Staatsanwaltschaft klagt Dorint-Chef Dirk Iserlohe an

| Hotellerie Hotellerie

Die Kölner Staatsanwaltschaft hat wegen des Verdachts der Untreue Anklage gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden der Hotelkette Dorint, Dirk Iserlohe, erhoben.

Es gehe dabei wesentlich um Erfolgsprovisionen im Zusammenhang mit Geschäften eines Immobilienfonds, sagte ein Sprecher des Kölner Landgerichts am Donnerstag. Den entstandenen Schaden beziffert die Anklage auf rund 11,2 Millionen Euro. Zuvor hatte die «Wirtschaftswoche» darüber berichtet.

Iserlohe wies die Vorwürfe entschieden zurück. Nach seinen Angaben geht es in dem Verfahren um den Verkauf des Hotels Bayernpost in München im Jahr 2015 zu einem Kaufpreis von 180 Millionen Euro.

Zahlreiche Gesellschafter der Fondsgesellschaft Bayernpost hätten damals der Geschäftsführung zu dem Deal gratuliert. «Die Vorwürfe sind unberechtigt. Aber es bleibt dabei: Der Kapitän, der an der Reling steht, muss auch manchmal schweren Seegang meistern», erklärte er in einer Mitteilung.

Eine Dorint-Sprecherin betonte ausdrücklich, dass der Vorgang weder mit der Dorint-Hotelgruppe noch mit deren Muttergesellschaft Honestis AG zu tun habe. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der deutsche Hotel-Investmentmarkt verzeichnet nach drei Quartalen 2026 mehr Transaktionen, obwohl das Investmentvolumen gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. Vor allem kleinere Transaktionen prägen das Marktgeschehen.

Die Hotelbuchung beendet die Reiseplanung häufig nicht. Eine Untersuchung von McKinsey und Skift unter 1.015 US-Reisenden zeigt, dass viele Befragte anschließend weiter recherchieren, Preise beobachten oder alternative Angebote prüfen.

Das Mercure City in der Kölner Friesenstraße hat seinen Betrieb eingestellt. Der Kölner Stadt-Anzeiger nennt technische Mängel und hohe notwendige Investitionen in den Brandschutz als Gründe. Das Pullman-Hotel an der Helenenstraße soll Anfang Dezember 2026 vorerst schließen.

Nach ungewöhnlich vielen gemeldeten Fällen in Mecklenburg-Vorpommern warnt die NRW-Datenschutzbeauftragte vor Betrugsversuchen mit erbeuteten Buchungsdaten. Kriminelle verschicken Nachrichten, die vermeintlich von Unterkünften stammen, und fordern etwa zur Verifizierung von Kreditkartendaten auf.

Kriminelle erbeuten Buchungsdaten und versuchen damit, Urlauber um Geld zu bringen. Nordrhein-Westfalens Datenschutzbeauftragte warnt vor täuschend echten Nachrichten vermeintlicher Unterkünfte.

Novum Hospitality hat gemeinsam mit IHG Hotels & Resorts und HD Hotels vier Hotelprojekte in Dortmund vereinbart. Drei bestehende Häuser und ein Neubau sollen 2027 unter den Marken Garner und Holiday Inn – the niu betrieben werden.

Microsoft berichtet über erneute Cyberangriffe über Hotelnetzwerke. Die Angreifer nutzten vermeintliche Aktualisierungen und Anmeldeaufforderungen, um Schadsoftware zu verbreiten und Zugang zu Konten zu erlangen.

Travel + Leisure Co. und Wyndham erweitern ihre Zusammenarbeit, um klassische Hotels unter der Marke Sports Illustrated Resorts zu entwickeln. Für Chicago, Baton Rouge und Tuscaloosa nennt eine Mitteilung geplante Projektabschlüsse beziehungsweise Eröffnungen für 2027 und 2028.

Die Gelder der Betreiber-GmbH des ehemaligen Hilton-Hotels in Frankfurt-Gravenbruch bleiben eingefroren. Das Verwaltungsgericht Köln hat entschieden, dass auch die Bestellung eines starken vorläufigen Insolvenzverwalters daran nichts ändere.

Motel One und B&B Hotels erhalten im Treugast Rating 2026 erneut die Bestnote AAA. Odyssey Hotel Group steigt mit BBB ein, während Premier Inn und travdo ausgezeichnet werden.