Schweizer Hotels im ersten Halbjahr 2019 leicht im Plus

| Hotellerie Hotellerie

Mit insgesamt 10,3 Millionen Logiernächten wuchs die ausländische Nachfrage um 1,8Prozent (+184 000). Bei den inländischen Gästen wurden 8,5 Millionen Logiernächte und damit eine Zunahme von 1,1Prozent (+93 000) verbucht. Dies geht aus den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

In den ersten zwei Monaten des ersten Halbjahres 2019 gingen die Logiernächte im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode zurück. Anschließend stieg die Nachfrage wieder an und verzeichnete insbesondere im Mai (+4,3Prozent) und Juni (+5,1Prozent) ein starkes Wachstum.

Steigende Nachfrage aus dem In- und Ausland

Im Verlauf des ersten Halbjahres 2019 entfielen auf die inländische Nachfrage insgesamt 8,5 Millionen Logiernächte. Dies entspricht gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode einer Zunahme um 1,1Prozent (+93 000). Die ausländischen Gäste generierten 10,3 Millionen Logiernächte und damit 184 000 mehr (+1,8Prozent) als im ersten Halbjahr 2018. Diese Zunahme ist in erster Linie den Gästen aus dem amerikanischen Kontinent zuzuschreiben, die für 109 000 zusätzliche Einheiten (+8,0Prozent) sorgten. Die Vereinigten Staaten generierten mit einem Plus von 102 000 Logiernächten (+10,4Prozent) das deutlichste absolute Wachstum aller Herkunftsländer.

Bei den Gästen aus dem asiatischen Kontinent nahm die Nachfrage um 98 000 Logiernächte stark zu (+4,2Prozent). Den grössten Beitrag zu diesem Ergebnis leistete China (ohne Hongkong) mit einem absoluten Wachstum von 44 000 zusätzlichen Einheiten (+7,7Prozent). Zu den anderen Ländern mit der höchsten Nachfrage dieses Kontinents gehörten die Golfstaaten mit einem Plus von 13 000 Logiernächten (+4,9Prozent) und Japan mit 7000 zusätzlichen Einheiten (+4,9Prozent). Die Republik Korea (–15 000 Logiernächte / –7,3Prozent) registrierte den grössten absoluten Rückgang aller Herkunftsländer. Indien folgt mit einem Minus von 8300 Logiernächten (–1,8Prozent).

In Europa ging die Nachfrage um 41 000 Einheiten zurück (–0,7Prozent). Das stärkste Minus aller europäischen Herkunftsländer verzeichnete Deutschland mit 14 000 Logiernächten weniger (–0,7Prozent), gefolgt vom Vereinigten Königreich (–11 000 / –1,3Prozent). Die Nachfrage aus Spanien (–7600 / –3,7Prozent) und Italien (–6100 / –1,4Prozent) war ebenfalls rückläufig. Die Gäste aus Belgien (+3,7Prozent) und Frankreich ( +1,7Prozent) sorgten hingegen mit einer Zunahme von je 11 000 Logiernächten für positive Werte.

Die Gäste aus Ozeanien verzeichneten eine Zunahme von 11 000 Logiernächten (+6,6Prozent), jene aus Afrika ein Plus von 6400 Logiernächten (+4,8Prozent).

Anstieg in den meisten Tourismusregionen im ersten Halbjahr

Elf der 13 Tourismusregionen verzeichneten im ersten Halbjahr 2019 mehr Logiernächte als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Zürich Region wies mit einem Plus von 71 000 Logiernächten (+2,4Prozent) den grössten absoluten Anstieg auf. Darauf folgen Bern Region (+42 000 / +1,7Prozent) und Graubünden (+37 000 / +1,4Prozent). Dahinter kommen die Genferseeregion (+32 000 / +2,3Prozent) und das Tessin (+29 000 / +3,1Prozent). Lediglich in der Ostschweiz (–21 000 / –2,4Prozent) und in der Region Jura & Drei-Seen-Land (–5000 / –1,4Prozent) war ein Rückgang zu verbuchen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Mainzer Stadtrat hat die Einführung einer Bettensteuer beschlossen. Kurz vor der Abstimmung hatte der DEHOGA Rheinland-Pfalz erneut versucht, die Entscheidung zu stoppen und für einen Gästebeitrag geworben.

Das aktuelle „mrp hotels quarterly“ sieht aktives Asset Management als zentrale Steuerungsfunktion für Hotelimmobilien. Vertreter aus Finanzwirtschaft und Hotellerie diskutierten steigende Kosten, veränderte Nachfrage und Unterschiede zwischen den Hotelsegmenten.

Marriott International meldet für das erste Quartal 2026 ein RevPAR-Wachstum von 4,2 Prozent und eine Rekord-Pipeline von fast 618.000 Zimmern. Trotz steigender Managementgebühren sank der Nettogewinn leicht auf 648 Millionen US-Dollar.

Novum Hospitality eröffnet mit dem Holiday Inn – the niu Quay in Hamburg-Harburg sein erstes Hotelprojekt in der kombinierten Rolle als Eigentümer und Betreiber. Das Haus umfasst 166 Zimmer und ist Teil des Projekts Aqua²dock am Harburger Binnenhafen.

Klarna und Minor Hotels kooperieren ab sofort in 13 europäischen Ländern, um Reisenden flexible Zahlungsmodelle anzubieten. Kunden können Hotelbuchungen künftig sofort oder in zinsfreien Raten begleichen.

Das Romantik Hotel Zell am See nimmt am 13. Mai nach umfassenden Renovierungsarbeiten den Betrieb für die Frühjahrssaison wieder auf. Die Umbaumaßnahmen betrafen vor allem die Optik und Ausstattung des Vier-Sterne-Hauses.

Das Hotel Taschenbergpalais Kempinski Dresden verzeichnet seit der Wiedereröffnung im Februar 2024 insgesamt 14.000 Gäste im Veranstaltungsbereich. Das Haus setzt bei seinem Angebot auf eine Kombination aus historischen Räumlichkeiten und regionalen Ausflugszielen.

Die MHP Hotel AG bringt ihre Eigenmarke Mooons erstmals nach Deutschland. Dafür wurde nun ein langfristiger Pachtvertrag mit der Rock Capital Group für einen Standort in Frankfurt am Main unterzeichnet.

Die MHP Hotel AG hat ihren testierten Jahresabschluss 2025 vorgelegt. Das Unternehmen meldet steigende Umsätze und ein höheres EBITDA sowie einen Umsatzanstieg im ersten Quartal 2026.

Die Schollen Hotelberatung hat ihren Hotelmarkt Report NRW 2026 veröffentlicht. Der Bericht analysiert die zwölf größten Hotelstandorte in Nordrhein-Westfalen sowie aktuelle Entwicklungen bei Nachfrage, Projekten und Hotelinvestments.