Trump-Hotel wird verkauft: "So peinlich, dass es schon wieder großartig ist"

| Hotellerie Hotellerie

Das Trump International Hotel – wenige Meter vom Weißen Haus in Washington entfernt – wird verkauft und künftig als Waldorf Astoria weitergeführt. Über 375 Millionen Dollar soll die CGI Merchant Group aus Miami bezahlt haben. Kritiker beschreiben das Hotel allerdings als „total geschmacklos“.

Der Verkauf des Hotels soll noch in diesem Monat abgewickelt werden. Ein „Bombendeal für den Trump-Konzern“, glaubt Architekturkritiker Nikolaus Bernau im Interview mit Deutschlandfunk Kultur. Er gehe sogar von einer Rendite von 200 Prozent aus.

Dabei sei das ehemalige Postamt in Washington mittlerweile mit einer Opulenz ausgestattet, „die derartig peinlich ist, dass sie schon wieder großartig ist“, erklärt Bernau. „Das ist durch die Bank total geschmacklos gemacht worden und dadurch wieder wirklich ein Kunstwerk geworden – weil alles stimmt: Da ist nirgendwo gespart worden.“

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hatte das denkmalgeschützte Postamt in Washington 2010 unter zahlreichen Protesten gekauft und aufwendig umgebaut. 2016 – parallel zu seiner Karriere in der Politik – wurde es eröffnet. Einnahmen erzielte er wohl auch aus politischen Anlässen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die DERTOUR Group übernimmt zum 1. August 2026 die restlichen Anteile an der DSR Hotel Holding und wird alleinige Eigentümerin. Die Deutsche Seereederei zieht sich aus dem operativen Hotelgeschäft zurück und richtet ihren Fokus auf neue touristische Geschäftsmodelle.

Accor holt mit der Banque des Territoires einen öffentlichen Investor für die Restaurierung der historischen Zitadelle Vauban auf Belle-Île-en-Mer an Bord. Die denkmalgeschützte Anlage soll im Sommer 2027 als erstes französisches Hotel der Emblems Collection eröffnen.

Im Walliser Bergdorf Evolène entsteht mit Le Rucher d’Evolène ein über das Dorf verteiltes Hotelprojekt. Den Anfang macht am 21. August 2026 ein Boutiquehotel mit sieben Zimmern, weitere Gebäude und ein Berghotel sollen folgen.

Der Stroblhof in Eppan hat sein Angebot um sechs Apartments erweitert. Die Rittstein Homes setzen nach Angaben des Unternehmens auf eine an der Landschaft orientierte Architektur sowie regionale Materialien. Mit Bildergalerie.

Das Bollants Spa im Park in Bad Sobernheim hat seine umfangreiche Renovierung abgeschlossen und den Hotelbetrieb wieder aufgenommen. Modernisiert wurden Zimmer, öffentliche Bereiche und der Spa-Bereich.

Brera Serviced Apartments übernimmt den Betrieb der geplanten 56 Serviced Apartments im Berliner Projekt Midstad Berlin Schloßstraße. Die Fertigstellung der gemischt genutzten Immobilie ist für Ende 2027 vorgesehen.

Nach dem Eigentümerwechsel hat der Alpenhof Murnau nach eigenen Angaben erste Investitionen in Höhe von rund einer halben Million Euro umgesetzt. Dazu zählen ein neues Golf.Loft, modernisierte Badezimmer, eine Poolbar und der Ausbau der digitalen Infrastruktur.

Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten entwickelt sich der Hotelimmobilienmarkt in Deutschland und Österreich nach Einschätzung von Marktteilnehmern stabil. Gleichzeitig gewinnen belastbare Cashflows, professionelles Asset Management und alternative Finanzierungsformen an Bedeutung.

Sunday Hotels hat die Übernahme von 24 Hotels in Deutschland offiziell bestätigt. Die Häuser wurden zuvor unter den Marken Accor, Wyndham und H+ betrieben und gehörten zuletzt zum Portfolio der insolventen Revo Hospitality Group.

In Iserlohn im Sauerland soll in den kommenden Tagen der Bau eines Hotels aus recycelten Seecontainern beginnen. Das digitale Hotelkonzept von Tin Inn kommt ohne Rezeption und Restaurant aus und richtet sich vor allem an Geschäftsreisende.