Premier Inn steigert den Umsatz in Deutschland um 19 Prozent

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Die Hotelkette Premier Inn hat ihren Umsatz in Deutschland im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026/27 in Landeswährung um 19 Prozent gesteigert. Das berichtet der Mutterkonzern Whitbread in seinen Halbjahreszahlen. Zugleich habe sich der bereinigte Verlust vor Steuern von drei Millionen auf acht Millionen Pfund erhöht. Die Angaben für Deutschland schließen einen Standort in Österreich ein.

Der Berichtszeitraum umfasst die 26 Wochen bis zum 27. August 2026. Vergleichszeitraum sind die 26 Wochen bis zum 28. August 2025. In seiner Berichtswährung weist Whitbread für Deutschland einen Gesamtumsatz von 150 Millionen Pfund aus, nach 125 Millionen Pfund im Vorjahreszeitraum.

Premier Inn eröffnet zehn Hotels und erhöht die Auslastung

Im Berichtszeitraum habe Premier Inn zehn neue Hotels mit 1.771 Zimmern eröffnet. Zum Halbjahresstichtag weist Whitbread für Deutschland einschließlich des österreichischen Standorts 75 geöffnete Hotels mit 13.369 Zimmern aus. Ein Jahr zuvor seien es 63 Hotels mit 11.175 Zimmern gewesen. Für weitere 4.823 Zimmer bestünden vertraglich gesicherte Projekte.

Die Auslastung stieg von 68,7 auf 72,6 Prozent. Gleichzeitig sei der durchschnittliche Zimmerpreis in Landeswährung um fünf Prozent gesunken. Der Umsatz je verfügbarem Zimmer habe mit 62 Euro auf Vorjahresniveau gelegen. Für eine gesondert ausgewiesene Gruppe von 17 länger etablierten Hotels meldet Whitbread einen Anstieg dieser Kennzahl um zwei Prozent auf 71 Euro.

Die Übernachtungsumsätze seien in Landeswährung insgesamt um 16 Prozent gewachsen, auf vergleichbarer Fläche um drei Prozent. Bei Speisen und Getränken habe das Wachstum insgesamt 32 Prozent und auf vergleichbarer Fläche 16 Prozent betragen.

Höhere Betriebs- und Mietkosten vergrößern den bereinigten Verlust

Whitbread führt den höheren bereinigten Vorsteuerverlust auf gestiegene Betriebskosten und mietbezogene Aufwendungen zurück. Die Betriebskosten vor Abschreibungen und Mieten hätten sich in Pfund um 24 Prozent auf 109 Millionen Pfund erhöht. Als Gründe nennt das Unternehmen den Ausbau des Hotelbestands, insbesondere Belastungen im Zusammenhang mit neuen Zimmereröffnungen, sowie Kostensteigerungen.

Die Abschreibungen auf Nutzungsrechte seien von 21 Millionen auf 26 Millionen Pfund gestiegen. Die Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten hätten sich von elf Millionen auf 14 Millionen Pfund erhöht. Für das gesamte Geschäftsjahr 2026/27 halte Whitbread am Ziel eines zweiten profitablen Jahres in Folge in Deutschland fest.

Für die fünf Wochen bis zum 1. Oktober 2026 meldet das Unternehmen einen Anstieg der Übernachtungsumsätze in Deutschland um 31,2 Prozent in Landeswährung. Der Umsatz je verfügbarem Zimmer habe um 9,5 Prozent auf 83 Euro zugelegt.

Whitbread meldet konzernweit mehr Umsatz und weniger Gewinn

Auf Konzernebene stieg der Halbjahresumsatz um zwei Prozent auf 1,572 Milliarden Pfund. Der bereinigte Gewinn vor Steuern sei um neun Prozent auf 287 Millionen Pfund gesunken. Der ausgewiesene Vorsteuergewinn habe sich um 62 Prozent auf 109 Millionen Pfund verringert.

Die Bereinigungspositionen von 178 Millionen Pfund entfielen Whitbread zufolge überwiegend auf nicht zahlungswirksame Wertminderungen im Zusammenhang mit der strategischen Überprüfung und dem Wachstumsprogramm. In Großbritannien und Irland seien die Übernachtungsumsätze um drei Prozent gestiegen, die Umsätze mit Speisen und Getränken dagegen um neun Prozent gesunken.

Whitbread lässt Aktionäre über einen von Corvex ausgewählten Direktor abstimmen

In einer gesonderten Mitteilung vom 13. Oktober 2026 gibt Whitbread die Veröffentlichung eines Aktionärsrundschreibens mit der Einladung zu einer von Corvex Management LP verlangten Aktionärsversammlung bekannt. Die Aktionäre sollen darüber abstimmen, einen von Corvex ausgewählten neuen Direktor in das Board von Whitbread zu berufen.

Die Versammlung sei für den 9. November 2026 um 13 Uhr Ortszeit am Unternehmensstandort Whitbread Court im britischen Dunstable angesetzt. Das Board empfehle den Aktionären einstimmig, gegen den Antrag von Corvex zu stimmen. Das Rundschreiben enthalte die Gründe für diese Empfehlung sowie Einzelheiten zur Stimmabgabe.

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