Rache der Mitarbeiter? Nachspiel für illegale Party im Soho House

| Hotellerie Hotellerie

In der letzten Woche feierte ein italienisches Modelabel eine illegale Party im Berliner Soho House. Das hat Konsequenzen für das Club-Hotel, denn Bilder und Videos der Feier landeten in den sozialen Medien.

Nun ist offenbar auch klar warum: Wie die B.Z. erfahren haben will, sollen die Mitarbeiter des Soho House das Material online gestellt haben. Die Mitglieder des Club-Hotels sind empört.

Anlass zur Party war die Modenschau des italienischen Labels Bottega Veneta im Berghain. Anschließend sollen die Mitarbeiter und Gäste ins Soho House weitergezogen sein, welches das Mode-Unternehmen für den Anlass komplett gebucht haben soll. Hier kam es im Anschluss zur ausschweifenden After-Show-Party. Wie die PR-Abteilung der Londoner Soho-House-Zentrale auf B.Z.-Anfrage mitteilte, soll die Feier „spontan“ gewesen sein, doch Mitarbeiter des Hotels behaupten das Gegenteil. Angeblich seien die Räumlichkeiten offiziell gebucht worden, schreibt die Zeitung. Außerdem will die B.Z. erfahren haben, dass die eigenen Angestellten des Soho House die Bilder veröffentlicht haben. Eine Racheaktion könne demnach nicht ausgeschlossen werden, da sich viele Mitarbeiter vom Management schlecht behandelt fühlten. Angeblich sollen nach Ausbruch der Corona-Pandemie große Teile des Personals gekündigt worden sein, erzählten sie der Zeitung.

Auch die Mitglieder des Club-Hotels zeigen sich im Internet angesichts der illegalen Party empört. In den sozialen Medien machen sie ihrem Ärger Luft. Einige denken sogar über eine Kündigung ihrer Mitgliedschaft (129 Euro im Monat) nach.

Die Berliner Polizei hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen und alle Fotos und Videos der illegalen Party gesichert.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.