Suchmaschine Kayak eröffnet eigenes Hotel

| Hotellerie Hotellerie

Kayak, die zu Booking Holdings gehörende Reisesuchmaschine, steigt ins Hotelgeschäft ein. In Kooperation mit dem Startup Life House wird das "Kayak Miami Beach" im April eröffnen. Die Aufgaben sind dabei klar verteilt: Kayak mietet die Immobilie und bezahlt Life House für den Betrieb.

Die bestehende Kayak-App, die sich bisher auf die Suche von Flügen, Hotels und Mietautos konzentrierte, wird zur Gäste-App des Hotels. Diese bietet künftig kontaktlose Check-ins, Kommunikation mit dem Hotelpersonal, Housekeeping-Anfragen und mehr. Darüber hinaus soll das Hotel in Miami ein "Design-Labor" werden, wie Kayak-CEO Steve Hafner erklärte. So soll dort Software für weitere Hotels entwickelt werden. 

Preisvergleiche würden dennoch ihr Kerngeschäft bleiben, so der Kayak-Chef. Sie hätten jedoch die Gelegenheit gesehen, ihr technisches Know-how in unabhängige Objekte einzubringen. Sie wüssten aus den Suchanfragen ihrer Nutzer, dass derartige Häuser derzeit sehr attraktiv seien. Die Hotels hätten allerdings nicht die Möglichkeit, mit den Hyatts und den Hiltons und den Marriotts dieser Welt in Bezug auf ihre technischen Möglichkeiten zu konkurrieren. Und genau das will Kayak nun ändern. 

Laut Hafner soll Kayak allerdings nicht in eine Hotelmarke verwandelt werden, die mit den großen Ketten konkurriert. Dennoch wolle er zusätzliche Objekte in sein Portfolio aufnehmen, um seine Software zu testen und zu verfeinern. Der Standort in Miami Beach mit 52 Zimmern ist also nur der erste Schritt. Als Nächstes ist die Suchmaschine an einem größeren Hotel außerhalb der Vereinigten Staaten interessiert.

Auch Airbnb eröffnet zukünftig eigene Hotels

Kayak ist nicht die einzige Plattform, die ins Geschäft mit eigenen Hotels einsteigen will. Auch die Bettenbörse Airbnb entwickelt und eröffnet in Städten wie Miami, Austin, Orlando und Nashville Apartmenthäuser, die auch Hotelzimmer anbieten. Der Vorstoß in die Hotellerie markiert dabei nur den Anfang des Einstiegs von Airbnb in das klassische Beherbergungsgewerbe.

Mit der Aufnahme von Boutique-Hotels und der Übernahme von HotelTonight (Tageskarte berichtete), einer App die Rabatte auf Hotelzimmer bei Last-Minute-Buchungen vermittelt, hat sich Airbnb bereits deutlich auf die Hotellerie zubewegt. Mit der Eröffnung der Apartmenthäuser und Hotelzimmer folgt nun der nächste Schritt in Richtung klassischer Hotelgesellschaft.

So arbeitet Airbnb in Florida mit der Newgard Development Group zusammen, um einen 48-stöckigen Wohnturm in der Innenstadt von Miami namens Natiivo zu eröffnen. Das Gebäude soll 412 Eigentumswohnungen und 192 Hotelzimmer bieten – alle Behausungen werden über Airbnb vermietet, berichtete Christopher Cameron von der New York Post. Demnach soll das Natiivo Miami, das im Frühjahr 2022 eröffnet, eines von mehreren Gebäuden der Marke Airbnb werden. Weitere Häuser sollen in Austin, Nashville und Orlando entstehen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die MHP Hotel AG plant die Eröffnung eines neuen Hotels der Autograph Collection in Düsseldorf. Das neue Hotel soll bis zum Jahr 2029 in einem historischen Gebäudeensemble an der Kasernenstraße nahe der Königsallee realisiert werden.

Ein Jahr nach dem Markteintritt in der Schweiz zieht das Mama Shelter Zurich eine erste Bilanz. Gefeiert wird das Jubiläum veranstaltet am 1. August mit einem Brunch und einer Abendveranstaltung auf der Dachterrasse.

Swissôtel hat den Modedesigner Peet Dullaert als ersten Preisträger des New Crafts Awards bekannt gegeben. Die neue Auszeichnung entsteht aus einer Partnerschaft zwischen Accor und der Fédération de la Haute Couture et de la Mode.

Im Investorenprozess der insolventen Revo Hospitality Group nennen die Sanierer erstmals mehrere Unternehmen, die Hotels aus dem Portfolio übernehmen sollen. Neben bereits bekannten Transaktionen werden unter anderem Prism, Israel Canada Hotels, Leonardo Hotels und B&B Hotels genannt. Ein weiterer Investor bleibt vorerst ungenannt.

Accor plant einen deutlichen Ausbau seines Hotelgeschäfts in China. Der Konzern will die Zahl seiner Häuser in den kommenden fünf bis sechs Jahren auf 1.600 erhöhen und setzt dabei auf neue Luxusprojekte sowie den Ausbau bestehender Partnerschaften.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 nach Angaben von Colliers ein Transaktionsvolumen von rund 625 Millionen Euro erreicht. Investoren richten ihren Blick dabei zunehmend auf die Qualität der Betreiber und die Ausgestaltung der Vertragsstrukturen.

Townscape hat die Baugenehmigung für ein Serviced-Apartment-Projekt in Berlin-Kreuzberg erhalten. Die numa group steht bereits als Mieter fest. Geplant sind 114 Serviced Apartments sowie Gewerbe- und Co-Working-Flächen. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.

Die geplante Übernahme der britisch-niederländischen Hotelgruppe PPHE Hotel Group durch die israelische Fattal Hotel Group ist gescheitert. Grund ist der Widerstand des größten PPHE-Aktionärs Euro Plaza Holdings. Das teilte PPHE im Rahmen seines laufenden strategischen Prüfprozesses mit.

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.