Schweiz verlängert Mehrwertsteuer-Sondersatz von 3,8 Prozent bis 2031

| Hotellerie Hotellerie

Der Schweizer Ständerat hat am 29. September 2026 der Fortführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für Beherbergungsleistungen um weitere vier Jahre zugestimmt. Er folgt damit dem Nationalrat, wie HotellerieSuisse mitteilt. Der Sondersatz von 3,8 Prozent soll damit über 2027 hinaus bis Ende 2031 weitergeführt werden.

Der Tourismussektor begrüßt die Entscheidung. Die Verlängerung verhindere eine unmittelbare Steuererhöhung ab 2028 und schaffe stabile Bedingungen bis Ende 2031, heißt es in der Mitteilung.

Tourismusverband verweist auf Auswirkungen über die Beherbergungsbetriebe hinaus

Der Schweizer Tourismus-Verband verweist auf die Auswirkungen des Sondersatzes auf weitere Betriebe in den Tourismusregionen. Neben den Beherbergungsbetrieben profitierten auch Bergbahnen, Gastronomie und lokales Gewerbe von der Verlängerung.

„Von der heutigen Verlängerung des MWST-Sondersatzes bis 2031 profitiert die gesamte touristische Wertschöpfungskette – von der Bergbahn und der Gastronomie über zahlreiche weitere touristische Leistungsträger bis zum lokalen Gewerbe“, sagt Philipp Niederberger, Direktor des Schweizer Tourismus-Verbands.

HotellerieSuisse begrüßt Verlängerung und verweist auf langfristige Investitionsplanung

HotellerieSuisse begrüßt die Fortführung auch mit Blick auf die Bundesfinanzen. „Angesichts der angespannten Lage der Bundesfinanzen begrüssen wir die Weiterführung des Sondersatzes. Diese Verlängerung ist ein Erfolg für die Branche“, erklärt Christian Hürlimann, Direktor von HotellerieSuisse.

Für Beherbergungsbetriebe bleibe ein Zeitraum von vier Jahren allerdings ein vergleichsweise kurzer Planungshorizont, führt die Mitteilung aus. Investitionen in Gebäude und Infrastruktur, Modernisierungen sowie die Weiterentwicklung eines Betriebs würden langfristig geplant. Das gelte ebenso für die damit verbundenen Finanzierungen.

Mit der Entscheidung habe eine unmittelbare Erhöhung der Mehrwertsteuer abgewendet werden können. GastroSuisse verweist in diesem Zusammenhang auf den Aufwand, den Änderungen bei der Mehrwertsteuer für die Betriebe verursachten.

„Jede Änderung bei der Mehrwertsteuer ist für die Branche mit erheblichem Aufwand und zusätzlichen Belastungen verbunden. Umso wichtiger ist die nun beschlossene Verlängerung“, erläutert Kareen Vaisbrot, Direktorin von GastroSuisse.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die EPH Group plant im Mittelburgenland ein Fünf-Sterne-Resort mit rund 300 Betten. Der Grundstückserwerb setzt insbesondere eine rechtskräftige Baubewilligung voraus.

Das neue Roomers ParkView im Frankfurter Westend ist ab sofort für Aufenthalte ab Dezember 2026 buchbar. Das Haus verbindet die Marke Roomers mit The Luxury Collection von Marriott.

People Inc. hat das Übernahmeangebot für den Casino- und Hotelbetreiber MGM Resorts zurückgezogen. Dabei spielte offenbar auch die anhaltende Skepsis von Investoren hinsichtlich eines milliardenschweren Großprojekts eine entscheidende Rolle.

Das Messegelände Hannover entfaltet laut einer aktuellen Studie eine erhebliche ökonomische Wirkung auf das regionale Gastgewerbe. Allein in Hannover werden in einem durchschnittlichen Messejahr mehr als 120 Millionen Euro im Gastgewerbe umgesetzt.

Praemia widerspricht Novum nach der Schließung des Crowne Plaza Frankfurt. Die Eigentümerseite verweist auf geplante Sanierungsgespräche und erklärt, nach ihrer Kenntnis habe keine behördliche Entscheidung die Schließung erforderlich gemacht.

Nach der Wiedereröffnung im Juni hat das Taj Hessischer Hof Frankfurt seine offizielle Eröffnung gefeiert. Die Bombay Brasserie und Jimmy’s Bar belegen in einem regionalen Restaurantführer bereits erste Plätze.

Frasers Hospitality führt mit Fraser Suites Reserve eine neue Luxusmarke für Serviced Living ein. Das erste Haus mit 255 Zimmern soll ab Dezember 2026 in Bangkok schrittweise Gäste empfangen.

Nach dem Fund eines Schadcodes hat Atlantic Hotels seine Websites vorübergehend abgeschaltet. Besucher seien zuvor aufgefordert worden, schädliche Tastenkombinationen einzugeben. Ob jemand der Aufforderung folgte, ist nach Angaben der Hotelgruppe unbekannt.

Citygrove will nach drei Hotelprojekten in Deutschland weiter wachsen und die Zusammenarbeit mit Premier Inn fortsetzen. Die bisherigen Immobilien in Hannover, Lübeck und Düsseldorf wurden nach Unternehmensangaben mit einem Kredit über 83 Millionen Euro langfristig umfinanziert.

Im Berwanger Hof in Tirol gingen einst Film- und Fernsehstars ein und aus. Nach Investitionen von rund 55 Millionen Euro öffnet die Hotellegende am 25. September für einen Tag der offenen Tür. Ab Dezember sollen Gäste im neuen Haupthaus übernachten.