Schwesig gegen neue Hotels

| Hotellerie Hotellerie

Die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern verträgt nach Einschätzung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) keine großen Hotelneubauten mehr. Die aktuellen Proteste in Spanien gegen überbordenden Massentourismus zeigten, was passiere, wenn der Bogen überspannt werde. «Es ist für uns das Warnsignal und die Bestätigung, wir sollten hier schön mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben, nicht anstreben, dass es immer mehr Gäste und Übernachtungen gibt», sagte Schwesig bei einem Bürgerforum der «Ostsee-Zeitung» in Rostock. 

Es müsse darum gehen, die Qualität der touristischen Angebote hochzuhalten und zugleich die Lebensqualität für die Menschen im Land zu erhöhen. Schwesig appellierte insbesondere an Gemeinden entlang der Küste, ihre noch vorhandenen Grundstücke für den örtlichen Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen und nicht an Hotelinvestoren zu vergeben. Damit solle erreicht werden, dass Beschäftige im Tourismus am Arbeitsort auch bezahlbaren Wohnraum finden. Hohe Mieten gelten als ein wesentlicher Grund für den zunehmenden Mangel an Fachkräften in Gastronomie und Hotellerie. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Österreichs Hotels erwarten für die Wintersaison stabile Übernachtungszahlen, aber rückläufige Betriebsergebnisse. Hohe Beschäftigungskosten, zurückhaltende Gästeausgaben und erschwerte Finanzierungen belasten die Betriebe.

Six Senses plant für 2027 vier Neueröffnungen in Mailand, Spanien, Tel Aviv und Saudi-Arabien. Vorgesehen sind Stadthotels, ein Resort auf einem historischen Anwesen und eine Anlage in einer Wüstenlandschaft.

Das Designer Motel glockna in Fusch an der Großglocknerstraße hat fünf Chalets und einen Infinitypool fertiggestellt. Die Eröffnung des Hotels mit Zimmern, Suiten, Spa und Restaurant ist für den 19. Dezember 2026 geplant.

Hotels unter einer Marke stellen inzwischen 45,5 Prozent der Hotelzimmer in Deutschland. Der DACH-Bericht von Horwath HTL dokumentiert steigende Markenanteile in allen drei Ländern und die Expansion durch Marken- und Betreiberwechsel.

Charlotte Pauls ist in den Bremer Familienbetrieb rund um das Hotel Munte eingetreten. Sie und ihr Cousin Luca vertreten die fünfte Generation der Unternehmerfamilie und sollen Mitte 2027 gemeinsam die Betriebsleitung übernehmen.

Premier Inn meldet zehn Hoteleröffnungen und 19 Prozent mehr Halbjahresumsatz in Deutschland. Zugleich steigt der bereinigte Vorsteuerverlust auf acht Millionen Pfund. Für das Gesamtjahr hält Whitbread am Gewinnziel für Deutschland fest.

Relais & Châteaux stellt seinen 580 Mitgliedern die Plattform MyImpact zur Verfügung. Sie erfasst CO₂-Bilanzen der Hotels und schätzt mögliche Emissionsminderungen; ab 2027 sollen betriebliche Praktiken auch in die Bewertung der Häuser einfließen.

May & Co. plant neben dem Kölner Dom ein Hotel mit rund 250 Zimmern. Die Untergeschosse des bestehenden Büro- und Geschäftshauses sollen erhalten bleiben; die Fertigstellung ist für Mitte 2030 vorgesehen.

Die So!Apart 2026 diskutiert das Verhältnis von Hotellerie und Apartmentsegment sowie Fragen zu Finanzierung und Buchungen über KI-Suche. Die Fachtagung findet am 18. und 19. November im Berliner Metropol statt.

 

Die Hotelstars Union sieht Fortschritte bei der Kennzeichnung der Hotelsterne in KI-Assistenten und auf Buchungsplattformen. Sterne sollten ausschließlich für offiziell klassifizierte Hotels verwendet und Bewertungen europaweit einheitlich dargestellt werden.