Whitbread erreicht Gewinn in Deutschland und plant Umbau von Restaurants

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Der britische Hotelkonzern Whitbread hat im Geschäftsjahr 2025/26 erstmals einen positiven Ergebnisbeitrag in Deutschland erzielt und zugleich einen Umbau seines Gastronomiegeschäfts angekündigt. Nach Angaben des Unternehmens lag der Umsatz im Konzern bei 2,920 Milliarden Pfund und damit auf dem Niveau des Vorjahres.

Premier Inn Deutschland erzielt erstmals Gewinn im Gesamtjahr

Wie Whitbread mitteilt, erreichte die Marke Premier Inn Deutschland einen bereinigten Vorsteuergewinn von 2 Millionen Pfund, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 11 Millionen Pfund angefallen war.

Der Umsatz in Deutschland stieg um 13 Prozent auf 261 Millionen Pfund. Die Erlöse pro verfügbarem Zimmer erhöhten sich nach Unternehmensangaben um 6 Prozent auf 54,19 Pfund.

Zum Stichtag verfügte das Unternehmen über 11.598 Zimmer in Deutschland, weitere 7.584 Zimmer befinden sich in der Pipeline.

Konzerngewinn sinkt infolge von Sondereffekten

Der statutarische Gewinn vor Steuern lag bei 298 Millionen Pfund, ein Rückgang um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Nach Angaben des Unternehmens ist dieser Rückgang maßgeblich auf Sondereffekte in Höhe von 185 Millionen Pfund zurückzuführen, darunter insbesondere Abschreibungen im Zusammenhang mit dem Umbau des Geschäfts.

Der Gewinn nach Steuern sank um 16 Prozent auf 213 Millionen Pfund. Der unverwässerte Gewinn je Aktie ging von 141,5 Pence auf 123,3 Pence zurück.

Das bereinigte Betriebsergebnis (EBITDAR) erhöhte sich gleichzeitig um 4 Prozent auf 1,074 Milliarden Pfund, während das bereinigte Vorsteuerergebnis mit 483 Millionen Pfund stabil blieb.

Umbau von 197 Restaurants Teil des neuen Fünfjahresplans

Whitbread kündigte an, den bestehenden Transformationsprozess im Rahmen eines neuen Fünfjahresplans bis 2031 auszuweiten. Ein zentraler Bestandteil ist die Anpassung des Gastronomieangebots in 197 Hotels im Vereinigten Königreich.

Nach Angaben des Unternehmens sollen bestehende Restaurantkonzepte durch ein integriertes Angebot ersetzt werden. Für das Geschäftsjahr 2026/27 erwartet Whitbread dadurch einen Rückgang der Gastronomieumsätze um 140 bis 160 Millionen Pfund sowie einen Ergebnisrückgang von rund 40 Millionen Pfund im Zuge der Umstellung.

BBC berichtet über geplanten Stellenabbau im Zuge der Neuausrichtung

Wie die BBC berichtet, plant Whitbread im Zuge der Neuausrichtung den Abbau von rund 3.800 Stellen im Vereinigten Königreich und Irland. Demnach ist die Maßnahme Teil eines Programms zur Kostensenkung und zur Anpassung der Betriebsstruktur.

Laut dem Bericht strebt das Unternehmen an, einen Teil der betroffenen Mitarbeiter innerhalb des Konzerns weiterzubeschäftigen. Eine entsprechende Angabe findet sich in der Unternehmensmitteilung selbst nicht.

Immobilienverkäufe und Kapitalmaßnahmen beeinflussen Finanzlage

Zur Finanzierung der weiteren Entwicklung generierte Whitbread nach eigenen Angaben 313 Millionen Pfund aus Immobilienverkäufen, davon 282 Millionen Pfund aus Rückmietverkauf-Transaktionen.

Zudem wurde ein Aktienrückkaufprogramm über 250 Millionen Pfund abgeschlossen. Insgesamt flossen im Geschäftsjahr 419 Millionen Pfund an Aktionäre in Form von Dividenden und Rückkäufen.

Die Nettoverschuldung stieg auf 709 Millionen Pfund, nach 483 Millionen Pfund im Vorjahr.


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