Serviced-Apartments zurück auf Vor-Pandemie-Niveau

| Hotellerie Hotellerie

„Vor einem Jahr vermuteten wir noch eine endgültige Rückkehr auf Vor-Pandemie-Niveau für 2023. Jedoch schon in diesem Jahr hat das Serviced-Apartment-Segment in Deutschland komplett aufholen können und auch bei den Raten zugelegt“, erklärt Anett Gregorius, Gründerin und Inhaberin von Apartmentservice und Herausgeberin des jährlichen „Marktreports Serviced Apartments“.

„Die Resilienz des Segments ist damit nicht nur ein Gefühl, sondern durch unsere Zahlen zu belegen“, ergänzt sie. Aktuell zählt das Segment in Deutschland mehr als 43.200 Einheiten. Rund 75 Prozent der Betreiber schätzt die wirtschaftliche Entwicklung ihres Hauses als gut und sehr gut ein und hofft auch in den neuen aktuellen Krisen auf den Resilienzfaktor. Bei der Fachtagung SO!APART am 16. und 17. November 2022 in Leipzig werden detaillierte Zahlen aus diesem Jahr veröffentlicht und auch die internationale Performance thematisiert.

Anfang des Jahres stand die Branche noch sehr unter dem Eindruck der Virusvariante Omikron. Der erhoffte Aufschwung ließ bei Auslastungszahlen von etwas über 50 Prozent auch im Serviced-Apartment-Segment auf sich warten. Im April 2022 zog die Nachfrage aber deutlich an und rangierte in den Sommermonaten stabil über 80 Prozent Belegung. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres erreichten die Serviced-Apartment-Betriebe in Deutschland damit eine durchschnittliche Auslastung von 73 Prozent, so die Zahlen von Apartmentservice. 

 

„Das Serviced-Apartment-Segment rangiert damit wieder stabil auf Vor-Corona-Niveau. Das zeigt auch der stark gebuchte Herbst und der Forecast bis zum Ende des Jahres. Corona-gebeutelte Städte wie Berlin und München sind grandios zurückgekehrt“, so Anett Gregorius. „Dies ging bundesweit nicht zulasten der Rate - im Gegenteil: In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres legte die ADR um ein Drittel zu.“ Sowohl der Longstay-Bereich verzeichnete gestiegene Raten, als auch der Shortstay-Bereich mit zunehmend mehr Leisure-Gästen, angetrieben vor allem von den jungen digitalen Start-ups im Segment. Geschäftsreisende bleiben aber weiterhin die Kernklientel für Serviced Apartments. Laut VDR-Geschäftsreiseanalyse 2022 reisen diese inzwischen weniger, aber länger. „Auch von diesem Trend wird das Segment profiitieren“, ist die Gründerin und Inhaberin von Apartmentservice überzeugt. Die Stimmung ist entsprechend trotz der aktuellen Krisen gut: Mehr als drei Viertel schätzten im August 2022 die wirtschaftliche Situation ihres Hauses als gut bis sehr gut ein. Fast acht von zehn Befragten gaben in der Apartmentservice-Umfrage an, zum aktuellen Zeitpunkt das erwartete Umsatzziel für 2022 zu erreichen.

SO!APART Fachtagung mit Motto „Spieglein, Spieglein an der Wand ...

Aktuell gibt es rund 42.300 Einheiten in rund 790 Häusern ab 15 Einheiten. Bis zum Sommer sind bereits über 3.200 neue Einheiten hinzugekommen. Schon 2021 war das Segment um ca. 4.000 Einheiten in Deutschland angewachsen. Wie Investoren, Projektentwickler und Betreiber auf die weitere Pipeline unter den gegebenen neuen Krisen Ukraine-Krieg, Bauverteuerungen und Inflation blicken, wird u.a. Thema auf der SO!APART am 16. und 17. November 2022 in Leipzig sein.

Die Fachtagung findet dieses Jahr zum 10. Mal statt und hat sich das Motto „Spieglein, Spieglein an der Wand …“ verordnet. „Wir wollen hier unsere Resilienz tiefergehend mit den aktuellsten, auch internationalen, Zahlen analysieren, weitere Wachstumswege ausloten und Nachhaltigkeits- wie auch Finanzierungsstrategien diskutieren“, so Anett Gregrorius, die die SO!APART ausrichtet. Zu den Referenten gehören u.a. Henrik von Bothmer (Union Investment), Hannibal DuMont Schütte (Stayery), Matthias Jessl (Michaeler & Partner), Dr. Josef Vollmayr (Limehome), Inge Pirner (VDR), Denise Seeholzer (STR) und der Rechtsanwalt Marc P. Werner von Hogan Lovells. In den Panels werden u.a. Rupert Simoner (Vienna House), Burak Ünver (Smartments Business) Lasse Haarstark (Habyt) und Philip Ibrahim (Social Hub Berlin) in die Diskussion gehen. Fünf „New Kids on the Block“ werden ihre Konzepte vorstellen. Darüber hinaus werden am 16. November in den Felix Suiten am Augustusplatz die besten Apartment-Konzepte 2022 in 8 Kategorien sowie ein Special-Award prämiert. 

Weitere Informationen zur Fachtagung und der Award-Verleihung unter www.so-apart.de


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.