Vicus Group kauft Leipziger Fürstenhof

| Hotellerie Hotellerie

Der Leipziger Fürstenhof hat nicht nur eine Junior-Suite mit eigenem Lied (Tageskarte berichtete), sondern auch einen neuen Besitzer. Die Leipziger Vicus Group AG hat das Traditionshotel von einer international agierenden Unternehmensgruppe erworben. Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Zuletzt gab es einigen Wirbel und schlechte Presse, nachdem Vicus den Kölner Wasserturm übernommen hatte. Lokale Medien schilderten einen regelrechten Wirtschaftskrimi.

Das 1770 von der Familie Löhr erbaute Anwesen hat das Stadtbild sowie die Geschichte von Leipzig für mehrere Jahrhunderte geprägt. Seit Aufnahme des Hotelbetriebs 1889 reiht es sich in die Riege der internationalen Grand Hotels und beherbergt seit jeher Gäste mit Rang und Namen. Im Jahr 2014 feierte das Hotel 125-jähriges Bestehen. Der Fürstenhof ist das erste und älteste bestehende 5-Sterne-Hotel in Leipzig. 

Die Vicus Group AG plant an die Tradition des Hauses anzuknüpfen und die erfolgreiche Geschichte weiterzuschreiben. „Wir werden den Status als eines der besten Hotels Leipzigs aufrechterhalten.“ so Michael Klemmer, Vorstandsvorsitzender der Vicus Group AG. Im Zuge eines Betriebsübergangs werden sowohl das bisherige Managementteam als auch die Mitarbeiter übernommen, so dass der Objektbetrieb nahtlos weitergeführt werden kann. Dazu wurden bereits erste Gespräche geführt. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Charlotte Pauls ist in den Bremer Familienbetrieb rund um das Hotel Munte eingetreten. Sie und ihr Cousin Luca vertreten die fünfte Generation der Unternehmerfamilie und sollen Mitte 2027 gemeinsam die Betriebsleitung übernehmen.

Premier Inn meldet zehn Hoteleröffnungen und 19 Prozent mehr Halbjahresumsatz in Deutschland. Zugleich steigt der bereinigte Vorsteuerverlust auf acht Millionen Pfund. Für das Gesamtjahr hält Whitbread am Gewinnziel für Deutschland fest.

Relais & Châteaux stellt seinen 580 Mitgliedern die Plattform MyImpact zur Verfügung. Sie erfasst CO₂-Bilanzen der Hotels und schätzt mögliche Emissionsminderungen; ab 2027 sollen betriebliche Praktiken auch in die Bewertung der Häuser einfließen.

May & Co. plant neben dem Kölner Dom ein Hotel mit rund 250 Zimmern. Die Untergeschosse des bestehenden Büro- und Geschäftshauses sollen erhalten bleiben; die Fertigstellung ist für Mitte 2030 vorgesehen.

Die So!Apart 2026 diskutiert das Verhältnis von Hotellerie und Apartmentsegment sowie Fragen zu Finanzierung und Buchungen über KI-Suche. Die Fachtagung findet am 18. und 19. November im Berliner Metropol statt.

 

Die Hotelstars Union sieht Fortschritte bei der Kennzeichnung der Hotelsterne in KI-Assistenten und auf Buchungsplattformen. Sterne sollten ausschließlich für offiziell klassifizierte Hotels verwendet und Bewertungen europaweit einheitlich dargestellt werden.

Firmen mieten bei Havens Living Wohnungen für ihre Beschäftigten: Seit September 2025 sind es nach Unternehmensangaben bereits 400 Apartments in Frankfurt, Berlin und Hamburg. International Campus will die Zusammenarbeit mit Arbeitgebern ausbauen.

Nach Datenlecks bei Buchungsdienstleistern nutzen Kriminelle echte Reservierungsdaten für betrügerische Nachrichten. Niedersachsens Datenschutzbehörde erläutert, welche Gäste Betriebe informieren müssen und welche technischen Maßnahmen vorgesehen sind.

Das Sheraton Fuerteventura Beach, Golf & Spa Resort schließt Ende September 2026 für eine umfassende Renovierung. Die Wiedereröffnung des Fünf-Sterne-Hotels auf den Kanaren ist für den 1. Mai 2027 geplant.

Das Hotelcamp Reinsehlen entwickelt sein Konzept weiter und tritt als Lodge Reinsehlen auf. Zur Neuausrichtung gehören eine überarbeitete Lobby, geplante Ruheplattformen und ein stärkerer regionaler Bezug in der Gastronomie.