruppe zudem von erweiterten Vertriebs- und Serviceangeboten wie dem Reservierungsservice IHG Voice.

Samira Said, CEO der NOVUM Hospitality, ergänzte: „Für uns ist das die klare Bestätigung unseres strategischen Kurses. Unsere Investitionen in den Ausbau der Marken, in Projektentwicklungen und Revitalisierungen tragen sichtbar Früchte.“

Meilensteine in der IHG-Integration

Seit der Kooperationsvereinbarung im April 2024 lag der Fokus der Gruppe auf der Integration des Hotelbestands in die Markenwelten von IHG.

  • Alle in Betrieb befindlichen the niu Hotels wurden 2024 erfolgreich in den Co-Brand-Verbund Holiday Inn – the niu überführt.

  • Im November 2024 erfolgte die europäische Markteinführung der Marke Garner mit drei Hoteleröffnungen in Hamburg (100 Zimmer), Elmshorn (75 Zimmer) und Augsburg (132 Zimmer).

  • Im zweiten Halbjahr 2024 wurden insgesamt neun Garner Hotels an die Vertriebsnetzwerke der IHG angeschlossen.

Bis Ende 2025 sollen insgesamt 97 NOVUM Hospitality Hotels, was voraussichtlich rund 80 Prozent des aktiven Gesamtportfolios entspricht, in die IHG-Markenwelten integriert sein. Bislang hat das Unternehmen rund 25 Millionen Euro in die Rebranding- und Modernisierungsmaßnahmen investiert. Für die noch zu integrierenden Bestandshäuser sind weitere 25 Millionen Euro für die Jahre 2026 und 2027 eingeplant. Die vollständige Integration des Bestandsportfolios soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

Strategische Expansion in neue Segmente

Neben der Fokussierung auf die Holiday Inn – the niu und Garner Marken plant NOVUM Hospitality bis 2029 die Eröffnung von 28 weiteren Neubau- und Revitalisierungsprojekten mit über 5.200 Zimmern. Im Rahmen dieser Wachstumsstrategie wird auch die Expansion im Upscale-Segment vorangetrieben.

Jüngste Beispiele dafür sind die Unterzeichnung eines Mietvertrags für ein voco Hotel in Berlin im Juni 2025 sowie die Ankündigung eines weiteren voco Hotels in Hamburg-Altona im August 2025. Projekte verschiedener Marken befinden sich zudem in der Pipeline in Hamburg, Rostock, Gütersloh, Bremerhaven, Bielefeld und Dresden. Im März 2024 wurde bereits das the niu Wave in Karlsruhe mit 289 Zimmern eröffnet und wenig später in den Co-Brand-Verbund integriert.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Österreichs Hotels erwarten für die Wintersaison stabile Übernachtungszahlen, aber rückläufige Betriebsergebnisse. Hohe Beschäftigungskosten, zurückhaltende Gästeausgaben und erschwerte Finanzierungen belasten die Betriebe.

Six Senses plant für 2027 vier Neueröffnungen in Mailand, Spanien, Tel Aviv und Saudi-Arabien. Vorgesehen sind Stadthotels, ein Resort auf einem historischen Anwesen und eine Anlage in einer Wüstenlandschaft.

Das Designer Motel glockna in Fusch an der Großglocknerstraße hat fünf Chalets und einen Infinitypool fertiggestellt. Die Eröffnung des Hotels mit Zimmern, Suiten, Spa und Restaurant ist für den 19. Dezember 2026 geplant.

Hotels unter einer Marke stellen inzwischen 45,5 Prozent der Hotelzimmer in Deutschland. Der DACH-Bericht von Horwath HTL dokumentiert steigende Markenanteile in allen drei Ländern und die Expansion durch Marken- und Betreiberwechsel.

Charlotte Pauls ist in den Bremer Familienbetrieb rund um das Hotel Munte eingetreten. Sie und ihr Cousin Luca vertreten die fünfte Generation der Unternehmerfamilie und sollen Mitte 2027 gemeinsam die Betriebsleitung übernehmen.

Premier Inn meldet zehn Hoteleröffnungen und 19 Prozent mehr Halbjahresumsatz in Deutschland. Zugleich steigt der bereinigte Vorsteuerverlust auf acht Millionen Pfund. Für das Gesamtjahr hält Whitbread am Gewinnziel für Deutschland fest.

Relais & Châteaux stellt seinen 580 Mitgliedern die Plattform MyImpact zur Verfügung. Sie erfasst CO₂-Bilanzen der Hotels und schätzt mögliche Emissionsminderungen; ab 2027 sollen betriebliche Praktiken auch in die Bewertung der Häuser einfließen.

May & Co. plant neben dem Kölner Dom ein Hotel mit rund 250 Zimmern. Die Untergeschosse des bestehenden Büro- und Geschäftshauses sollen erhalten bleiben; die Fertigstellung ist für Mitte 2030 vorgesehen.

Die So!Apart 2026 diskutiert das Verhältnis von Hotellerie und Apartmentsegment sowie Fragen zu Finanzierung und Buchungen über KI-Suche. Die Fachtagung findet am 18. und 19. November im Berliner Metropol statt.

 

Die Hotelstars Union sieht Fortschritte bei der Kennzeichnung der Hotelsterne in KI-Assistenten und auf Buchungsplattformen. Sterne sollten ausschließlich für offiziell klassifizierte Hotels verwendet und Bewertungen europaweit einheitlich dargestellt werden.