Sicon Hospitality eröffnet weiteres Haus in Hamburg-St. Georg

| Hotellerie Hotellerie

Das Unternehmen Sicon Hospitality hat sein Portfolio an Serviced Apartments in Hamburg erweitert. Mit dem Betrieb „Hub Apartments St. Georg“ in der Stiftstraße verfügt die Gruppe nun über sechs Standorte in der Hansestadt. Das Mitte September eröffnete Haus verzeichnete nach Angaben des Betreibers in den ersten drei Monaten eine Auslastung von 73 Prozent. Mit den neuen 58 Einheiten bewirtschaftet das Unternehmen in Hamburg insgesamt 768 Apartments und Hotelzimmer.

Umnutzung eines Bürogebäudes in der Stiftstraße

Bei dem neuen Standort handelt es sich um ein ehemaliges Bürogebäude, das innerhalb einer neunmonatigen Umbauphase saniert wurde. Dabei wurde unter anderem die Fassade mit ihrem grünen Fliesenspiegel restauriert. Das Objekt liegt in der Nähe des Hauptbahnhofs zwischen Steindamm und Lohmühlenpark.

Die 58 Apartments verteilen sich auf fünf Stockwerke und weisen Größen zwischen 18 und 27 Quadratmetern auf. Zur Ausstattung gehören Kitchenettes mit Mikrowelle und Kühlschrank, während die größeren Einheiten über Induktionskochfelder verfügen. Das Design ist an den Stil der fünfziger und sechziger Jahre angelehnt. In der obersten Etage befinden sich zudem drei Hotelzimmer ohne Kücheneinheit, die über Balkone verfügen.

Digitaler Schwerpunkt im Betriebsablauf

Der Betreiber setzt am Standort St. Georg auf eine weitgehend digitale Abwicklung des Aufenthalts. Den Gästen stehen ein Online-Check-in und -Check-out sowie ein digitaler Schlüssel zur Verfügung. Eine Rezeption ist zwar vorhanden, der Fokus liegt jedoch auf der Automatisierung der Prozesse. „Die Marke ‚Hub Apartments‘ vereint modernen Wohnkomfort mit digitalem Gästeerlebnis und ist dabei im Budgetsegment positioniert“, erläutert Geschäftsführer Franco Esposito.

Das Konzept richtet sich insbesondere an sogenannte Young Professionals und Reisende, die für längere Zeiträume eine Unterkunft in zentraler Lage suchen. Ergänzt wird das Angebot durch einen gemeinschaftlich nutzbaren Wäschebereich und einen gestalteten Innenhof.

Strategische Einordnung und Marktsegment

Sicon Hospitality nutzt für die Expansion verschiedene Eigenmarken wie Hood House, Apartment040, das Freytag, sylc. Apartmenthotel und Hub Apartments. Ziel ist es, durch die Entwicklung von Bestandsimmobilien unterschiedliche Preissegmente von Budget bis Premium abzudecken. In Hamburg ist das Unternehmen nach eigenen Angaben der Anbieter mit der höchsten Anzahl an Einheiten in diesem Segment.

Zusätzlich zum Hamburger Markt betreibt die Gruppe ein Haus in Kassel. Über alle Standorte hinweg liege die durchschnittliche Auslastung bei 80 Prozent.

Expansion in weitere deutsche Großstädte geplant

Die Geschäftsführung sieht im Bereich der Serviced Apartments eine wachsende Branche. Als Gründe werden eine steigende Mobilität und der Bedarf an flexiblen Wohnformen genannt, die mehr Raum als klassische Hotelzimmer bieten. Sicon Hospitality plant vor diesem Hintergrund eine weitere Expansion. Neben dem norddeutschen Raum werden hierfür Standorte in Köln, Frankfurt und Düsseldorf geprüft, um das Modell der Serviced Apartments weiter auszurollen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Europa-Park baut seine Marktführerschaft in der deutschen Freizeitgastronomie weiter aus. Bei der Wasserwelt Rulantica soll ein siebtes Hotel mit 350 Betten entstehen. Während die Auslastung der bestehenden Häuser Rekordwerte erreicht, rücken bei der neuen Erweiterung vor allem Nachhaltigkeit und ein neues Verkehrskonzept in den Fokus der Planer.

Strategische Erweiterung in der Rhön: Die Ritter von Kempski Group übernimmt die renommierte Fachklinik Dr. von Weckbecker. Mit Millioneninvestitionen und einem Fokus auf präventive Medizin soll der Standort Bad Brückenau zukunftssicher aufgestellt werden.

Das Hilton Berlin am Gendarmenmarkt schließt einen weiteren Abschnitt seiner Modernisierung ab. Das Haus eröffnet in seiner markanten Glaskuppel die „Beletage“ sowie eine neu gestaltete Executive Lounge. 

Urlaub an der Nordseeküste, auf den Ostfriesischen Inseln und in der Lüneburger Heide: Die Zahl der Gäste und Übernachtungen übertrifft erstmals das Vor-Corona-Niveau.

Die Schweizer Beherbergungsbranche erreicht 2025 mit fast 44 Millionen Übernachtungen einen neuen Rekord. Während Stadthotels und Fernmärkte wie China und die USA das Wachstum treiben, belasten steigende Kosten und sinkende Margen die Betriebe.

Das Bio Berghotel Ifenblick im Allgäuer Bergdorf Balderschwang hat nach umfangreichen Umbaumaßnahmen neu eröffnet. Zentraler Bestandteil ist das neu geschaffene Panorama-Spa mit Outdoor-Infinity-Pool und Hallenbad.

Das Conrad Hamburg erweitert sein Angebot im Levantehaus um ein 1.000 Quadratmeter großes Spa. Neben dem größten Hotelpool der Stadt setzt das Haus auf ein neuartiges Longevity-Konzept mit medizinisch orientierten Anwendungen.

Das Grand Hotel Central in Barcelona hat sein Wellness-Angebot erweitert. Auf der hoteleigenen Dachterrasse „La Terraza del Central“ wurde eine Panorama-Sauna in Betrieb genommen, die Gästen einen direkten Blick über die Stadt ermöglicht.

Limehome baut sein Angebot in München massiv aus. Durch die Übernahme des Hotel Miano in Pasing und einen geplanten Neubau nahe dem Hauptbahnhof kommen 174 neue Einheiten zum Portfolio hinzu. Der Fokus liegt dabei auf der digitalen Transformation bestehender Hotelstrukturen.

Die Region Hannover bleibt das Schlusslicht bei der deutschen Hotelzimmerauslastung. Während andere Großstädte deutlich höhere Werte erzielen, streitet die Branche in Hannover über die Verwendung der Beherbergungssteuer und fordert eine effektivere Vertriebsstrategie für den Tourismusstandort.