San Francisco verklagt Buchungsportale

| Hotellerie Hotellerie

Der Staatsanwalt von San Francisco, David Chiu, hat nach Angaben des Nachrichtensenders KRON4Klage gegen die Online-Buchungsplattformen GuestReservations.com und BookOnline.com eingereicht. In der Klageschrift (PDF) wird den Betreibern vorgeworfen, gezielt Internetseiten geschaltet zu haben, um Verbraucher über die offizielle Herkunft der Portale zu täuschen.

Nach Auskunft der Behörden erweckten die Websites den irreführenden Eindruck, sie gehörten direkt zu den jeweiligen Hotelbetrieben. Auf diese Weise hätten die Plattformen finanzielle Aufschläge von bis zu 85 Prozent im Vergleich zu den tatsächlichen Originalpreisen der Unterkünfte verlangt.

Die Kunden sahen sich demnach neben den massiven Preisaufschlägen zudem mit äußerst strengen sowie unflexiblen Stornierungsbedingungen konfrontiert. Berichten zufolge seien Vorauszahlungen verlangt worden, während betroffene Reisende im Falle von nachträglichen Korrekturen oder Buchungsänderungen ihre geleisteten Zahlungen kaum oder gar nicht erstattet bekamen.

Auch Booking Holdings in der Klageschrift

In den juristischen Unterlagen wird darüber hinaus Booking Holdings als Beklagte aufgeführt. Zur konkreten Beteiligung des Unternehmens führt die Anklageschrift wörtlich aus: „Das weltweit größte Online-Reiseunternehmen, Booking Holdings, ist ein aktiver Beteiligter. Es versorgt die nachgemachten Websites mit Hotelinventar und Zahlungsabwicklungsdiensten in voller Kenntnis des Systems. Letztendlich entziehen Guest Reservations, Book Online und Booking Holdings den Verbrauchern sowie der Gastgewerbe- und Tourismusbranche jährlich Millionen von Dollar. Die Kläger beabsichtigen, diesen Betrug zu beenden und Entschädigung für getäuschte Kunden zu erwirken.“

 

Das Vorgehen verdeutlicht aus Sicht der Behörden die wachsenden Risiken durch betrügerische Zwischenhändler im digitalen Tourismussegment. Die beteiligten Unternehmen äußerten sich in der Berichterstattung zunächst nicht zu den konkreten Vorwürfen der Staatsanwaltschaft.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.